> > > Haydn, Joseph: Streichquartette Op. 20 Nr. 4-6
Sonntag, 21. April 2019

Haydn, Joseph - Streichquartette Op. 20 Nr. 4-6

Sonniger Haydn


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mit dem Chiaroscuro Quartett erklingt Haydn ganz ohne Patina.

Anders als bei den Gattungen Sinfonie oder Konzert findet die historisch informierte Aufführungspraxis im Streichquartett bislang noch keine flächendeckende Verbreitung. So bilden die Aufnahmen des 2005 gegründeten, auf Darmsaiten und historischen Instrumenten spielenden Chiaroscuro Quartetts eine angenehme Abwechslung, die zudem zeigen, wie anders auch ein Streichquartett klingen kann, wenn die Klangästhetik eine andere ist. Unter der Führung der auch solistisch tätigen Alina Ibragimova widmet sich das international besetzte Chiaroscuro Quartett auf dieser hybriden SACD den Haydn-Quartetten op. 20 Nr. 4 bis 6, die den Beinamen 'Sonnenquartette' tragen (die ersten drei Quartette wurden übrigens ebenfalls von ihnen eingespielt).

Aus dem Sendesaal Bremen klingen diese drei Opera jedoch so ‚südlich‘, dass sie ihre Herkunft aus Eisenstadt kaum verleugnen können. Dank der gewandten musikalischen Gestik und luftigen Vitalität, mit der hier agiert wird, scheint plötzlich die zeitliche Nachbarschaft zum Barock auf. Mitunter meint man fast, sich zu Vivaldi verirrt zu haben. Hört man aber genauer hin, ist es doch ganz Haydn. Wunderbar einfühlsam gelingen im Kopfsatz des f-Moll-Quartetts auch der Lamento-Tonfall sowie die beiden Schlussfugen in Nr. 5 und 6. Das plastische Klangbild rundet den Gesamteindruck ab.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Haydn, Joseph: Streichquartette Op. 20 Nr. 4-6

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
BIS Records
1
07.06.2017
EAN:
7318599921686

Cover vergössern

BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag BIS Records:

  • Zur Kritik... Konzentration und Anspruch: Miklós Spányi begibt sich wieder in spannende Randbereiche des Repertoires und sagt Neues zu Carl Philipp Emanuel Bach. Weiter...
    (Michael Pitz-Grewenig, )
  • Zur Kritik... Überbordend expressiv: Zwei unbekannte, aber lohnende Klavierquartette aus der Zeit des Ersten Weltkriegs erklingen auf dieser Einspielung in wuchtigen Interpretationen. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
  • Zur Kritik... Galanterien statt Sturm und Drang: Ganz dem Zeitgeschmack um 1780 entspricht Carl Philipp Emanuel Bachs dritte Sammlung für Kenner und Liebhaber. Miklos Spanyi spielt sie in der 33. Folge seiner Gesamtaufnahme der Tastenmusik des Bach-Sohns ganz entspannt auf einem Tangentenflügel. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
blättern

Alle Kritiken von BIS Records...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Aron Sayed:

  • Zur Kritik... Neue Fantasien: Ein neues Album mit Klavierbearbeitungen aus der Computerspiel-Reihe 'Final Fantasy' von Benyamin Nuss setzt neue Reize und birgt alte Probleme. Weiter...
    (Dr. Aron Sayed, )
  • Zur Kritik... Sinfonischer 'Schwanensee': Vladimir Jurowski mit einer Neueinspielung von 'Schwanensee', die alles richtig macht. Weiter...
    (Dr. Aron Sayed, )
  • Zur Kritik... Wolkig, wuchtig, weich: Ein Widor-Zyklus für die Ewigkeit: Christian Schmitt an der Cavaillé-Coll-Orgel St. Ouen. Weiter...
    (Dr. Aron Sayed, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Aron Sayed...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Verdienstvoll: Dieser dritte Teil der interessanten Reihe mit Passionskantaten von Christoph Graupner erfreut: Dessen kompositorische Stimme immer weiter zu stärken, so wie Florian Heyerick das mit seinem Ensemble Ex Tempore tut, ist höchst verdienstvoll. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Wenig Emotion, Glanz und editorische Sorgfalt: Die um 1700 erstmals publizierte, in ihrem Umfang übersichtliche Cembalo-Musik dieser beiden Organisten, die am Hofe des Sonnenkönigs Louis XIV tätig waren, ist bereits in exzellenten Aufnahmen präsent, mit denen Yago Mahugo kaum konkurrieren kann. Weiter...
    (Dr. Hartmut Hein, )
  • Zur Kritik... Große Erzählung: Ralf Otto macht diese Produktion zu einem echten Erlebnis, zwischen theologischem Diskurs und Trauerspiel. Eine unbedingt hörenswerte, in ihrer textverständlichen Natürlichkeit eindrückliche Matthäus-Passion. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (4/2019) herunterladen (1559 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Franz Schubert: Fantasie C-Dur op.15, Wanderer D. 760 - Allegro con fuoco, ma non troppo

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich