> > > Ospald, Klaus: Aus dem Leopardi-Zyklus
Montag, 20. Mai 2019

Ospald, Klaus - Aus dem Leopardi-Zyklus

Westfälische Italien-Rezeption


Label/Verlag: WERGO
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Italienische Lyrik des 19. Jahrhunderts einmal anders: Klaus Ospalds Zyklus 'La ginestra o il fiore del deserto' überzeugt mit kraftvollen Klangbildern.

Sechs Kompositionen umfasst der Zyklus 'La ginestra o il fiore del deserto' (2005–12) des aus Münster stammenden Klaus Ospald nach Giacomo Leopardi, von denen drei hier vorliegen; Leopardis realistisch-existenziell verzweifelnde Lyrik war für ihn literarischer wie emotionaler Ausgangspunkt. Ospalds Musik verknüpft analoge nicht-tonale (auch mikrotonale) und elektronische Klanganteile und erschafft kraftvolle Klangbilder, die vor allem durch Stimmung und Farbe wirken (die Verständlichkeit des gesungenen Textes steht in 'Sopra un basso rilievo antico sepocrale' nicht an erster Stelle).

Die mitwirkenden Klangkörper – in 'Così, dell‘uomo ignara' das Collegium novum Zürich unter Peter Hirsch und das Experimentalstudio des SWR, in 'Sovente in queste rive' das WDR Sinfonieorchester unter Rupert Huber und in 'Sopra un basso rilievo antico sepocrale' der WDR Rundfunkchor, Hans Nickel (Basstuba) sowie das Schlagquartett Köln unter Rupert Huber und das Experimentalstudio des SWR erweisen sich rundum als Spezialisten für die vorgestellten Werke, alle Feinheiten der Kompositionen ebenso erkundend wie ihre emotionalen Höhen, Tiefen und Untiefen. Und einmal mehr erweisen sich die Tonmeister des WDR Köln als Meister ihres Fachs.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Ospald, Klaus: Aus dem Leopardi-Zyklus

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
WERGO
1
09.10.2015
73:15
EAN:
BestellNr.:
4010228676723
WER 67672

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WERGO

Als 1962 die erste Veröffentlichung des Labels WERGO erschien - Schönbergs "Pierrot lunaire" mit der Domaine musicale unter Pierre Boulez -, war dies ein Wagnis, dessen Ausgang nicht abzusehen war. Werner Goldschmidt, ein Kunsthistoriker, Sammler und Enthusiast im besten Sinne, war es, der - gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Helmut Kirchmayer - den Grundstein zu dem Label legte, das seit inzwischen 50 Jahren zu den führenden Labels mit Musik unserer Zeit zählt.
Noch immer hält WERGO am Anspruch, unter den Goldschmidt seine "studioreihe neue musik" gestellt hatte, fest: die hörende wie lesende Beschäftigung mit der neuen Musik anzuregen und in Produktionen herausragender InterpretInnen und von FachautorInnen verfassten ausführlichen Werkkommentaren zu dokumentieren.
Auf mehr als 30 Schallplatten kam die Reihe mit roter und schwarzer Schrift auf weißem Cover, dann wurde die Unternehmung zu groß für einen Einzelnen. Seit 1967 engagierte sich der Musikverlag Schott zunehmend für das Label, 1970 schließlich nahm Schott das Label ganz in seine Obhut. Seither wurden mehr als 600 Produktionen veröffentlicht, die ungezählte Preise erhalten haben und ein bedeutendes Archiv der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts darstellen.
Kaum einer der arrivierten zeitgenössischen Komponisten fehlt im Katalog. Ergänzt wird dieser Katalog seit 1986 durch die inzwischen auf über 80 Porträt-CDs angewachsene "Edition Zeitgenössische Musik" des Deutschen Musikrats, die mit Werken junger deutscher KomponistInnen bekannt macht. Neben dieser Zusammenarbeit bestehen Kooperationen mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ("Edition ZKM") und dem Studio für Akustische Kunst des Westdeutschen Rundfunks ("Ars Acustica"). Im Bereich "Weltmusik" kooperiert WERGO eng mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt und der Abteilung Musik des Ethnologischen Museums Berlin. Die "Jewish Music Series" stellt die vielfältigen Musiktraditionen der jüdischen Bevölkerungen der Kontinente in ihrer ganzen Bandbreite vor. Zahlreiche Veröffentlichungen mit Computermusik sind in der Reihe "Digital Music Digital" erschienen. Neue Editionen wie die legendäre "Contemporary Sound Series" des Komponisten Earle Brown oder die des Ensembles musikFabrik kamen in den vergangenen Jahren hinzu.
Die Diversifizierung, die das Programm von WERGO seit seiner Gründung erfahren hat, ist der Weitung des zeitgenössischen musikalischen Bewusstseins ebenso geschuldet wie sie zu dieser stets beitrug - eine Aufgabe, der sich WERGO auch in Zukunft verpflichtet fühlt.


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