> > > Robert, Jean & Gaby Casadesus: "First Family of the Piano"
Montag, 26. August 2019

Robert, Jean & Gaby Casadesus - "First Family of the Piano"

Tastenkünstler und ihr Lebensweg


Label/Verlag: VAI
Detailinformationen zum besprochenen Titel


In diesem Sinne genießt der Zuhörer - wenn man von den altersbedingten technischen Schwächen der DVD absehen mag - einen wunderbaren Nachmittag im Kreise dieser extravaganten Pianisten-Dynastie.

Im März 2004 brachte das Label VAI diesen Dokumental-Film rund um die französische Pianisten-Dynastie Casadesus auf den Markt. Robert Casadesus, seine Frau Gaby L’Hote und Sohn Jean bilden die zweifelsohne bekannteste Pianistenfamilie der Geschichte. Entstanden ist dieser Farbfilm im Mono-Ton im Jahre 1967. Der 1972 in Kanada verstorbene Sohn Jean erzählt im Plauderton die außergewöhnliche Geschichte einer außergewöhnlichen Familie, wobei er sowohl die gemeinsame Karriere, als auch den Werdegang eines jeden einzelnen vorstellt. 

In 50 Jahren Karriere gelang es Vater Robert Casadesus ein außergewöhnliches kulturelles Erbe für die Nachwelt zu schaffen. Im allgemeinen wird der Pariser als einer der größten französischen Pianisten des 20.Jahrhunderts angesehen. Besonders seine Freundschaft mit Toscanini, sowie seine großen Erfolge in den Vereinigten Staaten verhalfen ihm innerhalb kürzester Zeit zu Weltruhm. Auch wenn seine die sicherlich bedeutendste Karriere innerhalb der Familie war, so können auch Frau Gaby und Sohn Jean mit großem musikalischen Werdegang aufwarten. Während Jean sich nahtlos in die Reihe der musikalischen Familientradition einfügt, kommt seinen Geschwistern Guy und Thérèse eine eher marginale Rolle zu.

Neben Szenen aus einem durch das Instrument dominierten Familienleben, sind auch Rezitale aus den Schatzkammern der in den 60er Jahren so beliebten ‘Bell Telephone Hour’ auf der Scheibe zu finden. Einige dieser Aufnahmen hatte VAI bereits 2002 auf der DVD ‘Great Pianists of The Bell telephone Hour’ veröffentlicht und wären daher eigentlich besser durch noch unbekannte Konzertmitschnitte ersetzt worden.

Als Musikstücke sind zwischen den interessanten und tiefgehenden Familienfilmen und teils doch etwas gekünstelt wirkenden Interviews im 60er-Jahre-Stil große Werke zu hören, sowohl aus Einzelauftritten (beispielsweise Chopin: Sonata No. 3 in B Minor oder Beethoven: Sonata No. 23, Op. 57, Allegro ma non troppo – Robert Casadesus), als auch aus gemeinschaftlichen Auftritten der Familie (etwa Bachs Konzert für 3 Klaviere in d-moll, BWV 1063 oder Robert Casadesus’ Konzert für 3 Klaviere und Streichorchester). Zu Casadesus’ Chopin-Interpretation fand Alain Cochard passende Worte: Die Freiheit Paderewskis, die Expressivität Friedmans, die fieberhafte Phantasie von Horowitz und eine Prise der Brillanz Lipattis.

In diesem Sinne genießt der Zuhörer – wenn man von den altersbedingten technischen Schwächen der DVD absehen mag – einen wunderbaren Nachmittag im Kreise dieser extravaganten Pianisten-Dynastie.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:
Features:





Kritik von Eva-Aurelia Gehrer,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Robert, Jean & Gaby Casadesus: "First Family of the Piano"

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
VAI
1
13.09.2004
Medium:
EAN:

DVD
0089948427698


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Bach, Johann Sebastian
Beethoven, Ludwig van
Debussy, Claude
Saint-Saens, Camille


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VAI

Video Artists International (VAI) incorporated in 1983 and became the first US-based company to offer a selection of home video featuring opera, concert and ballet performances from international performance centers. In 1991 VAI began producing compact discs.. In 2001 VAI released its first DVD. Initial VHS releases included ballet films from Russia followed by a series of complete operasstarring Anna Moff, Renata Tebaldi in Tosca and Beverly Sills All these remain best sellers for VAI. Also issued were recitals by Rosalyn Tureck, Anna Russell, Renata Scotto and others. All of these have been issued on DVD.
In the mid-1990?s VAI began a relationship with the Canadian Broadcasting Company that yielded memorable performances, among others, by Joan Sutherland, Jon Vickers, Renata Tebaldi, Jean- Pierre Rampal, Sir Thomas Beecham, Sviatoslav Richter, Martha Argerich, Arturo Benedetti Michelangeli, and Ida Haendel.
In 1998 VAI began a long term agreement with the copyright holders of broadcasts from The Bell Telephone Hour, America?s premiere cultural television program from 1959 to1967. Performers caught live include Renata Tebaldi, Brigit Nilsson, Joan Sutherland, Anna Moffo, Rudolph Nureyev, Leontyne Price, Isaac Stern, Michael Rabin, Yehudi Menuhin, David Oistrakh, Claudio Arrau, Jorge Bolet, Van Cliburn and other great artists.
1999 saw an arrangement with the Chicago Symphony Orchestra for a series of historic television broadcasts under music giants Fritz Reiner, George Szell, Pierre Monteux, Charles Munch, Leopold Stokowski and Paul Hindemith.
2003 began a relationship with Showcase Productions which has yielded the best selling ?Ethel Merman and Mary Martin ? The Legendary Ford 50th Anniversary Program? and two legendary ballets featuring Margot Fonteyn.
The television archives of The Boston Symphony Orchestra are now being made available to the world by VAI beginning in 2004. Initial releases feature Sir John Barbirolli, Charles Munch, and Pierre Monteux. Future releases will focus on former music directors Eric Leinsdorf and Seji Ozawa. 2004 brought around working relationships with France?s INA and Italy?s RAI which will see the release of many historic opera and concert videos from the vaults.
As a result of VAI?s presence in the marketplace, independent producers are approaching VAI with projects for production and distribution. ?What the Universe Tells Me?, a documentary on Mahler?s Third Symphony and ?Khachaturian: A Music and His Fatherland? are two fruits of these collaborations.
Aside from the afore mentioned Merman/Martin title, 2004 saw VAI release a Cole Porter Tribute,featuring Merman and other stars of the American Musical Theater. 2005 will see a continuing series of DVD titles to the great musical stars of stage and screen.
VAI CD issues feature rare recordings of Joseph Hoffman, William Kapell and other legendary pianists. The art of singers Jon Vickers, Evelyn Lear, Phyllis Curtin, Renata Tebaldi, and Eleanor Steber are captured in live and studio recordings. Many other legendary singers are featured on disc. VAI has issued a number of historic opera performances including 12 live recordings from the archives of the New Orleans Opera. Recently, VAI has begun issuing live performances from Sarah Caldwell?s legacy with the Boston Opera Company that includes performanes of Joan Sutherland, Marilyn Horne, Beverly Sills, and Jon Vickers. In recent years VAI has begun to record young, outstanding artists as Francesco Libetta and Pietro De Maria. VAI is the official label of the Miami International Piano Festival of Discovery.
VAI has 200 plus DVDs and videos and over 200 CDs in its catalog.


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