> > > Frederic Curzon: Robin Hood Suite: Slovak Radio Symphony Orchestra, Adrian Leaper
Donnerstag, 8. Dezember 2022

Frederic Curzon: Robin Hood Suite - Slovak Radio Symphony Orchestra, Adrian Leaper

Robin Hood tanzt spanisch


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Frederic Curzon, ein Klassiker unter den 'Light Music'-Komponisten Großbritanniens, wird mit einer eigenen Anthologie gewürdigt.

Klassische Musik muss keine intellektuelle, schwer konsumierbare Herausforderung für eine Elite sein. Auch Leichtgewichtiges hat seine Berechtigung. Kürzere Orchesterstücke, gefällige Arrangements von Populärem, Potpourris und Melodien mit Wiedererkennungseffekt sind geeignet, ein breiteres Publikum anzusprechen. In Großbritannien trägt solch gehobene Unterhaltungsmusik den Überbegriff ‚Light Music‘. Sie war Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts so beliebt, dass die BBC zwischen 1945 und 1967 sogar ein Programm anbot, in dem fast ausschließlich solche Kompositionen ausgestrahlt wurden. Das Label Naxos hat diesem Genre eine eigene Reihe gewidmet und dafür das Archiv seiner ehemaligen Raritätensektion Marco Polo geplündert. Dort erschienen in den 1990er Jahren erstmals Kollektionen von so bedeutenden Vertretern dieses Metiers wie Albert Ketèlbey, Eric Coates, Richard Addinsell und Ronald Binge.

Zu ihnen gesellt sich als Neuzugang ein Querschnitt durch das Œuvre von Frederic Curzon. Der 1899 geborene Künstler interessierte sich schon als Kind für Musik, lernte vier Instrumente, komponierte mit zwölf Jahren Kirchenchöre und wurde mit sechzehn als Pianist an ein Londoner Theater engagiert. Hierauf machte er sich als Stummfilmbegleiter einen Namen, mehr noch aber - ab 1926 - als kinoorgelspielender Entertainer in beliebten englischen Vergnügungsparks, wie dem Shepherd's Bush Pavilion. Parallel zu diesen Aktivitäten entstand eine Vielzahl von orchestralen Charakterstücken, Miniaturen und Tänzen unterschiedlichster Prägung, in denen Curzon seine Könnerschaft bewies, fantasievolle Melodien zu schreiben und clever zu instrumentieren. Siebzehn von ihnen hat der Dirigent Adrian Leaper mit dem Slowakischen Rundfunksinfonieorchester eingespielt: in tadellosem Sound und durch musikantische Vitalität ihre jeweilige individuelle Wirkung ausreizend. Zum Auftakt begleiten wir „The Boulevardier“ rhythmisch lässig auf einem Spaziergang durch Paris, danach wird „In Malaga“ spanisches Feuer entfacht. Nostalgie glimmt auf in der „Simonetta-Serenade“, der stimmungsvolle  „Cascade-Walzer“ könnte eine Ballsaison einleiten, während pianistische Virtuosität den „Saltarello“ für Klavier und Orchester bestimmt. Einen urenglischen Stoff greift schließlich die „Robin Hood Suite“ auf; sie erklingt in Form einer sanft historisierenden dreisätzigen Tondichtung.

Die Biographie des Komponisten und knappe, aber ausreichende Analysen von jedem Stück sind die Ingredienzien des englischsprachigen Booklets. Mehr an Informationen braucht man auch nicht unbedingt. Denn Frederic Curzons Musik spricht für sich: als entspannende akustische Unterhaltung, an der man sich aufs Angenehmste delektieren und dabei vom Alltag abschalten kann.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Frederic Curzon: Robin Hood Suite: Slovak Radio Symphony Orchestra, Adrian Leaper

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313517220


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Curzon, Frederic


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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