> > > Le Bourgeois Gentilhomme: Comédie-ballet de Molière et Lully
Montag, 27. Mai 2019

Le Bourgeois Gentilhomme - Comédie-ballet de Molière et Lully

Commedia dell?Arte auf französisch


Label/Verlag: Alpha Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Orchester ?Le Poéme Harmonique? unter der Leitung von Vincent Dumestre musiziert sehr lebendig und natürlich auf Originalinstrumenten.

Diese Ballettkomödie war schon das elfte Stück dieser Art, das Molière und Lully im Auftrag des Sonnenkönigs Ludwig XIV im Oktober 1670 auf die Bühne brachten. Was den Inhalt betrifft, haben sich die Zeiten eigentlich bis heute nicht sonderlich gewandelt. Ein reicher Bürger versucht sich in höhere Gesellschaftskreise einzukaufen und erntet letztendlich von beiden Seiten nur Spott. Aufgenommen wurde die  vorliegende Produktion im November 2004 im Theater ‚Le Trianon’ in Paris. Gespielt wurde die Originalfassung, zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten. Ausgerichtet auf das Uraufführungsjahr 1670, sollte alles so authentisch wie möglich ablaufen, man verwendete sogar nur Kerzenlicht als Bühnenbeleuchtung. Auch die Kostüme und das Bühnenbild wurden ebenfalls an die Entstehungszeit angepasst. Selbst die damals  noch anders klingende Sprache wird von den Schauspielern gut interpretiert.

Das Orchester ‚Le Poéme Harmonique’ unter der Leitung von Vincent Dumestre musiziert sehr lebendig und natürlich auf Originalinstrumenten. Gespielt, getanzt und gesungen wird ebenfalls ganz im Stil der Entstehungszeit, falls dies überhaupt möglich ist. Die Aufführung zeigt brillante Commedia dell’Arte auf französisch. In der Rolle des Bürgers Monsieur Jourdain, grandios der Schauspieler Oliver Martin, Nicolas Vial spielt Madame Jourdain so echt, dass man nicht merkt, dass hier ein Mann als Frau agiert. Louise Moaty alias Töchterchen Jourdain großartig, ebenso alle weiteren Akteure, die nicht namentlich erwähnt werden können. Dem Regisseur Benjamin Lazar, der dies alles so gekonnt auf die Bühne gebracht hat, gebührt großes Lob, dasselbe gilt für die Choreografin Cécile Roussat.

Es wäre eine schöne Sache, wenn sich auch in Deutschland Menschen finden würden, die unsere Klassiker einmal ebenso authentisch auf die Bretter brächten, wie hier mit dem ‚Bürger als Edelmann’ geschehen. Es könnte spannend sein zu erleben wie die Aussagen der Werke im ‚alten Gewand’ auf das Publikum von heute wirken würden. In Paris jedenfalls ist das Wagnis gelungen, die Aufführung wurde begeistert gefeiert.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Midou Grossmann Kritik von Midou Grossmann,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Le Bourgeois Gentilhomme: Comédie-ballet de Molière et Lully

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Alpha Classics
2
01.11.2005
EAN:

3760014197000


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Lully, Jean Baptiste


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Dirigent(en):Dumestre, Vincent


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Alpha Classics

"Haute-Couture-Label", "Orchidee im Brachland der Klassikbranche" oder schlicht "Wunder", das sind die Titel mit denen das französische Label ALPHA von der Fachpresse hierzulande bedacht wird. In der Tat ist die Erfolgsgeschichte des Labels ein kleines Wunder. Honoriert wurde hiermit die Pionierlust und Entdeckerfreude des Gründers Jean-Paul Combet und die außerordentliche Qualität seiner Künstler und Ensembles (z.B. Vincent Dumestre, Marco Beasley, Christina Pluhar u.v.a.), aber auch die auffallend schöne, geschmackvolle Präsentation der Serie "ut pictura musica" mit ihren inzwischen mehr als 200 Titeln. Das schwarze Front-Layout und die Grundierung mit venezianischem Papier im Innern sind mittlerweile genauso zum Markenzeichen geworden wie die ausgesprochen stimmungsvollen Fotografien der Aufnahmesitzungen durch den Fotografen Robin Davies. Das Programm umfasst die Zeitspanne von der mittelalterlichen Notre Dame-Schule bis hin zur klassischen Moderne, doch ist nach wie vor ein deutlicher Schwerpunkt auf Alte Musik zu erkennen. Innerhalb des Labels möchte die zweite, auch "Weiße Reihe" genannte, Serie "Les Chants de la terre" die ältesten Quellen musikalischen Ausdrucks erkunden. Mit Virtuosität und Spielfreude widmet man sich hier dem Beziehungsfeld von schriftlich überlieferten und mündlich weitergegebenen Musiktraditionen, um alte Melodien zu neuem Leben zu erwecken. Trotz akribischer musikwissenschaftlicher Recherche geht es hier nicht um eindimensionale, akademisch trockene Werktreue, sondern um lebendigen Umgang mit altem Material.


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