> > > Canteloube: Chants d'Auvergne: Carolyn Sampson, Tapiola Sinfonietta, Pascal Rophé
Sonntag, 23. Januar 2022

Canteloube: Chants d'Auvergne - Carolyn Sampson, Tapiola Sinfonietta, Pascal Rophé

Bezaubernde Gegensätze


Label/Verlag: BIS Records
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Carolyn Sampson singt Joseph Canteloubes 'Chants d'Auvergne'.

Es ist schon eine eigenartige Mischung: Joseph Canteloube (1879-1957) nimmt schlichte Volksmelodien, inhaltlich geht es meist um schöne Schäferinnen und die Liebe. Und diesen schlichten Weisen spendiert er üppigste Orchestersätze in schillerndsten Farben, den schieren Luxus. Eigentlich kaum vereinbare Gegensätze. Doch wie man das Resultat nun auch einordnen mag: Es ist jedenfalls überaus bezaubernd, und nicht umsonst haben zahlreiche bekannte Sängerinnen diese 'Chants d‘Auvergne' aufgenommen: Der Erfolg begann in den 60ern mit Anna Moffo, Victoria de los Angeles oder Netania Davrath, in den letzten Jahren kamen etwa Dawn Upshaw, Frederica von Stade, Kate Royal oder Veronique Gens dazu.

Satt und transparent

Nun gesellt sich also auch Carolyn Sampson dazu, und ihre Aufnahme gehört dank weicher, leuchtender Klanggebung sicher nicht zu den schlechteren (wobei allerdings keine der erwähnten Aufnahmen schlecht ist). Neben den stimmlichen Vorzügen der Sängerin liegt das allerdings auch am Klang des Orchesters. Die Tapiola Sinfonietta, ein Orchester der Stadt Espoo, ganz im Süden Finnlands, lässt unter der Leitung von Pascal Rophé die Farben unvergleichlich strahlen. Häufig stellt Canteloube die Holzbläser in den Mittelpunkt: Besonders Oboe und Klarinette dürfen solistisch als ‚Hirteninstrumente‘ pastorale Stimmungen erzeugen, zuweilen treten auch die Flöte oder das Englischhorn hervor. Die Bläser des finnischen Orchesters setzen die Hirtenidylle der Auvergne wirklich perfekt in Szene, außerdem ist der Orchesterklang schön satt und dennoch transparent.

Canteloube war so wenig vorausschauend, insgesamt 30 Lieder zu orchestrieren oder arrangieren, und damit die maximale Gesamtlänge einer CD knapp zu überschreiten, deswegen gibt es kaum Gesamtaufnahmen. Carolyn Sampson singt hier aber immerhin 25 der Lieder, das erste und dritte der fünf Hefte, die Canteloube in mehr als 30 Jahren geschrieben hat, sind vollständig enthalten.

Das Beiheft der bei BIS erschienenen SACD enthält einen schönen Artikel zur Einführung sowie die Texte der Lieder, diese allerdings nur im Original (nicht etwa Französisch, sondern Okzitanisch) und in englischer Übersetzung. Die 'Chants d‘Auvergne' blieben Joseph Canteloubes einziger Erfolg, und so ist sein Name gut 60 Jahre nach seinem Tod heute kaum noch bekannt. Dabei könnte es sich lohnen, sein Schaffen mal zu sichten. Es enthält überwiegend Vokalmusik, aber auch einige instrumentale Werke. Im Bereich der Kammermusik schuf er etwa ein 'Trio d’anches' (Oboe, Klarinette, Fagott), teils ebenfalls folkloristisch gefärbt und technisch ziemlich anspruchsvoll.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Canteloube: Chants d'Auvergne: Carolyn Sampson, Tapiola Sinfonietta, Pascal Rophé

Label:
Anzahl Medien:
BIS Records
1
Medium:
EAN:

CD SACD
7318599925134


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Canteloube, Joseph


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BIS Records

Most record labels begin with a need to fill a niche. When Robert von Bahr founded BIS in 1973, he seems to have found any number of musical niches to fill. The first year's releases included music from the renaissance, Telemann on period instruments, Birgit Nilsson singing Sibelius and works by 29 living composers - Ligeti and Britten as well as Rautavaara and Sallinen - next to Purcell, Mussorgsky and Richard Strauss. A musical chameleon was born, a label that meant different things to different - and usually passionate - devotees.


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