> > > Maria Bach: Piano-Quintet, String-Quintet, Cello Sonata: Christine Busch, Elene Meipariani, Klaus Christa, Mathias Johansen
Montag, 25. September 2023

Maria Bach: Piano-Quintet, String-Quintet, Cello Sonata - Christine Busch, Elene Meipariani, Klaus Christa, Mathias Johansen

Differenziert raffiniert


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Komplexe Kammermusik aus einem vornehmen österreichischen Haushalt.

Fast zeitgleich zu der Einspielung der Cellosonate c-Moll (1924) und des Klavierquintetts a-Moll (1928) mit Oliver Triendl (Hänssler) entstand die vorliegende CD mit Kammermusikwerken von Maria Bach (1896–1978), einer österreichischen Pianistin, Violinistin, Komponistin und Malerin. Aufgewachsen in einem äußerst kunstsinnigen Haushalt in Baden bei Wien, in dem Brahms, Korngold und Nikisch, aber auch Klimt, Kokoschka und Hodler ein und aus gingen, war ihr wichtigster Lehrer Joseph Marx an der Wiener Musikhochschule (Klavier und Komposition). Bach weiß sich in den drei hier vorgestellten Werken – außer den beiden genannten auch dem Streichquintett von 1936 – als Schülerin ihres Lehrers zu empfehlen. In ihrer opulenten Harmonik ist ihr Stil jenem Marx‘ oder Korngold vergleichbar, doch von einer reichen Menge an ganz eigenen Wendungen, die im Klavierquintett mit dem Beinamen ‚Wolga‘ auch nach Belgien oder Frankreich, aber auch nach Osteuropa zu blicken scheinen (in die Entstehungszeit fällt ihre Beziehung zu dem russischen Komponisten und Dirigenten Ivan Boutnikoff, der sie in Instrumentation unterrichtete und mit ihr durch ganz Europa reiste).

Das Streichquintett ist introvertierter als das Klavierquintett, von den Texturen her auch etwas schlichter, aber gerade im Finale (mit dem Titel ‚Sakraler Tanz‘) von starker evokativer Kraft; wie beim Klavierquintett steht in seinem Zentrum einen Variationensatz (Bachs beide Streichquartette sind gleichfalls Variationswerke). Die Cellosonate ist vielleicht das konventionellste der drei Werke, doch nicht minder sorgfältig ausgearbeitet und von starker Wirkung, auch wegen Bachs auch hier klar hörbarer eigener harmonischer Sprache.

Bachs kompositorische Texturen sind von großem Reichtum, viele ihrer Sätze von großer Raffinesse; der spieltechnische Anspruch findet rundum glücklichen Widerhall in den hier vorliegenden Wiedergaben durch das Streichquartett Christine Busch, Elene Meipariani, Klaus Christa und Mathias Johansen im Streichquintett ergänzt um Conradin Brotbek, im Klavierquintett um Akiko Shiochi; in der Cellosonate spielen Johansen und Yukie Takao. Die SWR-Aufnahmen, die im Herbst 2019 und im Juni 2020 entstanden, sind klanglich vorzüglich, vom Booklettext hätte man sich mehr Tiefe sowohl was Bachs kompositorisches Schaffen als auch was die Werke selbst angeht gewünscht.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Maria Bach: Piano-Quintet, String-Quintet, Cello Sonata: Christine Busch, Elene Meipariani, Klaus Christa, Mathias Johansen

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:

CD
761203534128


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Bach, Maria
 - Piano Quintet Wolga - Ruhig bewegt
 - Piano Quintet Wolga - Variationen über das Wolgalied
 - Piano Quintet Wolga - Finale. Laufen lassen
 - String Quintet - Bewergt, energisch
 - String Quintet - Thema und Variationen. Andante sostenuto
 - String Quintet - Sakraler Tanz. Bewegt
 - Cello Sonata - Energisch bewegt
 - Cello Sonata - Romanze. Ruhig und breit
 - Cello Sonata - Finale. Rondo capricioso


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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