> > > Dvorak, Antonin: Piano Trios No. 3 & 4: Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff, Lars Vogt
Montag, 15. Juli 2019

Dvorak, Antonin: Piano Trios No. 3 & 4 - Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff, Lars Vogt

Geschärfte Sinne


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Lars Vogt und das Geschwisterpaar Tetzlaff profilieren sich als exzellentes Kammermusik-Team.

Vier Klaviertrios hat Antonín Dvořák insgesamt geschrieben, die Nummern drei und vier sind auf dieser beim Label Ondine erschienenen CD enthalten. Eingespielt haben sie drei Musiker, die schon jeweils einzeln für routinierte kammermusikalische Kompetenz stehen: Das Geschwisterpaar Tanja und Christian Tetzlaff (Violoncello/Violine) sowie der Pianist Lars Vogt. Ohne unter einem offiziellen Ensemble-Namen zu firmieren, arbeiten diese drei schon lange zusammen, auch ein Brahms-Album haben sie schon aufgenommen. Entsprechend aufeinander eingespielt ist die bewährte Formation, wie man schon im f-Moll-Trio B. 130 von Anfang an hören kann.

Musikalisches Bewusstsein

Von anfangs beinahe zerbrechlicher Leichtigkeit ist die Konversation zwischen den drei Instrumenten, die sich jedoch sogleich kontinuierlich steigert. Dieser Herausforderung im 'Allegro man non troppo' stellen sie sich mit flexibler, mal dezent zurückgenommener, mal energischer Artikulation und nehmen dabei dynamisch kein Blatt vor den Mund. Besonders kraftvoll kommt dabei die Violinstimme zum Tragen, dies aber mit vollem musikalischem Bewusstsein im Dienst der Interpretation und nicht etwa, um sich in den Vordergrund zu spielen. Tanja Tetzlaff kostet auf der langsamen, stillen Seite die melodischen Bögen in ihrer Stimme beispielsweise eingangs des 'Poco adagio' mit dem noblen Klang ihres 1776er-Guadagnini-Cellos prachtvoll aus.

Anschaulich erzählt

Unter dem Namen ‚Dumky‘ hat es das e-Moll-Trio B. 166 zu größerer Popularität gebracht. Die Bezeichnung leitet sich ab aus der Mehrzahl des slavischen Wortes ‚Dumka‘, das sinngemäß übersetzt ein elegisches Gedicht bezeichnet. In sechs Sätze gegliedert, besteht das Werk folgerichtig aus einer ebensolchen Zahl deskriptiv-lyrischer Abschnitte. An sich falsch ist die im Werkverzeichnis angegebene Haupttonart e-Moll, die einzelnen ‚Kapitel‘ stehen in völlig unterschiedlichen Tonarten. Formal wiederum gehen die ersten drei davon fließend ineinander über, bilden also so etwas wie einen unterteilten Kopfsatz. Die Phrasierung bleibt auch hier weiterhin glasklar, dabei emotional präsent und bestens geeignet, die kleinen Geschichten mit anschaulicher Intensität zu erzählen. Ob im Klavierpart luftig angeschlagene gebrochene Akkorde, tänzerische Elemente in der Geigenstimme oder breit ausgeformte Kantilenen im Cello – durchweg versteht es das Trio, musikalisch gehaltvolles Kapital aus den teils abrupten Tempo- und Stimmungswechseln zu schlagen. Mit viel Einfühlungsvermögen tauchen sie im zweiten Satz ab in Momente völliger Stille. Alles in allem repräsentiert jedes der Instrumente für sich einen starken Charakter – der aber gleichzeitig jeweils im großen konzeptionellen Ganzen aufgeht und über geschärfte Sinne dafür verfügt, genau an den richtigen Stellen die Initiative und das führende Konversationswort zu ergreifen. Interessant aufbereitet ist auch das Booklet, in dem die drei Musiker im Gespräch mit der Journalistin Friederike Westerhaus nicht nur Einblick in ihre Sichtweise auf das Werk geben, sondern auch den Entstehungskontext näher beleuchten.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Dvorak, Antonin: Piano Trios No. 3 & 4: Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff, Lars Vogt

Label:
Anzahl Medien:
Ondine
1
Medium:
EAN:

CD
761195131626


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Dvorák, Antonín


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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