> > > Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke
Montag, 20. Mai 2019

Penard, Olivier - Chroniques und andere Kammermusikwerke

Postmodern


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Keine weltbewegend neue Sichten auf Musik, aber ehrliche und engagierte Interpretationen.

Den Stil des 1974 geborenen Franzosen Olivier Penard darf man anhand der hier vorliegenden vier Werke wohl als vornehmlich postmodern-eklektisch bezeichnen. Da ist viel Pointillismus, Minimalismus, stark erweiterte Tonalität, ein Touch Jazz. Eine formelle Kompositionsausbildung hat er nicht durchlaufen, und so mangelt es seinen Kompositionen gelegentlich an formaler Dichte – so apart die einzelnen Sätze der sieben 'Chroniques' op. 30 für Klavier, des 'Polyptique dit ‚du diamant‘' op. 28 für Streichquartett, 'Charade' op. 29 (über ein Thema von Henri Dutilleux) für Cello und Akkordeon sowie 'Artefact' op. 11 für Klarinette, Violine, Cello und Klavier sein mögen.

In den Pianisten Dana Ciocarlie und Jonas Vitaud, dem Akkordeonisten Philippe Bourlois, dem Klarinettisten Jean-Marc Fessard und dem Quatuor Debussy hat er Interpreten zur Hand, die sich für die Musik gehörig ins Zeug legen und auch etwaige Schwächen zu überspielen versuchen. Am originellsten ist fraglos 'Charade' mit aparten Klangkombinationen, auch wenn auch hier Penards Traditionsgebundenheit und auch seine Nähe zur französischen populären Musik ausgesprochen stark sind. Wem es nicht immer um die Neuerfindung des Rades geht, wer nicht immer Tiefgründigstes erwartet, der kann an Penards Klavier- und Kammermusik seine Freude haben.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
DUX
1
01.04.2016
EAN:
5902547011127

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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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