> > > Telemann, Georg Philipp: Veni sancte spiritus
Freitag, 20. April 2018

Telemann, Georg Philipp - Veni sancte spiritus

75 und kein bisschen leise


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Glückliche Fügung: Zu Hermann Max' 75. Geburtstag kommt eine brillante Einspielung mit Festkantaten aus der Feder von Telemann und C.P.E. Bach heraus.

2016 konnte Hermann Max, Gründungsdirektor der Rheinischen Kantorei und des Ensembles Das Kleine Konzert, seinen 75. Geburtstag feiern. Dass mit der ‚Jubiläums-CD‘ Festkantaten vorgelegt werden, hat aber einen ganz anderen Grund, nämlich die Magdeburger Telemann-Festtage 2014, in deren Rahmen die vorliegende Scheibe entstand. Ein spannendes Programm war zusammengestellt: zwei größere Festkantaten (‚Kirchenmusiken‘) Telemanns aus den Jahren 1760 und 1762 flankierten zwei kürzere Sätze aus der Zeit um 1756 sowie dem Jahr 1760, und im Zentrum stand die ‚Kirchenmusik‘ auf Ostern 1756 von Carl Philipp Emanuel Bach, Patenkind und Amtsnachfolger Telemanns in Hamburg (eine Komposition, die Telemann möglicherweise ebenfalls in Hamburg aufführte). Die zwei prachtvollen Vertonungen des 'Veni sancte spiritus' zeigen Telemanns Kunst der späten Jahre sozusagen unter der Lupe, in einem kurzen Zeitfenster von insgesamt deutlich unter zehn Minuten. Dass die Musik weitaus reichhaltiger erscheint, ist der großen Kunst aller Beteiligten zu danken – neben Chor und Orchester den Solisten Veronika Winter, Margot Oitzinger, Georg Poplutz und Matthias Vieweg, die im besten Sinne primes inter pares sind.

Die flankierenden ‚Kirchenmusiken‘ Telemanns ('Trauret, ihr Himmel' und 'Er neigte den Himmel') entstanden zu Ostern 1760 und Himmelfahrt 1762 – Kompositionen großen musikalischen Ernstes bei gleichzeitiger beachtlicher Prachtentfaltung. Dem steht Bachs 'Gott hat den Herren auferwecket' zu Ostern 1756 nicht im Geringsten nach, auch wenn Bach naturgemäß bereits den neueren stilistischen Entwicklungen näher steht. Bei Bach sind dem Sopran und dem Bass prominentere Aufgaben übertragen, während bei Telemann auch die Altistin und der Tenor mit beachtlichen Solonummern betraut sind. Gerade in der Mischung und der ‚Interaktion‘ untereinander überzeugen die drei Kantaten in hohem Maße, und gerade in der Interpretation durch die Rheinische Kantorei (die 2017 ihr vierzigjähriges Jubiläum feiern kann) wird der spirituelle Aspekt der Musik auf das Glücklichste herausgearbeitet. Von Max und seinen Kräften ist man das Perfekte fast gewohnt – und auch hier erleben wir maßstäbliche Interpretationen von wichtigem Repertoire, in einer in allen Aspekten überzeugenden Darbietung, musikalisch wie aufnahmetechnisch, mit einem Booklet, das auch höchsten Ansprüchen entspricht.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:






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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Telemann, Georg Philipp: Veni sancte spiritus

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
EAN:

761203794621


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Telemann, Georg Philipp


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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