> > > Hummel, Johann Nepomuk: Mass in E flat - Te Deum in D - Quod in orbe
Dienstag, 30. November 2021

Hummel, Johann Nepomuk - Mass in E flat - Te Deum in D - Quod in orbe

Kirchenmusik vom Klaviervirtuosen


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Johann Nepomuk Hummel ist heute fast nur noch für seine Klavierkompositionen bekannt. Es wird oft vergessen, dass er zu Lebzeiten für einen der begabtesten und vielseitigsten Musiker gehalten wurde, der von Goethe und Haydn sehr geschätzt war. Hummel begann, wie Mozart, sein Leben als Wunderkind. In Pressburg geboren, reiste er bald durch ganz Europa und feierte in England sowie auf dem Kontinent große Erfolge. In Wien wurde er Schüler Mozarts, bei dem er auch wohnte und erhielt später Unterricht bei Albrechtsberger und Salieri. Mit Haydn verband ihn eine recht enge Freundschaft, so dass dieser ihm den Posten als sein Nachfolger am Hofe des Fürsten von Esterhazy verschaffte. Auch beriet er ihn bei einigen seiner Kompositionen, wie zum Beispiel der Messe in Es-Dur op.80.
Dieses Werk hat nun das englische Ensemble Collegium Musicum 90, welches auf ein barockes sowie klassisches Repertoire spezialisiert ist, unter seinem Leiter Richard Hickox neu eingespielt. Ihr Anliegen ist es, nach und nach die heute vergessenen Kirchenwerke Hummels wieder aufzuführen und zusammen mit dem Label Chandos zu veröffentlichen. Die jetzt erschienene Folge 2 des Zyklus widmet sich ganz der Kirchenmusik, die Hummel für Fürst Esterhazy und den Eisenstädter Hof schuf. Sie umfasst die schon erwähnte Messe zum Namenstag der Fürstin, ein ‚Te Deum’ und ein ‚Quod in orbe’ op.88. Neben Chor und Orchester des Collegium wirken ferner die Solisten Susan Gritton (Sopran) Ann Murray (Mezzo), James Gilchrist (Tenor) sowie der Bariton Stephen Varcoe mit.

Die Messe, in der man stark den Einfluss Haydns merkt, hat einen feierlich freudigen Charakter, ist sorgfältig orchestriert und betont das jubelnde Gotteslob. Chor und Orchester entfalten einen prächtigen aber nuancierten Klangbogen, in den sich die vier Solisten perfekt mit ihren wunderbar aufeinander abgestimmten Solopassagen einfügen.
Auch Das Te Deum entstand innerhalb weniger Tage im Jahre 1805 und wirkt vielleicht deshalb etwas oberflächlich, da Hummel immer wieder auf formelartig versatzstückhafte Abschnitte zurückgreift. Über die Entstehung des Quod in orbe ist dagegen so gut wie gar nichts bekannt. Originell kontrastiert Hummel den vierstimmigen Chorsatz mit Männersoli und Paukeneinsatz. Hier besticht der Chor durch extrem ausgewogenen Gesamtklang und genaue Artikulation, vom Ensemble mit viel Gespür für die gewichtigen Orchestersätze begleitet.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Hummel, Johann Nepomuk: Mass in E flat - Te Deum in D - Quod in orbe

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Chandos
1
22.11.2004
Medium:
EAN:

CD
0095115071229


Cover vergössern

Hummel, Johann Nepomuk


Cover vergössern

Dirigent(en):Hickox, Richard
Orchester/Ensemble:Collegium Musicum 90
Interpret(en):Gritton, Susan
Murray, Ann
Gilchrist, James
Varcoe, Stephen


Cover vergössern

Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...

Titel bei JPC kaufen


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Chandos:

  • Zur Kritik... Harmonisches Echo: Abseits der gängigen und hierzulande viel zu selten gespielten Operetten Arthur Sullivans bietet dieses Doppelalbum die Chance, den 'anderen', nämlich den ernsteren Sullivan zu entdecken. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Die Schöne und der Wolf : Der Dirigent John Wilson lässt mit der Sinfonia of London Orchesterwerke von Henri Dutilleux in schönstem Glanz erstrahlen. Weiter...
    (Karin Coper, )
  • Zur Kritik... Zwei Komponistinnen und ein Bassist: Zwei große Klavierquintette aus den USA sind echte Entdeckungen, in vorbildlicher Interpretation. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Chandos...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Christiane Bayer:

  • Zur Kritik... Wo ist das Strahlen?: Die Stücke sind schön eingesungen, wenn auch ohne große interpretatorische Überraschungen. Weiter...
    (Dr. Christiane Bayer, )
  • Zur Kritik... Frühling für die Ohren: Stefen Temmingh und Dorothee Mields spüren mit Neugier den unterschiedlichen Vogelstimmen und deren Bedeutungen in der europäischen Barockmusik nach. Was für ein buntes Gezwitscher, bei dem einem Ohr und Herz aufgehen. Weiter...
    (Dr. Christiane Bayer, )
  • Zur Kritik... Ein würdiger Auftakt: Der Startschuss zu einer Kuhnau-Reihe bei cpo könnte fulminanter gar nicht ausfallen: tadellose Umsetzung großartiger Musik durch das Ensemble Opella Musica mit Unterstützung der Camerata Lipsiensis. Weiter...
    (Dr. Christiane Bayer, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Christiane Bayer...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Giosquino, der Italiener: Ein weitere hochklassige Würdigung Josquins in seinem 500. Todesjahr: Diese Platte von Odhecaton und Gesualdo Six setzt willkommene Impulse, um das erfreulich reich überlieferte kompositorische Erbe Josquins vor Ohren geführt zu bekommen. Weiter...
    (Dr. Matthias Lange, )
  • Zur Kritik... Der jüngere Krieger in Vollendung: Tatjana Volobjova spielt 'Sechs Musicalische Partien' und freie Stücke eines unterschätzten Komponisten in vollendeter Interpretation. Weiter...
    (Diederich Lüken, )
  • Zur Kritik... Ohne Ergänzungen: Schubert-Sinfonien vollständig und unvollendet – und (fast) ohne Fremdeingriffe. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/12 2021) herunterladen (3500 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

"Wir gehen auf eine Reise mit dem Publikum, eine Reise in ein phantastisches Land"
Das Klavierduo Silver-Garburg über Leben und Konzertieren im Hier und Heute und eine neue CD mit Werken von Johannes Brahms

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich