> > > Tschaikowsky, Peter: Symphonie Nr. 5
Dienstag, 29. September 2020

Tschaikowsky, Peter - Symphonie Nr. 5

Unaufdringlich gedehnt,


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die CD hat sicher das Prädikat ‘gelungen’ verdient, bei einer so oft eingespielten Symphonie müsste das Ergebnis aber schon außergewöhnlich sein, um das Interesse der Sammler zu wecken!

Neeme Järvis 2005 veröffentlichte Interpretation von Tschaikowskys Fünfter Sinfonie ist ein krasses Gegenstück zu Antonio Pappanos fetzig theatralischer und klangintensiver Auslegung der Partitur, die vor wenigen Wochen bei EMI erschienen ist. Schon die Eingangstakte des ersten Satzes mit dem in der Klarinette vorgestellten Hauptthema wirken gedehnt, bei der Durchführung zeigt sich, dass Järvi seine bedächtigen Tempi beibehält und auf einen massigen al fresco Stil setzt, bei dem er kaum einmal weniger als Mezzoforte spielen lässt. Zu den Positiva seines Dirigats zählen die organisch aus dem musikalischen Fluss herausphrasierten Steigerungsbögen, deren Wirkung er durch unaufdringliche Rubati noch verstärkt. Große Aufmerksamkeit ist von tontechnischer Seite der Leitmotivik der Sätze gewidmet, allerdings wirken die entsprechenden Stimmen künstlich hervorgehoben.

Zu Tschaikowskys weniger bekannten Werken zählt die 1891 abgeschlossene Symphonische Ballade ‘Wojwode’. Das dreiteilige Werk basiert auf einer Ballade von Alexander Puschkin und erzählt von einem polnischen General, der bei seiner Heimkehr erkennen muss, dass ihn seine Gattin mit einem Jugendfreund betrogen hat. Er trägt seinem Diener auf, die untreue Gemahlin zu erschießen. Dieser richtet die Waffe aber nicht gegen die Frau sondern gegen seinen Herrn. Tschaikowsky war mit dem bei der Moskauer Uraufführung erfolglosen Werk so unzufrieden, dass er es vernichtete. Da es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedruckt vorlag erlebte die Novität zu Lebzeiten des Komponisten keine Aufführung mehr und wurde erst posthum anhand der Orchesterstimmen wieder rekonstruiert.

Järvi bleibt auch hier seiner epischen Grundtendenz treu, die mit dem düsteren Charakter des Stücks gut harmoniert. Dem heiteren 1880 unter Nikolai Rubinstein uraufgeführten ‘Capriccio italien’ bekommt der behäbige Zugang deutlicher weniger, hier droht die unbeschwerte Leichtigkeit immer wieder ins Plumpe und Bleierne umzuschlagen. Das Göteborger Symphonie Orchester ist ein qualitativer guter, aber sicher kein erstklassiger Klangkörper. Die Bläser drängen sich häufig unsensibel in den Vordergrund, die Streicher lassen vor allem im zweiten und dritten Satz der Symphonie einen samtigeren weichen Klang vermissen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tschaikowsky, Peter: Symphonie Nr. 5

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
BIS Records
1
24.02.2005
76:48
2004
Medium:
EAN:
BestellNr.:

SACD
7318599914084
bis501408


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Tschaikowsky, Peter
 - Symphonie Nr. 5 e-moll op. 64 -
 - Der Voyevode op. 78 -
 - Capriccio italien op. 45 -


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Dirigent(en):Järvi, Neeme
Orchester/Ensemble:Gothenburg Symphony Orchestra
National Orchestra of Sweden, The


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"Wie auf den bereits erschienenen Folgen dieses Zyklus bietet auch Folge 3 die Kombination einer der Sinfonien mit bekannten kleineren Orchesterwerken. Die 5. Symphonie wurde 1888 vom Komponisten selbst uraufgeführt. Obwohl das Publikum begeistert war, hatte Tchaikovsky immer Vorbehalte gegenüber diesem Werk. Vor allem befürchtete er, daß er mit dieser Komposition das Ende seiner Laufbahn erreicht haben könnte. Was sollte danach noch kommen? Bisher liegen vor: BIS 501348 (Symphonie Nr. 1), BIS 501398 (Symphonie Nr. 6) "


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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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