> > > Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke
Freitag, 19. Juli 2019

Penard, Olivier - Chroniques und andere Kammermusikwerke

Postmodern


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Keine weltbewegend neue Sichten auf Musik, aber ehrliche und engagierte Interpretationen.

Den Stil des 1974 geborenen Franzosen Olivier Penard darf man anhand der hier vorliegenden vier Werke wohl als vornehmlich postmodern-eklektisch bezeichnen. Da ist viel Pointillismus, Minimalismus, stark erweiterte Tonalität, ein Touch Jazz. Eine formelle Kompositionsausbildung hat er nicht durchlaufen, und so mangelt es seinen Kompositionen gelegentlich an formaler Dichte – so apart die einzelnen Sätze der sieben 'Chroniques' op. 30 für Klavier, des 'Polyptique dit ‚du diamant‘' op. 28 für Streichquartett, 'Charade' op. 29 (über ein Thema von Henri Dutilleux) für Cello und Akkordeon sowie 'Artefact' op. 11 für Klarinette, Violine, Cello und Klavier sein mögen.

In den Pianisten Dana Ciocarlie und Jonas Vitaud, dem Akkordeonisten Philippe Bourlois, dem Klarinettisten Jean-Marc Fessard und dem Quatuor Debussy hat er Interpreten zur Hand, die sich für die Musik gehörig ins Zeug legen und auch etwaige Schwächen zu überspielen versuchen. Am originellsten ist fraglos 'Charade' mit aparten Klangkombinationen, auch wenn auch hier Penards Traditionsgebundenheit und auch seine Nähe zur französischen populären Musik ausgesprochen stark sind. Wem es nicht immer um die Neuerfindung des Rades geht, wer nicht immer Tiefgründigstes erwartet, der kann an Penards Klavier- und Kammermusik seine Freude haben.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Penard, Olivier: Chroniques und andere Kammermusikwerke

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
DUX
1
01.04.2016
Medium:
EAN:
CD
5902547011127

Cover vergössern

DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...
Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag DUX:

blättern

Alle Kritiken von DUX...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Les Rarissimes de Gina Bachauer: Die griechische Pianistin Gina Bachauer hätte eine vertiefte diskografische Erkundung verdient. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Hier strahlt nur eine: Martha Argerich zeigt Seiji Ozawa in diesen Beethoven-Interpretationen, wo es hingehen könnte. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Abschied von Wien: Diese überzeugende Einspielung von Werken Karl Weigls zeigt den österreichischen Komponisten vor der Emigration. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Appetitanreger: Ivan Repusic und das Münchner Rundfunkorchester gratulieren Franz von Suppé mit einem Ouvertüren-Bouquet zum 200. Geburtstag. Weiter...
    (Karin Coper, )
  • Zur Kritik... Inspiriert: Das United Continuo Ensemble befreit Johann Erasmus Kindermann gemeinsam mit Ina Siedlaczek und Jan Kobow aus seinem Schicksal einer bloß historischen oder papierenen Größe: inspirierte Musik, köstlich gesungen und gespielt. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Musik aus Andalusien: Das Orquestra Baroca Sevilla bringt eine CD mit Trauermusik aus dem Andalusien des 18. Jahrhunderts heraus. Weiter...
    (Anneke Link, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/2019) herunterladen (2731 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Georg Druschetzky: Quartet in G minor - Allegro

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich