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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Rose, David - Holiday for strings

Musikalische Muntermacher


Label/Verlag: Guild
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Es sind diese subtilen Einsprengsel von herausragender Konzertmusik des 20. Jahrhunderts, die die Edition dieser 'Light Music’-Reihe so bedeutend macht.

Ungebrochen ist die Lust der Plattenfirma ‘Guild’ an der Edierung ihrer Serie ‚The Golden Age of Light Music’. Schon über 20 Scheiben dokumentieren eine Ausnahme-Sparte in der schier unüberschaubar gewordenen Masse von CD-Veröffentlichungen. Ob ‚Light Music’, ‚Easy Listening’ oder ‚Concert Music’, welchen Oberbegriff auch immer man für diese Art von Musik finden möchte – völlig gerecht wird ihr keiner davon. Sagen wir mal so: es sind gleichsam musikalische Muntermacher, nicht nur im Sinne des leicht Anhörbaren, sondern auch im Sinne einer Sinnesschärfung auf rundherum gut gemachte und herausragend interpretierte Musik aus vergangenen Tagen, hier aus den Jahren zwischen 1930 und 1955 in Aufnahmen von Charles Williams, Arthur Fiedler, Robert Farnon oder Nelson Riddle, um nur ein paar zu nennen. Einiges, nicht vieles, hat auch den Weg in unsere Rundfunkanstalten gefunden, wie zum Beispiel David Rose’s ‚Holiday for Strings’ oder Albert Ketèlbeys ‚In A Persian Market’. Doch auch sie klingen schon lange nicht mehr aus dem Äther. Umso erfreulicher, dass ‚Guild’ nun erneut nach- und auflegt und die Schätze der leichten Muse ans Tageslicht bringt.

Die bunte Mischung mit Schmankerln von Leroy Anderson, Robert Farnon, Noel Coward, George Melanchrino, Bernie Wayne oder Irving Berlin, die man sich munteren Gemüts für ‚nebenher’ in den CD-Spieler legt, darf über einige Ausnahmestücke nicht hinwegtäuschen. Blitzen doch, wie immer in dieser Reihe von ‚Guild’, auch explizit gehaltvollere Stücke aus diesen Kompilationen heraus. Wie zum Beispiel Eric Coates’ ‚Four Centuries Suite’, die hier – leider, leider – nur mit dem ‚20th Century’ vertreten ist. Gerne hätte man sich die komplette Suite gewünscht. Eine schmissig interpretierte Decca-Aufnahme aus dem Jahr 1953 mit dem Komponisten selbst am Pult des New Symphony Orchestra. Oder aber Clive Richardsons ‚London Fantasia’ Sie beschreibt einen Tag der Metropole während eines Bombenangriffs (samt Sirenen signalisierenden glissandierenden Streichern), gleichsam in Form eines einsätzigen Klavierkonzerts (mit Richardsons selbst am Klavier in einer Aufnahme des Jahrs 1945). In verträumt-verklärenden Momenten taucht zu Beginn des Stücks der ‚Lavender Cry’ auf, jener Londoner Straßenruf, den Ralph Vaughan Williams 1911 notiert und selbst in seiner ‚London Symphony’ von 1913 zitiert. Es sind diese subtilen Einsprengsel von herausragender Konzertmusik des 20. Jahrhunderts, die die Edition dieser ‚Light Music’-Reihe so bedeutend macht. Nicht zuletzt auch aufgrund des großartigen Booklettextes mit discographischen Querverweisen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Erik Daumann Kritik von Erik Daumann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Rose, David: Holiday for strings

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Guild
1
21.03.2006
Medium:
EAN:

CD
795754512021


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Guild

Guild entstand in den frühen Achtzigerjahren auf Initiative des berühmten englischen Chorleiters Barry Rose, der den St Paul's Cathedral Choir in London leitete. Der Name hat nichts mit der nahe gelegenen Londoner Guild Hall zu tun, sondern kommt von Barry Roses erstem Chor, dem Guildford Cathedral Choir. Das frühere Logo (ein grosses G) entstand indem Barry Rose kurzerhand eine Teetasse umstülpte und mit einem Bleistift ihrem Rand bis zum Henkel entlang fuhr. Seit 2002 hat die Firma als Guild GmbH ihren Sitz in der Schweiz, in Ramsen bei Stein am Rhein.
Bei den Aufnahmen arbeiten wir mit Fachleuten zusammen, die für grosse internationale Firmen und unabhängige kleinere und grössere Labels tätig sind. Unsere Programmschwerpunkte sind Welt-Erstaufnahmen, vergessene Werke bekannter Meister, noch nicht entdeckte Komponisten und Schweizer Musiker sowie historische Aufnahmen, etwa die Toscanini Legacy und Mitschnitte der Metropolitan Opera New York.
Wir arbeiten intensiv mit der Zentralbibliothek in Zürich und mit der Allgemeinen Musikgesellschaft Zürich zusammen, produzieren CDs mit Chören wie dem Salisbury Cathedral Choir und den Chören der Cambridge und Oxford University - und als Steckenpferd pflegen wir die grossen englischen und amerikanischen Unterhaltungsorchester mit ihren Light-Music-Hits der Dreissiger- bis Fünfzigerjahre.


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