> > > Franz Schubert - Die Liebe liebt das Wandern: Eine Hörbiografie von Jörg Handstein
Dienstag, 9. August 2022

Franz Schubert - Die Liebe liebt das Wandern - Eine Hörbiografie von Jörg Handstein

Der Fall Schubert


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Udo Wachtveitl ermittelt biographisch im Wien des frühen 19. Jahrhunderts

„Die Liebe liebt das Wandern“ ist eine Zeile aus dem von Schubert nach Texten von Wilhelm Müller angefertigten Liederzyklus „Die Winterreise“ D 911. Diese Textstelle dient auch als Titel der vorliegenden Hörbiographie über den gerne als „Liederfürst“ apostrophierten Komponisten aus der seit langem fest etablierten, beim Label BR-Klassik erscheinenden Reihe des Musikpublizisten Jörg Handstein

Umfassendes Bild

Bewährter Erzähler ist der hauptamtliche Münchner Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, als Sprecher agieren daneben so namhafte Schauspiel-Kollegen wie Robert Stadlober oder Florian von Manteuffel. Unter der Redaktion und Regie von Bernd Neuhoff ist auch diesmal wieder ein „ganzheitliches“ Porträt über den Menschen und Musiker Schubert entstanden, die sorgfältige Auswertung der Quellenlage garantiert wie immer den neuesten Forschungsstand. Überholte und abgenutzte Klischees bedient diese Produktion nicht, eher räumt sie mit einigen auf. Bei aller wissenschaftlich fundierten Seriosität hat das Konzept nie etwas dogmatisch Trockenes an sich, sondern vermittelt im Gegenteil die Inhalte auf kurzweilige Art, die nicht nur der lebendigen Sprachgestik von Wachtveitl, sondern auch der spannenden Aufbereitung zu verdanken ist. Dabei gelingt der Produktion das Kunststück, sich problemlos an alle Zielgruppen, ob große oder kleine Schubert-Kenner oder all jene, die sich erstmals mit dessen Leben und Werk befassen, zu wenden. Parallel zur Darstellung der zeitgeschichtlichen und sozialen Zustände um Schubert herum wird natürlich auch dessen Œuvre umfassend beleuchtet: Unter den Musikbeispielen finden sich neben – natürlich vielen – Liedern Symphonisches, Kammermusik und Klaviersonaten. Aber auch Stücke anderer Komponisten, etwa Schuberts großem Vorbild Beethoven, erklingen und runden das umfassende Bild der damaligen musikalischen Landschaft ab.

Kompetent illustriert

Jede Menge prominente Namen wie das hauseigene Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk unter Mariss Jansons oder Lorin Maazel, Anja Harteros, Dietrich Fischer-Dieskau, Christian Gerhaher oder das Klavierduo Tal/Groethuysen garantieren für die Qualität der zahlreichen, im Kontext passend ausgewählten Werkausschnitte. Als Bonus gibt es die komplette „Große C-Dur-Symphonie“ in einer hochkarätigen Interpretation mit dem BRSO und Herbert Blomstedt. Illustriert ist das kompetente Booklet u.a. wie immer mit einer Liste der Musikbeispiele und einer chronologischen Zeittafel. Am Ende hat garantiert jeder biographisch oder musikalisch Neues über Schubert gelernt. Nicht neu dagegen ist: Wie jede Ausgabe dieser Reihe verdient sich auch diese das Prädikat „wertvoll“. Sie wird hoffentlich noch lange fortgesetzt.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:




Thomas  Gehrig Kritik von Thomas Gehrig,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Franz Schubert - Die Liebe liebt das Wandern: Eine Hörbiografie von Jörg Handstein

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
4
06.11.2020
2020
Medium:
EAN:
BestellNr.:

CD
4035719009279
900927


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Schubert, Franz


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"Franz Schubert: Die Liebe liebt das Wandern Die neue Hörbiografie von BR-KLASSIK Wer war Franz Schubert? Der liebe „Schwammerl“, dem wundersam die schönsten Melodien entströmten – oder der „Fremdling überall“, der eine moderne „Gebrochenheit“ ins Werk setzte? So wollen es die alten und neuen Klischees... Befragt man jedoch die verfügbaren Quellen, lässt sich ein weit facettenreicheres Bild von Schubert entwerfen. Genau dies tut die neue Hörbiografie von BR-KLASSIK. Trotz schmaler Überlieferung gibt es genug Material, um ihn selbst ausgiebig zu Wort kommen zu lassen. Der österreichische Schauspieler und Rockmusiker Robert Stadlober verkörpert so einen sehr lebendigen Schubert: Zielstrebig und streitbar, nachdenklich und vielseitig interessiert. Zugegeben: Große Abenteuer und Affären, Glamour und weite Reisen hat diese Biografie nicht zu bieten. Spannend ist Schuberts Geschichte gleichwohl, denn er erprobte einen Lebensentwurf, wie noch kein bedeutender Komponist vor ihm, in seiner Karriere nur gestützt von einem privaten Freundeskreis. Das gelang nicht ohne Enttäuschungen und persönliche Tragödien. Schuberts Unglück in der Liebe, seine schreckliche Erkrankung, und wohl auch sein früher Tod waren letztlich der Preis für das unkonventionelle Leben. Aber er ließ sich nicht unterkriegen: einer Zeit kultureller und politischer Erstarrung setzte er seine große und kühne Kunst entgegen. Wie in keiner Biografie in Buchform möglich, lässt die Hörbiografie in rund 130 Musikbeispielen Schuberts Schaffensweg mitverfolgen. Darunter befinden sich natürlich die Hits und bedeutenden Werke, aber auch Kurioses und wenig Bekanntes: Schularbeiten für Salieri, ein Lied auf die Völkerschlacht, ein Psalm auf Hebräisch, symphonischen Skizzen. Auch viel von seinen Bemühungen um die Oper ist zu hören. Das alles in exzellenten, teils herausragenden Aufnahmen. Vielstimmig wird zudem Schuberts Lebenswelt zum Klingen gebracht, aus behördlichen, journalistischen, medizinischen und sonstigen historischen Quellen. Und natürlich sein Freundeskreis, über den er Anschluss an die Literatur und Philosophie der Romantik hatte. Die Hörbiografie erkundet auch diesen geistigen Raum, der für Schuberts spezifisch »romantische« Instrumentalmusik entscheidende Bedeutung hat. Vernachlässigt werden dabei nicht die eher privaten Themen um Familie und Frauen, um Krankheiten und andere Leiderfahrungen: alles streng nach den Quellen, ohne die üblichen Spekulationen. Stoff genug also für 9 Kapitel auf 3 randvollen CDs, insgesamt 3 Stunden und 46 Minuten. Damit bildet die Hörbiografie Schuberts kurzes Leben und reiches Schaffen hinreichend ab. Und erzählt von Udo Wachtveitl, bietet sie über die ganze Länge kurzweiligen Hörgenuss. Als Bonus enthält die CD-Box eine bislang unveröffentlichte Aufnahme der „Großen C-Dur-Symphonie“ D 944 durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Herbert Blomstedt. "


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BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter der Marke BR-KLASSIK seit 2009 den Musikfreunden angeboten. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 200 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO), das Münchner Rundfunkorchester, der Chor des Bayerischen Rundfunks sowie die Konzertreihe musica viva genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden auf BR-KLASSIK - dem hauseigenen Label - dokumentiert.

Die Reihe BR-KLASSIK WISSEN liefert spannende Werkeinführungen und Hörbiografien mit vielen Hintergrundinformationen und Musikbeispielen. 

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Berater geleitet. Mit ihm konnte der Bayerische Rundfunk einen erfolgreichen, externen Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Spotify u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


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