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Dienstag, 30. November 2021

jdbs - Junge Deutsche Blechbläsersolisten - just for fun

Nachwuchs in Sachen Brass


Label/Verlag: Genuin
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Ensemble ‘Die jungen deutschen Blechbläsersolisten’ (jdbs) wurde auf Anregung von Professor Walter Hilgers, der das Ensemble seit Beginn leitet, im Sommer 2000 gegründet. Die jungen Musiker, größtenteils Mitglieder des Bundesjugendorchesters oder der Jungen Deutschen Philharmonie, treten sowohl als großes Blechbläserensemble als auch in kleineren Besetzungen auf. Im Gegensatz zu anderen Vertretern des Brass widmet sich dieses Ensemble jedoch meist dem Genre der ‘ernsteren Musik’, was sie in den beiden ersten CD-Aufnahmen mit Einspielungen von Hindemith oder Ottorino Respighi deutlich gemacht haben. Mit der dritten Produktion ‘Just for fun’ präsentieren die jungen Musiker nun aber anspruchsvolle Unterhaltungsmusik für Blechbläserensembles.

Im bunten Strauß der Unterhaltungsmelodien fühlt man sich durch die Darbietung der jungen Musiker beinahe leibhaftig an entfernte Orte versetzt. So meint man, sich mitten im großen und brodelnden New York wiederzufinden, wenn ‘Ein Londoner in New York’ von Jim Parker dargeboten wird. Die Musiker überzeugen mit brillantem Wechselspiel der einzelnen Register bzw. Stimmen und durch ihre präzise Herausarbeitung der einzelnen Tonstärken, sei es nun bei den ‘Echos of Harlem’, ‘The Chrysler Building’ oder inmitten des ‘Central Parks’. Die dynamische Abstufungen geben dem ganze die gewisse Würze und machen das Hören der Stücke erst interessant und fesselnd.
Ebenfalls glänzen können die Blechbläser im Zusammenspiel und in der Ausgewogenheit, wobei an manchen Stellen das hohe Blech sich ein bisschen mehr zurückhalten könnte, um besonders in hohen Lagen nicht zu knallig zu werden.
Das tiefe Blech zeigt sein Können besonders darin, den anderen Musikern eine feste und präzise Basis zu liefern. Ebenso sind die Musiker auch für ihre exakte Artikulation zu loben, die deutlich durchscheint. In ‘Tico Tico’ von Zequinha Abreu brilliert der Solist Thomas Leyendecker besonders im kadenzartigen Mittelteil und im flotten Schlussteil. Die Steigerung vom gemächlichen Beginn zum rasanten Ende des Stückes ist an sich sehr zu loben, jedoch scheint mir der Anfang etwas zu gemächlich gewählt und hierbei die Solotrompete etwas kantig.

Diese dritte CD der jungen Blechbläser begeistert durch die genau Herausarbeitung einzelner Kontraste und besonders durch die hervorragende Phrasierung im gesamten Ensemble. ‘Just for fun’ ist besonders für jene empfehlenswert, die durch leichtes, aber dennoch anspruchsvolles Repertoire die Brass-Musik kennen- und lieben lernen möchten!

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Kritik von Irene Schleifer,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    jdbs - Junge Deutsche Blechbläsersolisten: just for fun

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Aufnahmejahr:
Genuin
1
01.06.2006
2004
Medium:
EAN:
BestellNr.:

CD
4260036250466
gen04046


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Abreu, Zequinha
 - Tico Tico -
Hazell, Chris
 - Black Sam -
Iveson, John
 - Londonderry Air -
Parker, Jim
 - Londoner in New York -
Porter, Cole
 - Be a Clown -
Richards, Goff
 - Homage to the Noble Grape -


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Dirigent(en):Hilgers, Walter
Interpret(en):Balser, Christian
Leyendecker, Thomas
Markwart, Stephan
Römer, Phillip
Meise, Thomas
Kadenbach, Björn
Märtig, Kaspar-Laurenz
Kataoka, Makio
Hirschmann, Johanna
Heinz, Alexander


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"Mit ihrer dritten CD präsentieren die jdbs anspruchsvolle Unterhaltungsmusik in einem bunten Strauß kurzweiliger Stücke für Blechbläserensemble. Unter ihrem Leiter Walter Hilgers haben die jungen Musiker höchstes musikalisches Niveau erreicht, was sie bereits in zahlreichen Konzerten bewiesen. Mit den jdbs bereits erhältlich: GEN 04041, GMP 020107 "


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Genuin

Im Jahr 2002 standen die jungen Tonmeister von GENUIN vor einer wichtigen Entscheidung: Sollte man sich weiterhin lediglich auf das Aufnehmen und Produzieren konzentrieren, oder auf die zahlreichen Nachfragen und positiven Rückmeldungen von Musikern und Fachzeitschriften eingehen und ein eigenes Label ins Leben rufen? In einer Zeit, in der praktisch alle großen Klassik-Label ihre Produktion eingestellt oder zumindest stark gedrosselt hatten, fiel die Entscheidung nicht leicht – aber sie fiel einstimmig aus: zugunsten einer offiziellen Vertriebsplattform für die GENUIN-Aufnahmen. Und der Erfolg hat nicht lange auf sich warten lassen.

Das Label GENUIN hat sich in seinem zwölfjährigen Bestehen zu einem Geheimtipp unter Musikern und Musikliebhabern entwickelt. Schon vor dem Leipzig-Debüt im Oktober 2004, einem Antrittskonzert im Robert-Schumann-Haus mit Paul Badura-Skoda, wurden die CDs in den deutschlandweiten Vertrieb gebracht und von Fachpresse und Musikerwelt hochgelobt. Inzwischen werden GENUIN-CDs in den meisten Ländern Europas sowie in Japan, Süd-Korea, Hongkong und den USA vertrieben.

Das Erfolgsrezept von GENUIN: Die gesamte Produktion, also die Beratung der Künstler bei Aufnahmeraum und Repertoire, die Vorbereitung und Durchführung der Aufnahme selbst, der Schnitt mit allen notwendigen Korrekturen, generelle Entscheidungen beim Cover- und Bookletentwurf bis hin zur fertigen Veröffentlichung liegen in der Hand der Tonmeister. Nur so haben die Musiker den größtmöglichen Entfaltungsspielraum bei der Einspielung und Gestaltung ihrer CDs. Und gleichzeitig kann bis zuletzt eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert werden.

GENUIN bietet auch abseits ausgetretener Pfade etablierten Künstlern genauso wie der Nachwuchsgeneration die Möglichkeit, Musik nach eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Das macht sich positiv bemerkbar für die Hörer der mittlerweile mehr als 300 GENUIN-CDs mit Interpreten wie Paul Badura-Skoda, Nicolas Altstaedt oder der Dresdner Philharmonie.


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