> > > Tom Daun spielt: Werke von Downland, Weiss, Bach u.a.
Dienstag, 23. Juli 2019

Tom Daun spielt - Werke von Downland, Weiss, Bach u.a.

Zierlich und scharpff


Label/Verlag: Raumklang
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Losgelöst von den spieltechnischen Problemen der Laute, kann sich Tom Daun mit seiner Harfe ganz auf Klangschönheit und Ausdruck konzentrieren.

Mit ihrem ‚edel und herrlich Gesang‘ und ihrer Fähigkeit, sowohl ‚zierlich‘ als auch ‚scharpff‘ zu klingen, gehörte die Harfe zu den beliebtesten Instrumenten der Renaissance und des Barock. Leider zeugen heute nur noch wenige spanische Sammlungen sowie ein bedeutendes walisisches Manuskript von der Musik, die man in diesen Epochen auf der Harfe spielte. Heutige Musiker müssen also auf Kompositionen für andere Instrumente ausweichen, wenn sie sich nicht auf die immergleichen Werke beschränken wollen. Mit seinem Album ‚Dowland’s Delight‘ geht Tom Daun von der improvisatorischen Tradition der Harfe aus und überträgt Kompositionen für Laute auf sein Instrument – ganz so, wie Musiker in Renaissance und Barock spontan Musik für ihr jeweiliges Instrument ‚einrichteten‘.

Gipfelwerke der Lautenliteratur

Auf einer kleinen ‚Gotischen Harfe’, die auf diatonische Musik beschränkt ist und durch sogenannte ‚Schnarrhaken’ einen perkussiven, metallischen Klang hat (Instrument von André Schubert), spielt der ausgebildete Gitarrist, der sich aus Interesse an Folkmusik in das Studium der Harfe vertiefte, sechs Tanzmelodien von Hans Judenkünig, Stefan Craus sowie Melchior und Hans Neusiedler. Alle weiteren Werke interpretiert er auf einer Arpa doppia, die von Rainer M. Thurau nach dem Vorbild einer norditalienschen Harfe des 17. Jahrhunderts gebaut wurde. Diese zweireihigen, chromatischen Instrumente waren in verschiedenen Größen und Formen in Spanien, Flandern, Deutschland und England beliebt. Auf dieser Arpa doppia Instrument spielt Daun mit Werken von Silvius Leopold Weiss und Johann Sebastian Bach Gipfelwerke der Lautenliteratur und zeigt, dass die Barockharfe auch hochvirtuosen Lautenkompositionen wie der Fantasie und Fuge in d-Moll (Weiss) oder der anspruchsvollen Harmonik der Sarabande von Bach gerecht wird.

Längst vergangene Epoche

Den größten Raum auf der CD nehmen jedoch Lautenwerke von John Dowland ein. Bei bekannten Stücke wie 'Lacrimae', 'Tarleton’s Risserectione' und das von Dowland wohl bewusst auf das Klischee des stets melancholischen Künstlers hin komponierte 'Semper Dowland Semper dolens' kann sich Daun, losgelöst von den spieltechnischen Problemen der Laute, ganz auf Klangschönheit und Ausdruck konzentrieren. Mit großer Virtuosität und plastischer Klangsprache findet er für jedes Stück den passenden Ton – egal ob bei beschwingten Tanzstücken des 16. Jahrhunderts, der Virtuosität barocker Fugen oder im melancholischen Klangkosmos von Dowland. Dauns Album erscheint parallel zu dem Notenheft ‚Dowland’s Delight – Lautenmusik von John Dowland bearbeitet für diatonische Harfe’ und entführt in eine längst vergangene Epoche der europäischen Musik.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tom Daun spielt: Werke von Downland, Weiss, Bach u.a.

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Raumklang
1
17.09.2010
Medium:
EAN:

CD
4018767030068


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Raumklang

Das Label RAUMKLANG wurde 1993 von Sebastian Pank in Leipzig gegründet. Nach wie vor steht der Name Raumklang für ein authentisches Klangerlebnis. Die Aufnahmen entstehen überwiegend mit nur einem Stereo-Kugelflächen-Mikrophon (One-Point-Recording).
Den Schwerpunkt aller RAUMKLANG-Veröffentlichungen bildet die Alte Musik. In jüngster Zeit ergänzt neben experimenteller/zeitgenössischer Musik eine Reihe mit Weltmusik das RAUMKLANG-Programm. Für seine aufwendig produzierten und anspruchsvoll gestalteten CDs mit ausführlichem Begleitheft erhielt RAUMKLANG bereits zahlreiche begehrte Auszeichnungen, darunter "Grand Prix de l'Académie Charles Cros" und den "Diapason 5".
Seit 1998 liegt der Hauptsitz des Labels auf Schloss Goseck in Sachsen Anhalt, auf dem sich in den letzten Jahren das "Europäsiche Musik- und Kulturzentrum" sowie ein Zentrum für Archäologie (7000 Jahre altes Sonnenobservatorium) etabliert haben. Nicht zuletzt aus dieser Verknüpfung ergeben sich zahlreiche Kontakte zu renommierten Künstlern der Alten Musik im In- und Ausland.
Seit 2003 veröffentlicht RAUMKLANG verschiedene Editionen. Jede Edition wird von einem anderen Produzenten herausgegeben und erweitert damit die Vielfalt des Labelrepertoires. So erscheint neben edition raumklang von Sebastian Pank (Schloss Goseck) die marc aurel edition in Köln, gegründet von Aurelius Donath. Aus der Zusammenarbeit mit der berühmten Schola Cantorum Basiliensis (SCB) in Basel hat sich die schola cantorum basiliensis edition ergeben. In dieser Reihe stellt der Produzent Thomas Drescher (stellv. Direktor der SCB) viel versprechende Absolventen aus Basel vor. 2005 entstand aus den engen Kontakten zur Musikstadt Leipzig eine weitere neue Edition: Unter dem Namen edition apollon veröffentlicht nun das international bekannte Vokalesemble "amarcord" seine CDs.


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