> > > Puccini, Giacomo: Turandot
Samstag, 26. September 2020

Puccini, Giacomo - Turandot

Katzengold


Label/Verlag: VAI
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die großen Stimmen sterben aus. Die anspruchsvollen Rollen von Wagner, Verdi, Strauss & Co sind kaum noch zu besetzen. Natürlich findet man auch heute noch Sänger für den Parsifal, die Aida oder den Rosenkavalier. Aber die Zeiten als man frei zwischen Namen wie Callas, Tebaldi, Schwarzkopf, Bergonzi, Pavarotti, Edelmann, Nilsson, Gobbi, Ludwig, Wunderlich und vielen, vielen anderen großartigen Sängern frei wählen konnte, sind vorbei. Auch Puccinis Werke leiden unter dem vielbeschworenen Stimmensterben. Eine halbwegs befriedigende Butterfly lässt sich noch finden, auch ein Cavaradossi, der seine Sache ganz gut macht. Aber bei der Tosca hört es nun wirklich auf. Und eine überzeugende Turandot? Die findet man nun wirklich nicht an jeder Straßenecke.
Ich gebe es ja zu, ich bin ein Fan alter Aufnahmen., auch wenn ich damit die Gefahr in Kauf nehme, für Neues vollkommen verdorben zu werden. Aber das nehme ich gern auf mich – warum sich mit Silber zufrieden geben, wenn man auch Gold haben kann? Mir sind die Aufnahmen aus dem Zeitraum der 20er bis 70er Jahre am liebsten. In fast jedem Falle. Eine solche Begeisterung hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Sie macht voreingenommen. Aber blind macht sie auch nicht. Es ist nicht alles Gold was glänzt und nicht jede Aufnahme ist automatisch zu empfehlen, nur weil sie beispielsweise in den 50er Jahren entstand und große Namen wie Franco Corelli daran teilhatten.

Zugpferd Corelli

Genau so eine Aufnahme stellt die Fernsehproduktion des italienischen Fernsehens aus dem Jahre 1958 dar. Damals brachte man den gutaussehenden Franco Corelli in einer aufwendigen TV-Inszenierung der Turandot auf die heimischen Schirme. Franco Corelli ist Star und musikalisches Zugpferd dieser Aufnahme. Die weiteren Sänger singen weit unterhalb seines Niveaus. Dabei ist Renata Mattioli als Liù mit einer ausgesprochen flexiblen und angenehmen Stimme ausgestattet. Auch wenn es technisch wenig an ihr auszusetzen gibt, bleibt ihre Kunst doch oberflächlich, berührt weit weniger, als bei anderen Sängerinnen, dieser Rolle. Bei Lucille Udovich, die die Titelrolle singt, liegen die Probleme anders. Die amerikanische Sopranistin, die in Koloraturpartien besonders erfolgreich war, ist mit der stimmlich so gefährlichen wie anspruchsvollen Turandot schlichtweg überfordert. Ihre Spitzentöne wirken erkämpft, die dynamischen Wechsel und Tonsprünge machen Mühe. Fernando Previtali dirigiert das Orchester und den Chor der Radiotelevisione Italiana Milano ordentlich aber nicht herausragend.

Schwer verdaulich

Auch die Inszenierung, mit der Mario Lanfranchi betraut war, erreicht keine künstlerischen Höhen. Technisch stört der zeitliche Abstand zwischen Ton und Bild. Optisch überwinden Kameraführung und Bauten nie die Dimension des Studios. In der wilden Mixtur von Stilen und Kostümen, die alles vom Euphrat bis zum Gelben Fluss durcheinanderwirbeln, zeigt sich ein pseudorealistisches, naives Bild Chinas. Dies offenbart auch die klischeeüberfrachtete Personenführung, in der sich die trippelnden Protagonisten wie Meissner Porzellan bewegen. Was im zeitlichen Kontext gerade noch für eine Operette wie Land des Lächelns verständlich wäre, ist für den Zuschauer heute wie damals schwer verdaulich. Nur eingeschworene Fans Franco Corellis werden seinetwegen wohl über so etwas hinwegsehen. Die werden sich auch über die wirklich guten Ausschnitte aus Tosca mit della Casa von 1962 freuen, die VAI als Bonus dazugegeben hat.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Features:
Regie:







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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Puccini, Giacomo: Turandot

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
VAI
1
21.02.2005
Medium:
EAN:

DVD
0089948430094


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Puccini, Giacomo


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Dirigent(en):Lanfranchi, Mario
Previtali, Fernando
Orchester/Ensemble:Orchestra of Radiotelevisione Italiana Milano
Interpret(en):Ercolani, Renato
Carlin, Mario
Borriello, Mario
Mattioli, Renata
Clabassi, Plinio
Sole, Nino del
Corelli, Franco
Udovich, Lucille
Rovetta, Teodoro


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VAI

Video Artists International (VAI) incorporated in 1983 and became the first US-based company to offer a selection of home video featuring opera, concert and ballet performances from international performance centers. In 1991 VAI began producing compact discs.. In 2001 VAI released its first DVD. Initial VHS releases included ballet films from Russia followed by a series of complete operasstarring Anna Moff, Renata Tebaldi in Tosca and Beverly Sills All these remain best sellers for VAI. Also issued were recitals by Rosalyn Tureck, Anna Russell, Renata Scotto and others. All of these have been issued on DVD.
In the mid-1990?s VAI began a relationship with the Canadian Broadcasting Company that yielded memorable performances, among others, by Joan Sutherland, Jon Vickers, Renata Tebaldi, Jean- Pierre Rampal, Sir Thomas Beecham, Sviatoslav Richter, Martha Argerich, Arturo Benedetti Michelangeli, and Ida Haendel.
In 1998 VAI began a long term agreement with the copyright holders of broadcasts from The Bell Telephone Hour, America?s premiere cultural television program from 1959 to1967. Performers caught live include Renata Tebaldi, Brigit Nilsson, Joan Sutherland, Anna Moffo, Rudolph Nureyev, Leontyne Price, Isaac Stern, Michael Rabin, Yehudi Menuhin, David Oistrakh, Claudio Arrau, Jorge Bolet, Van Cliburn and other great artists.
1999 saw an arrangement with the Chicago Symphony Orchestra for a series of historic television broadcasts under music giants Fritz Reiner, George Szell, Pierre Monteux, Charles Munch, Leopold Stokowski and Paul Hindemith.
2003 began a relationship with Showcase Productions which has yielded the best selling ?Ethel Merman and Mary Martin ? The Legendary Ford 50th Anniversary Program? and two legendary ballets featuring Margot Fonteyn.
The television archives of The Boston Symphony Orchestra are now being made available to the world by VAI beginning in 2004. Initial releases feature Sir John Barbirolli, Charles Munch, and Pierre Monteux. Future releases will focus on former music directors Eric Leinsdorf and Seji Ozawa. 2004 brought around working relationships with France?s INA and Italy?s RAI which will see the release of many historic opera and concert videos from the vaults.
As a result of VAI?s presence in the marketplace, independent producers are approaching VAI with projects for production and distribution. ?What the Universe Tells Me?, a documentary on Mahler?s Third Symphony and ?Khachaturian: A Music and His Fatherland? are two fruits of these collaborations.
Aside from the afore mentioned Merman/Martin title, 2004 saw VAI release a Cole Porter Tribute,featuring Merman and other stars of the American Musical Theater. 2005 will see a continuing series of DVD titles to the great musical stars of stage and screen.
VAI CD issues feature rare recordings of Joseph Hoffman, William Kapell and other legendary pianists. The art of singers Jon Vickers, Evelyn Lear, Phyllis Curtin, Renata Tebaldi, and Eleanor Steber are captured in live and studio recordings. Many other legendary singers are featured on disc. VAI has issued a number of historic opera performances including 12 live recordings from the archives of the New Orleans Opera. Recently, VAI has begun issuing live performances from Sarah Caldwell?s legacy with the Boston Opera Company that includes performanes of Joan Sutherland, Marilyn Horne, Beverly Sills, and Jon Vickers. In recent years VAI has begun to record young, outstanding artists as Francesco Libetta and Pietro De Maria. VAI is the official label of the Miami International Piano Festival of Discovery.
VAI has 200 plus DVDs and videos and over 200 CDs in its catalog.


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