> > > Dohnany, Ernö: Streichquartett 3/Sextett op.37/Serenade: The Nash Ensemble
Montag, 22. April 2019

Dohnany, Ernö: Streichquartett 3/Sextett op.37/Serenade - The Nash Ensemble

Originelle Kammermusik aus Ungarn


Label/Verlag: Hyperion
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Nash Ensemble spielt drei ausgesprochen spannende Werke des Ungarn Ernst von Dohnányi, darunter ein höchst originelles Sextett für Klavier, Klarinette, Horn und Streichtrio.

Ernst (oder Ernő) von Dohnányis Sextett op. 37 ist ein besonders spannendes Werk, schon durch seine ungewöhnliche Besetzung. Mit Klavier, Klarinette, Horn und Streichtrio werden besondere Klangfarben möglich, außerdem ein großer, wuchtiger Klang, fast orchestral. Zwar wird die Tonart mit C-Dur angegeben, doch zu hören ist davon nicht viel, die Musik trägt über weite Strecken einen eher düsteren Moll-Charakter. Das halbstündige Sextett beginnt mit einem Allegro appassionato, und die Interpreten des Nash Ensembles spielen tatsächlich mit höchster Intensität und Leidenschaft, der Klang ist außerordentlich kraftvoll.

Schon dieser erste Satz, mit knapp zwölf Minuten der deutlich längste, bietet ein grandioses, abenteuerlich aufgewühltes Szenario. Die folgenden Sätze halten die Spannung aufrecht und sind im Grunde abwechslungsreich genug, gänzlich unerwartet kommt allerdings Dohnányis Einfall für das Finale, das ohne Pause an den dritten Satz anschließt und diesen einigermaßen plötzlich beendet. Manchmal wird sein Thema als Ragtime beschrieben, manchmal werden Jazz-Einflüsse genannt. Es mag beides hineinspielen, obwohl das Thema damit nicht wirklich treffend beschrieben ist. Auf jeden Fall handelt es sich um ein rhythmisch ziemlich knackiges Tanzthema, Dohnányi schreibt ‚giocoso‘ als Vortragsanweisung, und gegen dieses freche Thema lässt Dohnányi origineller Weise einen eleganten Walzer in den Ring steigen, der den 2/4-Takt überlagert. Beide Themen liefern sich einen kleinen Kampf, wobei der Walzer, vielleicht als Vertreter einer zur Entstehungszeit des Werkes (1935) vergangenen Epoche, deutlich den Kürzeren zieht. Schließlich werden die Themen der anderen Sätze eingearbeitet, bis am Ende der mächtige, klangvolle Beginn des Werkes wieder aufgegriffen wird. Wenn der Eindruck nicht täuscht, dürften die Musiker des Nash Ensembles bei der Einspielung ihren Spaß gehabt haben.

Kraftvoll und eindrucksvoll

Auf der neuen Platte des Nash Ensembles finden sich zwei weitere Werke Dohnányis, ein Streichquartett und eine Serenade für Streichtrio. Dohnányi hat auch in diesen Werken kraftvolle und höchst eindrucksvolle Musik geschrieben, die es verdient, gespielt und gehört zu werden, auch wenn das Sextett sicher das originellste Werk ist. In der frühen, fünfsätzigen Serenade op. 10 von 1902 findet man zum Beispiel ein zorniges, vielleicht zickiges Scherzo, einen bemerkenswert abwechslungsreichen Variationensatz und ein energisches Finale mit folkloristischen Elementen. Die Streicher des Ensembles finden zu großer Geschlossenheit und liefern eine wild-entschlossene Interpretation.

Im dritten Streichquartett op. 33 beeindruckt der umfangreiche, leidenschaftliche Kopfsatz, der von den Nash-Streichern wahrhaft furios umgesetzt wird, man achte nur wenige Sekunden nach Beginn auf den unwahrscheinlich energischen Einsatz des Bratschers, der passender Weise den Nachnamen Power trägt. Das dreisätzige Quartett ist im Charakter schroffer als die beiden anderen Werke und scheint durchaus modern für 1926.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Dohnany, Ernö: Streichquartett 3/Sextett op.37/Serenade: The Nash Ensemble

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Hyperion
1
08.06.2018
EAN:

034571282152


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Dohnányi, Ernö


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Hyperion

Founded in 1980, Hyperion is an independent British classical label devoted to presenting high-quality recordings of music of all styles and from all periods from the twelfth century to the twenty-first. We have been described as 'Britain’s brightest record label'. In January 1996 we were presented with the Best Label Award by MIDEM's Cannes Classiques Awards. The jury was made up of the editors of most of the leading classical CD magazines in the world - Classic CD (England), Soundscapes (Australia), Répertoire (France), FonoForum (Germany), Luister (Holland), Musica (Italy), Scherzo (Spain), and In Tune (USA & Japan).

We named our label after an altogether splendid figure from Greek mythology. Hyperion was one of the Titans, and the father of the sun and the moon - and also of the Muses, so we feel we are fulfilling his modern role by giving the art of music to the world.

The repertoire available on Hyperion, and its subsidiary label Helios (Helios, the sun, was the son of Hyperion), ranges over the entire spectrum of music - sacred and secular, choral and solo vocal, orchestral, chamber and instrumental - and much of it is unique to Hyperion. The catalogue currently comprises nearly 1400 CDs and approximately 80 new titles are issued each year. We have won many awards.

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