> > > Mendelssohn, Felix: Violinkonzerte in e-Moll & d-Moll
Donnerstag, 21. November 2019

Mendelssohn, Felix - Violinkonzerte in e-Moll & d-Moll

Sprühende Leidenschaft


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Tianwa Yangs inspiriertes und leidenschaftliches Spiel in den beiden Mendelssohn-Konzerten macht die außerordentlich hohe Qualität dieser Einspielung aus.

Mit Feuereifer und stupender Virtuosität interpretiert Tianwa Yang die beiden Mendelssohn-Violinkonzerte sowie auch dessen frühe Violinsonate f-Moll op. 4. Inspiriert von Eduard Rietz komponierte Felix Mendelssohn 1825 die Violinsonate, die von einer starken Auseinandersetzung mit Beethoven zeugt. Die Sonate prägt einen stürmischen Appassionata-Charakter aus, der von den beiden Interpreten Tianwa Yang, Violine, und Romain Descharmes am Klavier hervorragend vermittelt wird. Der Gesamtklang im Zusammenspiel von Violine und Klavier wirkt recht intim. Die Akustik des Clara-Wieck-Auditoriums in Sandhausen ist direkt, sehr in sich geschlossen und damit perfekt geeignet für diese Art von Kammermusik. Beeindruckend sind die gemeinsamen dynamischen Steigerungen und Abstufungen, welche das Werk durch die beiden Interpreten in vorliegender Aufnahme erfährt. Insbesondere die Satzschlüsse sind eine hervorzuhebende Stärke im technisch absolut sicheren Spiel der Violinsolistin.

Dass Tianwa Yangs Violinspiel nicht nur von souveräner Virtuosität ist, bezeugen die Einspielungen der beiden Violinkonzerte von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mendelssohns erstes Violinkonzert in d-Moll entstand bereits 1822 im Alter von nur 13 Jahren und im Umfeld der gegenwärtig mehr und mehr aufgeführten Streichersinfonien. Auch das Violinkonzert gewinnt in der aktuellen Musikpraxis beständig an Bekanntheit, wenngleich es aber wohl stets im Schatten des berühmten Konzerts in e-Moll op. 64 stehen wird. Tianwa Yangs Interpretation des frühen Konzertes ist von einer erstaunlichen Emotionalität geprägt, die sich in einem wandelbaren Ton ausrückt. Der langsame Satz 'Andante' beeindruckt durch den zunehmend fragilen Ton und die spürbar beseelte Bogenführung der Violinistin.

Die Schwierigkeit der Interpretation nahezu jeder Komposition Mendelssohns, auch der Orchesterwerke, liegt darin, die Mendelssohn-typischen Klanggebungen und Melodien, die von selbst zu fließen scheinen, nicht nur nachzuempfinden, sondern selbst noch individuelle Züge zu verleihen. Tianwa Yangs Spiel wirkt in beiden Konzerten außerordentlich lebendig, kraftvoll und vor allem spontan. Das Orchester, die Sinfonia Finlandia Jyväskylä, unter der Leitung von Patrick Gallois zeigt seine Stärken in einer stilsicheren romantischen Interpretation, die nicht nur in klanglicher Hinsicht überzeugt, sondern auch ein hohes Maß an Präzision bezeugt. Schade, dass die Bläser im Finalsatz des e-Moll-Konzertes zu Anfang irritierend schwerfällig erklingen, sich im Laufe dieses Satzes aber in einem bemerkenswert konzentrierten Zusammenspiel finden. Stellenweise entsteht der leichte Eindruck von Flüchtigkeit sowohl im Solopart wie auch im Orchester; in anderen musikalischen Passagen wiederum überzeugt die klare, differenzierte Artikulation der Solovioline.

Das Besondere der vorliegenden Aufnahme der drei Violinwerke Mendelssohns liegt im ausgesprochen hohen interpretatorischen Niveau, sowohl bei den Solisten wie auch im Orchester. Der berührend-intime Gesamtklang in der Violinsonate so wie auch die sprühende, spontane und kraftvolle Interpretation der Violinkonzerte durch Tianwa Yang verdienen großes Lob und eine klare Empfehlung für diese Aufnahme.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Marion  Beyer Kritik von Marion Beyer,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Mendelssohn, Felix: Violinkonzerte in e-Moll & d-Moll

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Naxos
1
28.01.2013
66:41
Medium:
EAN:
BestellNr.:

CD
747313266272
8.572662


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Die Rheinpfalz: "Mit brillantem Ton und souveräner Technik meistert sie [Tianwa Yang] (...) das e-Moll-Konzert und die f-Moll-Violinsonate."

Fono Forum: "Tianwa Yang bietet eine runde, musikalisch geschlossene Darstellung, sie stellt sich ohne jede Allüre in den Dienst der Musik, anziehend tonschön und auch sehr brillant (...). Und dann ist es eine Freude, das 'kleine' d-Moll-Violinkonzert, ein Geniestreich des jungen Mendelssohn, so musikantisch und schwerelos-elegant zu hören wie auf dieser CD. Hier kann man ohne Weiteres von einer Referenzaufnahme sprechen (Das Finale gelingt schlicht sensationell!)."

klassik.com: "Sprühende Leidenschaft"

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): "...kraftvoll, mit viel Vibrato, in bestem Sinne traditionell!"

Pizzicato: "Wenn es noch des Beweises bedürfte, dass Tianwa Yang zu den interessantesten jungen Geigerinnen gehört, dann würde sie ihn mit diesen Aufnahmen definitiv geliefert haben, in denen sie sich erneut als überaus intelligente, geschmacksichere, kraftvoll virtuose und auch sensible Solistin zeigt."


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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