> > > Remembering JFK - 50th Anniversary Concert: Werke von Bernstein, Lieberson & Gershwin
Samstag, 9. Dezember 2023

Remembering JFK - 50th Anniversary Concert - Werke von Bernstein, Lieberson & Gershwin

50 Jahre Geschichte


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Zum 50. Jahrestag der Einführung Kennedys als Präsident der USA spielt das National Symphony Orchestra Stücke von Bernstein, Lieberson und Gershwin. Herzstück der Aufnahme ist 'Remembering JFK' von Peter Lieberson mit Textteilen aus Kennedys Reden.

Im Frühjahr 2011 jährte sich zum 50. Mal die Einführung John F. Kennedys als erster katholischer Präsident der USA. Zu diesem Anlass fand im Kennedy Center in Washington D.C. ein Konzert statt, in dem mit Werken von Bernstein, Lieberson und Gershwin des Präsidenten und seiner Amtseinführung gedacht werden sollte. Das Label Ondine bringt dieses Konzert nun zusammen mit Radioaufnahmen des Konzertes aus dem Jahr 1961 auf einer Doppel-CD raus. Es spielt das National Symphony Orchestra unter Leitung von Christoph Eschenbach; der Klaviersolist ist Tzimon Barto.

Das Herzstück des Konzertes

Eigentliches Herzstück des Konzertes und dieser Aufnahme ist das Werk 'Remembering JFK (An American Elegy)' von Peter Lieberson. Auf einen instrumentalen Klangteppich legt Lieberson hier Teile aus Ansprachen des Präsidenten, die von dem Erzähler Richard Dreyfuss vorgetragen werden. Die Textstellen wurden von Ted Sorensen zusammen mit dem Komponisten ausgewählt. Text und Musik gehen an manchen Stellen eine interessante Symbiose ein. Das eindrücklichste Beispiel hierfür ist wohl jene Passage, in der Kennedy erklärt, dass die Menschenrechte keine Geschenke eines Staates an seine Bürger sind, sondern von Gott gegeben sind und somit über staatlichem Recht stehen. Diese Passage begleitet das Orchester mit einem schnellen Crescendo, das sich zu einem strahlenden Dur-Akkord auf dem Wort ‚God‘ auflöst. Diese klare Verbindung zwischen der Musik und der Sprache wird jedoch nicht konsequent durchgehalten. Andere zentrale Textstellen werden von dem Orchester fast beiläufig begleitet. Dreyfuss sorgt mit seiner eindringlichen Vortragsart dafür, dass die Texte dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen; dieser hätte an manchen Stellen durch die Musik jedoch noch weiter verstärkt werden können, worauf Lieberson verzichtet hat.

Der Charme einer Big Band

Dem Stück 'Remembering JFK' folgen Aufnahmen von Bernsteins 'West Side Story'. Das Orchester entwickelt die packenden Rhythmen der 'Symphonic Dances' sehr überzeugend, läuft bei den ruhigen Stücken jedoch Gefahr, den roten Faden zu verlieren. An diesen Stellen geht ein großer Teil der Energie verloren, zu ziellos wirkt mitunter das Spiel. Umso spannender sind die schnelleren, rhythmischen Stücke, die von dem National Symphony Orchestra so lässig wie von einer Big Band gespielt werden. Beispielhaft hierfür ist der 'Mambo', der mit großer Energie nach vorne prescht. Auch mit der 'Cool Fugue' weiß das Orchester den Charme einer Big Band zu entlocken. Geswingte Achtelschläge auf dem Becken sorgen zusammen mit den Bläserklängen und dem Bass für eine Atmosphäre, die an Detektivfilme aus den 30er Jahren erinnert. Langsam wird der Rhythmus weiter ausgebaut, die Bläsersätze werden dichter, bis aus dem anfangs ruhigen Stück, eine düstere Big-Band-Nummer geworden ist.

Amerikanische Idylle

Das Ende des Konzertes bildet das 'Concerto in F' von George Gershwin. Hier zeigt das Orchester, wie einfühlsam auch die langsamen Stücke gespielt werden können, ohne dass sie ihren Reiz verlieren. Die Auswahl der Stücke für dieses Konzert ist insofern sehr passend, als sie die Bilder eines Amerikas der 60er Jahre hervorruft, wie es treffender kaum beschrieben werden kann.

Passend hierzu findet man auf der zweiten CD dieses Albums Radiobeiträge und Aufnahmen des Konzertes zur Amtseinführung Kennedys 1961. Der Radiosprecher erklärt, ähnlich wie in einem Hörspiel, die Vorgänge im Konzertsaal so genau, dass man sich fühlt, als sei man persönlich bei diesem Konzert dabei gewesen. – Ein schönes Stück Zeitgeschichte, das auf diesen beiden CDs versammelt ist. Sowohl die erste Aufnahme von 'Remembering JFK', als auch die Aufnahmen des Konzertes von 1961 sind nicht nur historisch interessant, sondern auch musikalisch.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Kritik von Maximilian Theisen,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Remembering JFK - 50th Anniversary Concert: Werke von Bernstein, Lieberson & Gershwin

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Ondine
2
23.05.2011
Medium:
EAN:

CD
761195119020


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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