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Freitag, 19. Oktober 2018

Gyrowetz, Adalbert - Klaviertrios

Wiener Klassiker


Label/Verlag: NCA - New Classical Adventure
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Im Trio Fortepiano finden die Klaviertrios von Adalbert Gyrowetz engagierte Sachwalter.

Der Mozart-Zeitgenosse Adalbert Gyrowetz ist auf dem Tonträgermarkt eher bescheiden repräsentiert. Ein paar Sinfonien, ein paar CDs mit Kammermusik, das ist alles. Dabei hat der 1763 geborene Böhme, der 1850 in Wien starb, all das, was man sich von einem Komponisten der Wiener Klassik wünscht: melodischen und harmonischen Einfallsreichtum, sicheres Stilgefühl und eine kompositorische Technik, die auch für die Musiker durchaus befriedigend ist. Sein umfangreiches Schaffen umfasst nahezu alle damals gebräuchlichen Gattungen, darunter mindestens jeweils 40 Sinfonien, Streichquartette und Klaviertrios.

Die hier vorgestellten vier Trios (allesamt in der Druckfassung ‚Sonata‘ genannt) erschienen im Zeitraum von 1795 bis 1799 im Druck und sind den zeitnah entstandenen Werken Beethovens und Haydns durchaus ebenbürtig. Alle vier Werke sind der Tradition gemäß dreisätzig, zwei schnellere Sätze flankieren einen gesanglichen langsameren Satz. Zwar mag man Gyrowetz absprechen können, dass er die Gattung entscheidend weiterentwickelte, doch spürt man, etwa im Es-Dur-Trio op. 23 Nr. 2 (erschienen 1798), bereits so etwas wie den Vorabschatten Franz Schuberts, während das B-Dur-Trio op. 28 Nr. 1 vielleicht ein wenig beethoven‘scher daherkommt und das A-Dur-Trio op. 12 Nr. 1 durch den ‚schottischen Ton‘ bewusst auf Beethoven wie vor allem auf Haydn verweist. Das dramatische d-Moll-Trio op. 14 Nr. 2 (1796 erschienen) hat ganz eigenen Charakter, den man kaum mit einem der genannten Zeitgenossen unmittelbar vergleichen kann, auch wenn hier offensichtlich Anknüpfungspunkte zu Beethoven bestehen. Doch soll das den Wert der Kompositionen nicht im Geringsten schmälern – fraglos war Gyrowetz, der ein durchaus wechselreiches und spannendes Leben führte (seine 1848 erschienene Autobiografie zählt zu den wichtigen Dokumenten der Zeit), eine beeindruckende Größe des Musiklebens um 1800.

Im Trio Fortepiano (Miriam Altmann (Hammerklavier nach J. A. Stein, 1780), Julia Huber (Violine Mantuaner Schule, ca. 1680), Anja Enderle (Cello von Barak Norman, London 1698) findet Gyrowetz engagierte Sachwalter. Ihr Spiel ist stilistisch einwandfrei (in der Violine mit ganz wenigen vielleicht etwas scharf klingenden Tönen), bestens aufeinander abgestimmt und von einem ausgesprochenen Klangfarbenreichtum. Das tut den Werken gut und verortet sie bestens in der Zeit, in die sie gehören. Das Ensemble musiziert seit 1997 zusammen, die gute Abstimmung zwischen den drei Interpretinnen ist jederzeit zu spüren; gleichzeitig steuerte jede von ihnen wichtige Aspekte und Farben zu einem mehr als nur überzeugenden, einem bezwingenden Ganzen bei. Auch aufnahmetechnisch und bezüglich des Booklets (Booklettext Christian Moritz-Bauer, Projektmanager des L’Orfeo Barockorchesters, in dem u. a. auch Huber und Enderle mitwirken) ist die Produktion tadellos und rundum zu empfehlen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Gyrowetz, Adalbert: Klaviertrios

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
NCA - New Classical Adventure
1
18.11.2011
EAN:
BestellNr.:

885150602317
60231


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"Eingegangen in die Musikgeschichte als Autor einer Autobiographie, die als eines der wichtigsten Zeitzeugnisse des späten 18. Jahrhunderts gilt, zählt der in Budweis geborene österreichische Komponist Adalbert Gyrowetz, dessen Geburtstag, der 19. Februar, sich 2013 zum 250. Mal jährt, zu den (beinahe) vergessenen Größen der Wiener Klassik. Auf diesem neuen Album des renommierten Klassik-Labels NCA interpretiert das Trio Fortepiano vier Sonaten Gyrowetzs in ihrer unverwechselbaren Art. Das Trio Fortepiano, bestehend aus Miriam Altmann (Klavier), Julia Huber (Violine) und Anja Enderle (Violoncello), hat sich über die Jahre mit ihrem „großartigen Können, mit Souveränität, musikalischer Hingabe und Charme“ (Allgäuer Zeitung) und mit ihrer „ausdrucksvollen Gespanntheit“ (Concerto) einen hervorragenden Ruf erspielt."


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NCA - New Classical Adventure

20 Jahre NCA

Als im Jahre 1992 das Klassiklabel NCA ins Leben gerufen wurde, dachte niemand daran, dass man heute das 20-jährige Jubiläum feiern könnte. In zwei Jahrzehnten wurde ein Katalog geschaffen, der mehr als 150 Produktionen umfasst und zum Besten gehört, was die Klassik zu bieten hat.

NCA steht für neue Interpretationen bekannter Werke, steht für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit Musik in den verschiedensten, vielleicht auch ungewohnten Besetzungen, steht für auserlesene, oft zu Unrecht selten oder bisher noch nie eingespielte Werke in allen Stilistiken der klassischen Musik, was insgesamt zum Markenzeichen des Labels wurde und ist damit die ideale Ergänzung für den Plattenschrank eines Klassikliebhabers werden.Dabei ist selbstverständlich Grundvoraussetzung eine hohe künstlerische und technische Qualität der Einspielungen.

Bei NCA findet sich keine Trennung des Repertoires, sondern alle Einspielungen dienen gleichberechtigt dem einen Zweck, das Phänomen ?Musik? im Sinne eines Mosaiks ganzheitlich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) entstehen zu lassen.

Viele Einspielungen aus sämtlichen Genres der klassischen Musik wurden von der Fachpresse hochgelobt und mit diversen Preisen ausgezeichnet. Viele berühmte und weltbekannte Künstler zeugen von der höchsten Qualität der Produktionen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Förderung junger und aufstrebender Künstler, um ihnen ein Sprungbrett in die weite Welt der Klassik zu bieten.

Wenn Sie Lust auf klassische Abenteuer im besten Sinne des Wortes haben, dann sollten Sie sich NCA nicht entgehen lassen!

Klaus Feldmann
A&R Managing Director


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