> > > Duette für Flöte und Cello: Werke von Mozart, Suzuki, Bach u.a.
Sonntag, 21. Juli 2019

Duette für Flöte und Cello - Werke von Mozart, Suzuki, Bach u.a.

Ausgezeichnetes Zusammenspiel


Label/Verlag: Genuin
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der Titel der vorliegenden CD ist etwas irreführend, handelt es sich bei den eingespielten Werken doch nicht um originale Duette für Flöte und Cello. Die musikalische Umsetzung der Stücke ist allerdings vortrefflich.

Etwas irreführend ist der Titel der vorliegenden CD ‚Duets for Flute an Cello‘, denn eigentlich handelt es sich hier um eine Zusammenstellung von Solowerken für Flöte bzw. Cello, die von Arrangements von Werken Mozarts und Bozzas eingerahmt und außerdem verbunden werden mit Johann Sebastian Bachs Flötensonate in e-Moll BWV 1034, wobei der Basso continuo hier lediglich vom Cello übernommen wird.

Auch wenn die Zusammenstellung der Werke dem Titel kaum gerecht werden kann, ist sie abwechslungsreich und spannend. Und das Wichtigste: Die Kompositionen werden in höchster musikalischer Qualität von der Flötistin Atsuko Koga und dem Cellisten Georgiy Lomakov dargeboten. Die Bearbeitung der Sonatine (original für Flöte und Fagott) von Eugène Bozza sorgt für ein bewegendes Hörerlebnis aufgrund der subtilen Klangkombinationen und der einfühlsamen Interpretation. Fragwürdiger ist dagegen die Bearbeitung von Mozarts Streichduett Nr. 2 B-Dur KV 424. Auch hier ist die Interpretation feinsinnig, kultiviert und differenziert. Allerdings vermag sich kaum zu erschließen, welchen Zweck diese Bearbeitung erfüllt. Das Duett musste aufgrund der Stimmlage der Flöte in eine andere Tonart gesetzt werden und vor allem der Melodieverlauf der ursprünglichen Violinstimme eignet sich bei den zahlreichen Intervallsprüngen nur sehr bedingt für die Flöte.

Zu den unbekannteren Werken der Flötenliteratur zählt Fuminori Tanadas 'F' für Flöte solo, das in der Interpretation Kogas überzeugt. Die hervorragende klanglich-technische Beherrschung der Solistin kommt in dem heraufordernden knapp neunminütigen Werk zu voller Geltung. Auch Rika Suzukis 'Là où souffle le vent' dürfte bislang unbekannt sein: Bei vorliegender Aufnahme handelt es sich um die Weltersteinspielung. Die Komposition erinnert an Isang Yuns 'Salomo', ebenfalls für Soloflöte. Das Kreisen um einen oder wenige Töne, die starken dynamischen Kontraste und der virtuosere Mittelteil weisen allerdings frappierend viele Ähnlichkeiten mit Yuns nur halb so langer Komposition auf; man darf fragen, wie eigenständig das Werk ist. Die gute klangliche Kontrolle und Präsenz der Flötistin trägt entscheidend zur eindringlichen Wirkung des Werkes bei.

Eine weitere Besonderheit dieser CD ist die Einspielung von Bachs e-Moll-Flötensonate nur mit Begleitung des Cellos. Der reizvolle Klang der Instrumentenkombination sorgt für ein spannendes und neuartiges Hörerlebnis dieser Aufnahme. Die Interpretation lässt kaum musikalische Wünsche offen, das Zusammenspiel ist durchdacht; allerdings weisen die teils etwas nachlässigen Phrasierungen insbesondere in der Flöte Schwächen auf.

Eine schöne Ergänzung der Veröffentlichung ist Hindemiths Cellosonate op. 25, Nr. 3. Etwas fragwürdig ist die pauschale Beschreibung der Sonate mit dem Ausdruck ‚deftige Klangsprache‘ im Booklettext, der von Koga selbst verfasst wurde. Das spieltechnische Können und musikalische Feingefühl Lomakovs ist herausragend und verdient höchstes Lob. Mit einer bemerkenswerten interpretatorischen Sicherheit erzielt der Cellist hier eine beeindruckende Umsetzung.

Marion  Beyer Kurzkritik von Marion Beyer,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Duette für Flöte und Cello: Werke von Mozart, Suzuki, Bach u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Genuin
1
06.03.2015
Medium:
EAN:

CD
4260036253481


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Genuin

Im Jahr 2002 standen die jungen Tonmeister von GENUIN vor einer wichtigen Entscheidung: Sollte man sich weiterhin lediglich auf das Aufnehmen und Produzieren konzentrieren, oder auf die zahlreichen Nachfragen und positiven Rückmeldungen von Musikern und Fachzeitschriften eingehen und ein eigenes Label ins Leben rufen? In einer Zeit, in der praktisch alle großen Klassik-Label ihre Produktion eingestellt oder zumindest stark gedrosselt hatten, fiel die Entscheidung nicht leicht – aber sie fiel einstimmig aus: zugunsten einer offiziellen Vertriebsplattform für die GENUIN-Aufnahmen. Und der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen.

Das Label GENUIN hat sich in seinem zwölfjährigen Bestehen zu einem Geheimtipp unter Musikern und Musikliebhabern entwickelt. Schon vor dem Leipzig-Debüt im Oktober 2004, einem Antrittskonzert im Robert-Schumann-Haus mit Paul Badura-Skoda, wurden die CDs in den deutschlandweiten Vertrieb gebracht und von Fachpresse und Musikerwelt hochgelobt. Inzwischen werden GENUIN-CDs in den meisten Ländern Europas sowie in Japan, Süd-Korea, Hongkong und den USA vertrieben.

Das Erfolgsrezept von GENUIN: Die gesamte Produktion, also die Beratung der Künstler bei Aufnahmeraum und Repertoire, die Vorbereitung und Durchführung der Aufnahme selbst, der Schnitt mit allen notwendigen Korrekturen, generelle Entscheidungen beim Cover- und Bookletentwurf bis hin zur fertigen Veröffentlichung liegen in der Hand der Tonmeister. Nur so haben die Musiker den größtmöglichen Entfaltungsspielraum bei der Einspielung und Gestaltung ihrer CDs. Und gleichzeitig kann bis zuletzt eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert werden.

GENUIN bietet auch abseits ausgetretener Pfade etablierten Künstlern genauso wie der Nachwuchsgeneration die Möglichkeit, Musik nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das macht sich positiv bemerkbar für die Hörer der mittlerweile mehr als 300 GENUIN-CDs mit Interpreten wie Paul Badura-Skoda, Nicolas Altstaedt oder der Dresdner Philharmonie.


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