> > > Handel's Last Prima Donna: Giulia Frasi in London: Arien von Händel, Ciampi, Arne und Smith
Sonntag, 21. April 2019

Handel's Last Prima Donna: Giulia Frasi in London - Arien von Händel, Ciampi, Arne und Smith

Wahrhaftigkeit und Tiefe


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Rundum beglückende Interpretationen bietet die junge Sopranistin Ruby Hughes mit Repertoire aus dem London der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Eine spannende Programmzusammenstellung zeichnet das Schaffensspektrum einer Sängerin nach, die im London des 18. Jahrhunderts gut bekannt war, die aber heute in der Bekanntheit weit hinter andere hat zurücktreten müssen. Giulia Frasi, deren Schaffenszeitraum in die Jahre 1740-1774 fällt (genaue Lebensdaten sind nicht bekannt), erhielt ihre Ausbildung mutmaßlich in Mailand, war dann vor allem in Norditalien tätig, ehe sie seit 1742 in London nachgewiesen ist. Sie war, das erläutert das Booklet ausführlich, weit mehr als Händels letzte Primadonna für die späten Oratorien, gleichzeitig verfolgte sie eine erfolgreiche Opernkarriere, und ihre Zweisprachigkeit war für Händel von besonderem Interesse. Nach einem ersten Erscheinen als Händel-Sängerin in der Wiederaufnahme von 'Judas Maccabaeus' 1748 hob sie die Sopranpartien in 'Susanna', 'Solomon', 'Theodora', 'The Choice of Hercules' und 'Jephtha' aus der Taufe; darüber hinaus sind auf der vorliegenden, aufnahmetechnisch hervorragenden SACD (Chandos) aber auch Werke anderer Meister zu hören: Wer kennt heute noch Vincenzo Ciampis 'Adriano in Siria' oder 'Il trionfo di Camilla', Philip Hayes‘ 'Telemachus', John Christopher Smiths 'Paradise Lost' oder 'Rebecca', Augustine Arnes 'Alfred' oder 'Artaxerses' (Letztere gehören noch zu den ‚bekannteren Unbekannten‘)? Dies ist Musik durchaus eigenen Charakters, die das Wissen um die Londoner Musikszene der Zeit bis 1769 in erfreulicher Weise bereichert (es sei ergänzt, dass es hier noch viel zu erkunden gäbe – Händelianer, schaut Euch mal etwas breiter um!).

Die junge Engländerin Ruby Hughes macht die vorliegende Einspielung, zusammen mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Laurence Cummings, zu einer einzigen Freude. Essenziell eine lyrische Koloratursopranistin, kann Hughes auch dramatischere Kräfte mobilisieren, die zusammen mit jugendlicher Frische einen unverwechselbaren Klangcharakter bewirken. Dass sie in dieser Art Repertoire zu Hause ist, ist jeden Moment unmittelbar spürbar und verleiht ihren Darbietungen eine natürliche Wahrhaftigkeit, die den einzelnen porträtierten Figuren besondere Tiefe verleiht. Das Orchester, manchmal auch mit konzertanten Soli, leistet wieder einmal Hervorragendes. Cummings lässt der Musik Zeit sich zu entwickeln, treibt aber wo erforderlich auch genügend an, ohne zu übertreiben. In klanglicher Hinsicht und mit Blick auf das Booklet handelt es sich gleichfalls um eine rundum gelungene Leistung – eindeutig eine Empfehlung wert.



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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Handel's Last Prima Donna: Giulia Frasi in London: Arien von Händel, Ciampi, Arne und Smith

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Chandos
1
02.03.2018
EAN:

095115040324


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Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


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