> > > Le Bourgeois Gentilhomme: Comédie-ballet de Molière et Lully
Samstag, 24. August 2019

Le Bourgeois Gentilhomme - Comédie-ballet de Molière et Lully

Commedia dell?Arte auf französisch


Label/Verlag: Alpha Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Orchester ?Le Poéme Harmonique? unter der Leitung von Vincent Dumestre musiziert sehr lebendig und natürlich auf Originalinstrumenten.

Diese Ballettkomödie war schon das elfte Stück dieser Art, das Molière und Lully im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig XIV im Oktober 1670 auf die Bühne brachten. Was den Inhalt betrifft, haben sich die Zeiten eigentlich bis heute nicht sonderlich gewandelt. Ein reicher Bürger versucht sich in höhere Gesellschaftskreise einzukaufen und erntet letztendlich von beiden Seiten nur Spott. Aufgenommen wurde die  vorliegende Produktion im November 2004 im Theater ‚Le Trianon’ in Paris. Gespielt wurde die Originalfassung, zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten. Ausgerichtet auf das Uraufführungsjahr 1670, sollte alles so authentisch wie möglich ablaufen, man verwendete sogar nur Kerzenlicht als Bühnenbeleuchtung. Auch die Kostüme und das Bühnenbild wurden ebenfalls an die Entstehungszeit angepasst. Selbst die damals  noch anders klingende Sprache wird von den Schauspielern gut interpretiert.

Das Orchester ‚Le Poéme Harmonique’ unter der Leitung von Vincent Dumestre musiziert sehr lebendig und natürlich auf Originalinstrumenten. Gespielt, getanzt und gesungen wird ebenfalls ganz im Stil der Entstehungszeit, falls dies überhaupt möglich ist. Die Aufführung zeigt brillante Commedia dell’Arte auf französisch. In der Rolle des Bürgers Monsieur Jourdain, grandios der Schauspieler Oliver Martin, Nicolas Vial spielt Madame Jourdain so echt, dass man nicht merkt, dass hier ein Mann als Frau agiert. Louise Moaty alias Töchterchen Jourdain großartig, ebenso alle weiteren Akteure, die nicht namentlich erwähnt werden können. Dem Regisseur Benjamin Lazar, der dies alles so gekonnt auf die Bühne gebracht hat, gebührt großes Lob, dasselbe gilt für die Choreografin Cécile Roussat.

Es wäre eine schöne Sache, wenn sich auch in Deutschland Menschen finden würden, die unsere Klassiker einmal ebenso authentisch auf die Bretter brächten, wie hier mit dem ‚Bürger als Edelmann’ geschehen. Es könnte spannend sein zu erleben wie die Aussagen der Werke im ‚alten Gewand’ auf das Publikum von heute wirken würden. In Paris jedenfalls ist das Wagnis gelungen, die Aufführung wurde begeistert gefeiert.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Midou Grossmann Kritik von Midou Grossmann,


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Le Bourgeois Gentilhomme: Comédie-ballet de Molière et Lully

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Alpha Classics
2
01.11.2005
Medium:
EAN:

DVD
3760014197000


Cover vergössern

Lully, Jean Baptiste


Cover vergössern

Dirigent(en):Dumestre, Vincent


Cover vergössern

Alpha Classics

"Haute-Couture-Label", "Orchidee im Brachland der Klassikbranche" oder schlicht "Wunder", das sind die Titel mit denen das französische Label ALPHA von der Fachpresse hierzulande bedacht wird. In der Tat ist die Erfolgsgeschichte des Labels ein kleines Wunder. Honoriert wurde hiermit die Pionierlust und Entdeckerfreude des Gründers Jean-Paul Combet und die außerordentliche Qualität seiner Künstler und Ensembles (z.B. Vincent Dumestre, Marco Beasley, Christina Pluhar u.v.a.), aber auch die auffallend schöne, geschmackvolle Präsentation der Serie "ut pictura musica" mit ihren inzwischen mehr als 200 Titeln. Das schwarze Front-Layout und die Grundierung mit venezianischem Papier im Innern sind mittlerweile genauso zum Markenzeichen geworden wie die ausgesprochen stimmungsvollen Fotografien der Aufnahmesitzungen durch den Fotografen Robin Davies. Das Programm umfasst die Zeitspanne von der mittelalterlichen Notre Dame-Schule bis hin zur klassischen Moderne, doch ist nach wie vor ein deutlicher Schwerpunkt auf Alte Musik zu erkennen. Innerhalb des Labels möchte die zweite, auch "Weiße Reihe" genannte, Serie "Les Chants de la terre" die ältesten Quellen musikalischen Ausdrucks erkunden. Mit Virtuosität und Spielfreude widmet man sich hier dem Beziehungsfeld von schriftlich überlieferten und mündlich weitergegebenen Musiktraditionen, um alte Melodien zu neuem Leben zu erwecken. Trotz akribischer musikwissenschaftlicher Recherche geht es hier nicht um eindimensionale, akademisch trockene Werktreue, sondern um lebendigen Umgang mit altem Material.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...

Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Alpha Classics:

  • Zur Kritik... Singende Sphinx: Auf dieser gelungenen Produktion präsentiert das Ensemble intercontemporain mit kompetenten Solisten Werke von Bartók und Ligeti. Weiter...
    (Dr. Dennis Roth, )
  • Zur Kritik... Wer die Sehnsucht kennt: Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw tauchen tief ins Wiener Fin de Siècle ein. Weiter...
    (Karin Coper, )
  • Zur Kritik... Die Oper der Oper: Ein großer musikalischer Spaß zum dreißigjährigen Jubiläum von Le Concert Spirituel. Weiter...
    (Prof. Dr. Michael Bordt, )
blättern

Alle Kritiken von Alpha Classics...

Weitere CD-Besprechungen von Midou Grossmann:

  • Zur Kritik... Cinderella aus den Südstaaten: Jessye Normans Autobiographie ist eine interessante Ergänzung zu ihren Aufnahmen. Ihre Lebensschilderung bleibt aber doch eher an der Oberfläche. Weiter...
    (Midou Grossmann, )
  • Zur Kritik... Oper für Blockflöte: Das Ensemble L'Ornamento verlegt barocke Arien auf die Blockflöte. Das instrumentale Singen ist verspielt, aber ohne den Schattierungsreichtum, der einer Singstimme zur Verfügung steht. Weiter...
    (Midou Grossmann, )
  • Zur Kritik... Düstere Geschichten in neuem Gewand: Aribert Reimanns 'Lear' kam 2012 in Hamburg neu auf die Bühne. Dieser Mitschnitt aus dem Jahr 2014 lässt keine Wünsche offen, sonfern man sich darauf einlässt, einer Aufführung ohne Momente des Lichts und der Hoffnung beizuwohnen. Weiter...
    (Midou Grossmann, )
blättern

Alle Kritiken von Midou Grossmann...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/2019) herunterladen (2731 KByte) Class aktuell (2/2019) herunterladen (4851 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Antonín Dvorák: String Quartet B 57 in E major op.80 - Finale. Allegro con brio

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich