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Donnerstag, 6. Oktober 2022

Goethe-Lieder - Christiane Oelze

Da hört man Goethe gerne zu


Label/Verlag: Berlin Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Sopranistin Christiane Oelze und der Pianist Eric Schneider spielten für das Label ‘Berlin classics’ eine Reihe der bekanntesten Goethe-Vertonungen ein. Im Laufe der Zeit haben sich viele Komponisten mit den Texten Goethes befasst. Schubert, Schumann, Webern, Eisler, Zemlinsky und Wolf sind hier vertreten.
Wer sich für die Gattung Lied begeistert und interessiert wird in seinem Tonträgerarchiv ‘Das Gretchen am Spinnrade’ oder den ‘Mignon’ vermutlich bereits vorfinden. Diese Aufnahme stellt jedoch sicher eine Bereicherung dar. Der gesamte Vortrag wirkt wohldurchdacht, in hohem Maße transparent und zugleich sehr plastisch. Die klare und sicher geführte Sopranstimme zeichnet sich durch einen, auch in hohen Tonlagen gewahrten, sauberen Klang aus. Auch im piano geht nichts von dem anmutigen Timbre verloren. Darüber hinaus ist die Textverständlichkeit sehr gut. Auch die in anderen Einspielungen eher stiefmütterlich behandelten Konsonanten werden nicht einfach ‘übersungen’, auch sie sind deutlich genug interpretiert. Eine derart ansprechende und homogene Klanggebung ist nur durch eine routinierte und genau austarierte Atemtechnik zu erreichen.

Das Klavierspiel braucht sich nicht hinter der Leistung der Sängerin zu verstecken. Die Anschläge kommen präzise und genau. Auffallend ist eine gewisse Leichtigkeit und Sanftheit mit welcher die Finger über die Tasten gleiten. Auf kräftigen oder gar wuchtigen Anschlag wird weitgehend verzichtet. Schneiders Hände scheinen förmlich über die Klaviatur zu tanzen, was beispielsweise der Stimmung und dem Text von Schumanns ‘Singet nicht in Trauertönen’ oder Wolfs ‘Philine’ sehr entgegenkommt.
Diese Stimmungen vermag Oelze durch ihren Gesang sehr gut zu vermitteln. Die fein abgestufte Dynamik, die geschmeidig aneinander gereihten Phrasierungen in Gesang und Instrument machen diese Aufnahme zu einer empfehlenswerten Einspielung. Das Timbre der Sängerin liefert ein Übriges, um im ‘Mignon’ von Wolf als auch in jenem von Schumann die Sehnsucht nach einem in der Ferne befindlichen Heim in schöner Umgebung spürbar klingen zu lassen. ‘Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen blühn…..’ Diese schon auf rein sprachlicher Ebene sehr schönen Texte werden von der Musik um jene Dimension bereichert, welche dem nicht gesungenen Wort vorenthalten bleibt. Und diese Dimension wird dem Zuhörer diese CD von der interpretatorischen Leistung und der tadellosen Aufnahmequalität auf reizvolle Weise erschlossen und vermittelt.

Das Booklet zeigt ein Portrait der lächelnden Sängerin. Das Layout wirkt in seiner graphischen und farblichen Gestaltung vereinnahmend. In deutscher und englischer Sprache wird die Geschichte der Goethe-Vertonungen bei verschiedenen Komponisten exemplarisch angerissen, wenn auch nicht erschöpfend erörtert. (Über dieses Thema ist an anderer Stelle ausführlich publiziert worden.) Die Karriere der international bekannten und sehr gefragten Sängerin ist in knappen, aber informativen Worten abgedruckt. Der Pianist wird ebenfalls vorgestellt.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Kritik von Martin Kofler,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Goethe-Lieder: Christiane Oelze

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Berlin Classics
1
03.05.2004
Medium:
EAN:

CD
0782124133122


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Eisler, Hanns
Schubert, Franz
Schumann, Robert
Webern, Anton von
Wolf, Hugo
Zemlinsky, Alexander von


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Interpret(en):Oelze, Christiane


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Berlin Classics

Berlin Classics (BC) ist das Klassik-Label der Edel Germany GmbH. Es ist das Forum für zahlreiche bedeutende historische Aufnahmen, wichtige Beiträge der musikalischen Zentren Leipzig, Dresden und Berlin sowie maßgebliche Neuproduktionen mit etablierten und aufstrebenden jungen Klassik-Künstlern. Dazu zählen etablierte Stars, wie z.B. die Klarinettistin Sharon Kam, die Pianisten Ragna Schirmer, Sebastian Knauer, Matthias Kirschnereit, Anna Gourari und Lars Vogt, die Sopranistin Christiane Karg oder auch die Ensembles Concerto Köln, Pera Ensemble, sowie der Dresdner Kreuzchor und das Vocal Concert Dresden. Mehrfach wurden Produktionen mit einem Echo-Preis ausgezeichnet. Im Katalog von Berlin Classics befinden sich Aufnahmen mit Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Kurt Sanderling, Franz Konwitschny, Hermann Abendroth, Günther Ramin, Peter Schreier, Ludwig Güttler, Dietrich Fischer-Dieskau, die Staatskapellen Dresden und Berlin, das Gewandhausorchester Leipzig, die Dresdner Philharmonie, die Rundfunkchöre Leipzig und Berlin, der Dresdner Kreuzchor und der Thomanerchor Leipzig. Sukzesssive wird dieses historische Repertoire für den interessierten Hörer auf CD wieder zugänglich gemacht, wobei die künstlerisch hochrangigen Analogaufnamen mit größter Sorgfalt unter Anwendung der Sonic Solutions NoNoise-Technik bearbeitet werden, um sie an digitalen Klangstandard anzugleichen.


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