> > > Adam, Adolphe: Giselle
Samstag, 26. September 2020

Adam, Adolphe - Giselle

Willis in Oz


Label/Verlag: VAI
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Kein Ballett ist vollkommenerer Ausdruck der romantischen Vorstellung vom Tanz als Giselle. Was Der Freischütz für die romantische Oper, ist Giselle für das Ballett. In der kurzen, etwa zehnjährigen Lebenszeit, die dem romantischen Ballett vergönnt war, bildete Giselle den Schluß- und Höhepunkt. Auf ein Libretto des Ballettkenners und Verehrers Theophile Gautier vereint Giselle alles, was die Romantik auf der Ballettbühne ausmacht: Die luftige Spitze, die Blumenkrone der Gazeröckchen, den Nebel deutscher Balladen und Geistesgeschichte, sowie einen Realismus der erst durch eine vollkommene technische Ausführung ermöglicht wurde.

Schöne Studio-Welt

Es ist nur konsequent, dass das kanadische Fernsehen auch 1976 alle technischen Möglichkeiten ausreizte und Giselle als aufwendige Studioproduktion verfilmte. Damit bekommt die Aufnahme unweigerlich etwas vom Charme des Zauberers von Oz, mit der kauzigen Hütte im ersten Akt, dem symmetrischen Laubdruck auf der Bodenfläche und dem verträumten Nebelwald des zweiten Aufzuges. Das bedeutet aber nicht, dass die gesamte Produktion in hoffnungslosem Kitsch versinkt. Im Gegenteil, der Film atmet mit dem National Ballet of Canada eine ungewöhnliche Frische und Lebendigkeit und setzt sich ernsthaft mit dem Sujet auseinander, ohne in Platitüden und leblosen Formeln zu erstarren.

Hervorragende Tänzer

Vor allem die hervorragenden Tänzer machen jedoch den Film zu einem Ereignis. Allen voran muss natürlich die attraktive Karen Kain genannt werden, die nicht nur bei den schwierigen Sprungkombinationen des ersten Auftritts durch große Eleganz und sprichwörtliche Leichtfüßigkeit für sich einzunehmen weiß. Wunderbar kommt in der feingliedrigen romantischen Choreographie ihre feminine Ausstrahlung und ihr sicheres Gleichgewicht zur Geltung. In der Sterbeszene überzeugt sie durch zurückgenommenes, anschauliches Spiel ohne falschen Pathos.
In Frank Augustyn hat Giselle einen fast zu sympathischen Albrecht. Zusammen sind sie tatsächlich ein sehr gutes Paar, nicht nur in den sehr gut harmonierenden Pas de deux. Augustyn ist nicht so sehr der athletische Tänzer, was aber auch hier nicht am Platze wäre. Er kultiviert eine sehr ansprechende Linie und tanzt sehr flink, rhythmisch sicher und vor allem sauber.

Was wäre Giselle ohne eine gute Königin der Wilis? In Nadia Potts steht den Hauptdarstellern eine sehr geschmeidige und edle Geisterchefin zur Seite, die über das synchron und anmutig tanzende Corps de Ballett herrscht. Zusammen mit den guten Solisten des National Ballet sind sie das Sahnehäubchen auf einer meisterhaften Einspielung. Das beschwingte Dirigat George Crums, die solide Leistung des Orchestra of the National Ballet und ein guter Klang machen die Einspielung rund.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Features:
Regie:







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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Adam, Adolphe: Giselle

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
VAI
1
13.09.2004
Medium:
EAN:

DVD
0089948428992


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Adam, Adolphe Charles


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Dirigent(en):Crum, George
Orchester/Ensemble:Orchestra of the National Ballet of Canada
Interpret(en):Gorrisson, Jacques
Kirby, Charles
Ditchburn, Ann
Bertram, Victoria
Surmeyan, Hazaros
Potts, Nadia
Augustyn, Frank
Kain, Karen


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VAI

Video Artists International (VAI) incorporated in 1983 and became the first US-based company to offer a selection of home video featuring opera, concert and ballet performances from international performance centers. In 1991 VAI began producing compact discs.. In 2001 VAI released its first DVD. Initial VHS releases included ballet films from Russia followed by a series of complete operasstarring Anna Moff, Renata Tebaldi in Tosca and Beverly Sills All these remain best sellers for VAI. Also issued were recitals by Rosalyn Tureck, Anna Russell, Renata Scotto and others. All of these have been issued on DVD.
In the mid-1990?s VAI began a relationship with the Canadian Broadcasting Company that yielded memorable performances, among others, by Joan Sutherland, Jon Vickers, Renata Tebaldi, Jean- Pierre Rampal, Sir Thomas Beecham, Sviatoslav Richter, Martha Argerich, Arturo Benedetti Michelangeli, and Ida Haendel.
In 1998 VAI began a long term agreement with the copyright holders of broadcasts from The Bell Telephone Hour, America?s premiere cultural television program from 1959 to1967. Performers caught live include Renata Tebaldi, Brigit Nilsson, Joan Sutherland, Anna Moffo, Rudolph Nureyev, Leontyne Price, Isaac Stern, Michael Rabin, Yehudi Menuhin, David Oistrakh, Claudio Arrau, Jorge Bolet, Van Cliburn and other great artists.
1999 saw an arrangement with the Chicago Symphony Orchestra for a series of historic television broadcasts under music giants Fritz Reiner, George Szell, Pierre Monteux, Charles Munch, Leopold Stokowski and Paul Hindemith.
2003 began a relationship with Showcase Productions which has yielded the best selling ?Ethel Merman and Mary Martin ? The Legendary Ford 50th Anniversary Program? and two legendary ballets featuring Margot Fonteyn.
The television archives of The Boston Symphony Orchestra are now being made available to the world by VAI beginning in 2004. Initial releases feature Sir John Barbirolli, Charles Munch, and Pierre Monteux. Future releases will focus on former music directors Eric Leinsdorf and Seji Ozawa. 2004 brought around working relationships with France?s INA and Italy?s RAI which will see the release of many historic opera and concert videos from the vaults.
As a result of VAI?s presence in the marketplace, independent producers are approaching VAI with projects for production and distribution. ?What the Universe Tells Me?, a documentary on Mahler?s Third Symphony and ?Khachaturian: A Music and His Fatherland? are two fruits of these collaborations.
Aside from the afore mentioned Merman/Martin title, 2004 saw VAI release a Cole Porter Tribute,featuring Merman and other stars of the American Musical Theater. 2005 will see a continuing series of DVD titles to the great musical stars of stage and screen.
VAI CD issues feature rare recordings of Joseph Hoffman, William Kapell and other legendary pianists. The art of singers Jon Vickers, Evelyn Lear, Phyllis Curtin, Renata Tebaldi, and Eleanor Steber are captured in live and studio recordings. Many other legendary singers are featured on disc. VAI has issued a number of historic opera performances including 12 live recordings from the archives of the New Orleans Opera. Recently, VAI has begun issuing live performances from Sarah Caldwell?s legacy with the Boston Opera Company that includes performanes of Joan Sutherland, Marilyn Horne, Beverly Sills, and Jon Vickers. In recent years VAI has begun to record young, outstanding artists as Francesco Libetta and Pietro De Maria. VAI is the official label of the Miami International Piano Festival of Discovery.
VAI has 200 plus DVDs and videos and over 200 CDs in its catalog.


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