> > > Adams, John: Naive and Sentimental Music/Absolute Jest: Doric String Quartet, Royal Scottish National Orchestra, Peter Oundjian
Sonntag, 21. April 2019

Adams, John: Naive and Sentimental Music/Absolute Jest - Doric String Quartet, Royal Scottish National Orchestra, Peter Oundjian

Absoluter Adams


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Royal Scottish National Orchestra spielt souverän zwei Orchesterwerke von John Adams.

Wie seine Mitstreiter Philip Glass, Steve Reich und Terry Riley hat sich der 1947 geborene John Adams in die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben, erfreut sich trotz seiner Historizität jedoch bester Gesundheit und komponiert munter weiter. Zeugnis davon gibt unter anderem vorliegende hybride SACD mit dem Royal Scottish National Orchestra unter seinem Chefdirigenten Peter Oundjian, die zwei Orchesterwerke des Amerikaners dokumentiert. Dabei handelt es sich um das 2012 überarbeitete 'Absolute Jest' für Streichquartett und Orchester sowie um 'Naive and Sentimental Music' von 1999, bei dem der Schiller-Bezug im Titel laut Booklet durchaus beabsichtigt ist. Adams Kompositionsstil scheint sich über die Jahrzehnte nur wenig verändert zu haben, was nicht unbedingt als Kritik gemeint ist. Immerhin ist er damit nicht der einzige Komponist. Zudem gibt es für die sogenannte Minimal Music nach wie vor ein breites Publikum, das aktuell allerdings eher in die den Arenakonzerte eines Ludovico Einaudi strömt, der mit seiner (allzu) seichten Variante des Minimalen für klingelnde Kassen sorgt.

Mit Streichquartett und E-Gitarre

Wer nichts grundlegend Neues erwartet, wird hier also nicht enttäuscht. 'Absolute Jest' bildet mit seinen zahlreichen Beethoven-Zitaten, die als Material für ausgedehnte typische Steigerungen dienen, ein ‚großformatiges Scherzo‘. Alleine den Beginn aus dem Scherzo von Beethovens Neunter zu Beginn des Werkes dürfte jeder sofort wiedererkennen. Doch auch die kurzen Ausschnitte aus dessen Achter Sinfonie und dem F-Dur-Streichquartett op. 135 sind eindeutig identifizierbar. Da der Gesamteindruck wie erwartet der eines furiosen hektischen Gewusels ist, das den Hörer fortreißt wie ein pausenloser Strom aus Motiven sowie rhythmischen und melodischen Mustern, geht hier, wie auch bei 'Naive and Senitmental Music', rasch der Überblick verloren, was freilich genau so sein soll.

Im Mehrkanal-Modus agiert das Doric String Quartet klar im akustischen Vordergrund, während das Orchester im Hintergrund deutlich vernehmbar bleibt. Hört man in Stereo, geht viel von der Transparenz verloren, da der Orchesterklang blasser und ‚zusammengequetschter‘ erscheint. Die unbestreitbare Virtuosität, mit der das Royal Scottish National Orchestra unter Oundjian kompakt agiert, bleibt so oder so offenkundig. Gleiches gilt für das rund 45 Minuten lange 'Naive and Sentimental Music', in dessen Mittelsatz 'Mother of the Man', das sich wiederum auf Busonis 'Berceuse élégiaque' bezieht, eine säuselnde E-Gitarre zu hören ist. Hierbei handelt es sich übrigens um den einzigen wirklich langsamen Satz auf der SACD. Mir persönlich war in beiden Werken der formale Verlauf etwas zu vorhersehbar, da es im Grunde stets nur von einem furiosen Steigerungsverlauf zum nächsten geht. Allerdings sollte man sich bei Minimal Music darüber nicht beschweren. Es ist ein bisschen wie beim 'Tatort', der ebenfalls Geschmacksache ist: Hat man ihn einmal gesehen, weiß man beim nächsten Mal genau, was wann passiert.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Adams, John: Naive and Sentimental Music/Absolute Jest: Doric String Quartet, Royal Scottish National Orchestra, Peter Oundjian

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Chandos
1
04.05.2018
EAN:

095115519929


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Adams, John


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Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


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