> > > Laks, Szymon: Streichquartette Nr. 3-5
Donnerstag, 4. Juni 2020

Laks, Szymon - Streichquartette Nr. 3-5

Pioniere erfüllen höchste Ansprüche


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das polnische Streichquartett Messages versteht seinen Namen als Programm und macht sich zum Anwalt der zu Unrecht Vergessenen – dazu zählt Szymon Laks.

Der aus Warschau stammende polnische Komponist, Geiger und Schriftsteller Szymon Laks (1901–1983) studierte bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges in Wien und Paris Komposition und Orchesterleitung. 1941 wurde er in Paris verhaftet, die Jahre von 1942 bis zum Kriegsende verbrachte er in Auschwitz Birkenau. Dass er überlebte, verdankt er seiner Funktion als Leiter des Lagerorchesters. 1945 wurde Paris zu seiner Wahlheimat, die Vergangenheitsbewältigung als Schriftsteller zu seiner eigentlichen Tätigkeit. Zahlreiche seiner Werke aus der Vorkriegszeit sind verschollen. Es entstanden nur noch gelegentlich neue Werke. Dazu zählen die Streichquartette Nr. 3 bis 5.

Schon während seiner Studienzeit bekannte sich Laks zum Neoklassizismus. Der Komponist und Landsmann Alexandre Tansman war für ihn Freund und Vorbild. Davon rückte er auch nach dem Krieg nicht ab. Das 1945 komponierte Streichquartett Nr. 3 überschrieb er mit dem programmatischen Titel 'On Polish Folk Themes'. Das Messages Streichquartett agiert im Grundtenor überraschend spritzig-leicht, formt die den vier Sätzen immanente Melancholie nicht minder inniglich-intensiv, ohne zu verschleppen, und spielt die folkloristischen Tanzpassen mitreißend spielvergnügt. Im 4. Streichquartett (1962) experimentierte Laks in drei Sätzen mit Elementen des Blues, der Salonmusik und des Jazz. Streichquartett Nr. 5 (1963) erinnert an den Kompositionsstil von Schostakowitsch. Die Interpretationen der vier Musikerinnen gelingen in jedem Moment exzellent, mitreißend und ausdrucksreich musikalisch.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Laks, Szymon: Streichquartette Nr. 3-5

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
DUX
1
26.06.2017
Medium:
EAN:
CD
5902547012865

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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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