> > > Händel in Vauxhall Vol.1: Orchesterwerke
Montag, 27. Mai 2019

Händel in Vauxhall Vol.1 - Orchesterwerke

Begleitmusik


Label/Verlag: signum classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Aus einem Londoner Vergnügungsgarten: Händel und Co. mal außerhalb des 'großen Rahmens'.

Britische musikalische Unterhaltung im 18. Jahrhundert fand weniger im Konzertsaal (deren es bis dahin nur wenige gab) als vielmehr im Restaurant oder im ‚Vergnügungsgarten‘ statt. Die Vauxhall Gardens, nicht weit vom heutigen Bahnhof Victoria, waren zusammen mit den Ranelagh Gardens die berühmtesten solcher Etablissements in London (und weit darüber hinaus), und es ließ sich Geld aus musikalischer Unterhaltung an diesen Orten machen (gerade nach dem ‚Relaunch‘ 1732 wurden die Preise zu bestimmten Gelegenheiten drastisch erhöht, um die Gesellschaft so exklusiv und finanziell potent wie möglich zu halten). Die Stücke durften durchaus anspruchsvoll sein – Gesangssprache war Englisch, ab 1737 stand eine Orgel zur Verfügung, ein Orchester stand bereit.

So hören wir hier zwei Concerti (von Händel und John Hebden), dazu zwei Orchestersätze von Händel (den Totenmarsch aus 'Saul' und die Sinfonia zu 'Acis and Galatea'). Das Orchester London Early Opera unter Bridget Cunningham kommt leider immer wieder etwas zahm daher, so dass auch der Orgelsolist Daniel Moult nicht in vollem Umfang brillieren kann. Die Instrumentalwerke wirken wie Begleitmusik zur Promenade der Hautevolee. Besser ergeht es den Liedern (Händels 'The Advice' und 'The Melancholy Nymph'), Arien (aus Händels 'L‘Allegro, il Penseroso ed il Moderato' und 'Acis and Galatea') und pastoralen Szenen (Thomas Arnes dreieinhalbminütiges 'Colin and Phoebe') – von einem jungen Sängerkreis vorgetragen, der in unterschiedlichem Maße seinen kleinen Aufgaben gewachsen ist. Alles in allem angenehme Unterhaltung – aber kein neuer Blick auf die erwähnten Komponisten und auch kaum auf die Vielfalt des Musiklebens dieses Veranstaltungsortes.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Händel in Vauxhall Vol.1: Orchesterwerke

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
signum classics
1
06.05.2016
EAN:
635212042823

Cover vergössern

Händel, Georg Friedrich


Cover vergössern

signum classics

Signum Records is fuelled by the passion to produce great music recorded with integrity and creativity at the highest level.

Signum is a privately-owned and steadily-growing record label that benefits from the commitment and services of its sister company, Floating Earth, the leading production and engineering specialist service provider in Europe.

Having started the label in 1997 Signum now boasts a catalogue of nearly 150 titles and many of which are award winners, nominees or five star review recipients from around the world.

The small Signum team strives to provide a first class service at all times with clients, artists, suppliers and colleagues. Signum works with new and emerging artists and composers through to established artists, making available much-loved areas of repertoire as well as previously unheard, innovative recordings.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag signum classics:

  • Zur Kritik... Liebeslieder: Die Liebe zu besingen oder sie so kunstfertig wie hier besungen zu hören – wer würde dessen je überdrüssig? Am Repertoirewert mag man mit Recht mäkeln. Schön ist diese Platte der King's Singers trotzdem. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Russische Romantik: Rachmaninows Sinfonie Nr. 3 und die 'Sinfonische Tänzen' in überzeugenden Live-Aufnahmen des Philharmonia Orchestra unter Vladimir Ashkenazy. Weiter...
    (Michaela Schabel, )
  • Zur Kritik... Gamben-Glücksfall: Es ist kein Wunder, dass ein großer Gambist nach dem anderen mit 'seinem' Telemann auf den Markt kommt. Richard Boothby überzeugt hier mit all seiner Erfahrung: nobel und gelassen in der Geste. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
blättern

Alle Kritiken von signum classics...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Dirigierender Komponist: Die kommunikative Qualität von Hans Zenders Musik kommt auf dieser Einspielung bestens zur Geltung. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Frischer Rossini: Markus Poschner und das Orchestra della Svizzera italiana legen eine tiefenschafe Rossini-Deutung vor. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Gediegener Klang: Klanglich opulent und die lyrischen Momente durchdringend, gebricht es dieser Skrjabin-Interpretation etwas an transzendentaler Verve. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Immer noch Entdeckungen!: Thierry Fischer und Symphonieorchester aus Utah präsentieren auf ihrer spannenden Saint-Saens-CD das Vorzeige-Repertoire wie auch weniger Bekanntes mit durchaus eigenen Akzenten. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Marianisches: The Sixteen im 40. Jahr seit der Gründung: Es wird vermutlich nicht die einzige Produktion bleiben. Und auch die anderen werden ähnlich überzeugend sein, das lässt die bislang hochklassige Diskografie vermuten. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Nordische Entdeckungslust: Mit einer vokalen und einer instrumentalen Komposition von Lars Karlsson (*1953) widmet sich das Lapland Chamber Orchestra neuen, nordischen Raritäten und lässt vor allem durch bemerkenswerte solistische Beiträge aufhorchen. Weiter...
    (Lorenz Adamer, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2019) herunterladen (2900 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Hugo Alfvén: Bergakungen Orkestersvit op.37 - Beschwörung

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich