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Montag, 14. Juni 2021

Sullivan: Ballet Music - RTE Concert Orchestra, Andrew Penny

Tanzfest auf der Zauberinsel


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


An den Ballettmusiken von Arthur Sullivan, dem britischen Operettenkönig des 19. Jahrhunderts, kann man viel Spaß haben.

Sir Arthur Sullivan, der gemeinsam mit dem Autor W. S. Gilbert die britische Operette des viktorianischen Zeitalters schlechthin verkörperte, komponierte als erstes Bühnenwerk ein Ballett. Mit gerademal zweiundzwanzig Jahren bekam er vom Londoner Covent Garden den Auftrag, für eine Aufführung von Bellinis 'Sonnambula' das traditionelle finale Tanzspektakel zu schreiben.

Es heißt 'L’Ȋle Enchantée' und ist in Form, Struktur und vom Inhalt her typisch romantisch geprägt. Handlungsort ist die titelgebende, von magischen Figuren und Gnomen bewohnte Zauberinsel. Dorthin rettet sich ein schiffsbrüchiger Matrose und verliebt sich in die Feenkönigin. Durch seinen Kuss verwandelt sie sich in eine Sterbliche und verlässt mit ihm das Eiland. Die Uraufführung fand 1864 statt, doch wenige Jahre später ging die Originalpartitur verloren. Erst 1990 wurde sie im Rahmen eines Sullivan-Festivals für eine Wiederaufführung restauriert und anschließend vom Label Marco Polo aufgenommen. Kürzlich erfolgte eine Neuauflage bei Naxos, über die sich Fans von Ballettmusik nur freuen können. Denn die 50-minütige Tanzeinlage besteht aus lauter kurzweiligen, melodisch eingängigen Musiknummern, die das Zuhören ausgesprochen vergnüglich macht. Da gibt es unter anderem den wirkungsvoll sich steigernden 'Pas des Châles' der Nymphen, eine pittoreske Sturmszene, einen großen Walzer, den gefühlvollen 'Pas de deux' des Liebespaares samt fantasievoll instrumentierten Variationen und schmissige Galopps.

Ergänzt wird 'L'île Enchantée' durch das fünfteilige, musikalisch ähnliche Divertissement aus der nur noch fragmentarisch erhaltenen mythologischen Opernsatire 'Thespis', bei der der Komponist erstmals mit W. S. Gilbert zusammenarbeitete.

Der Dirigent Andrew Penny hat ein Händchen dafür, die Qualitäten von Sullivans Musik ins beste Licht zu rücken. Er kitzelt heraus, was an Subtilitäten und Effekten in ihr steckt, und sorgt für Tempo und dynamische Flexibilität. Das RTÉ Concert Orchestra des irischen Rundfunks schwingt mit, spielt duftig und durchweg mit klanglicher Delikatesse. Wer Ballettmusik liebt und an Repertoireerweiterungen interessiert ist, sollte an dieser technisch auf hohem Standard aufbereiteten Aufnahme nicht vorbeigehen. Die Informationen im Booklet, das ein hübsches historisches Cover schmückt, sind zwar komprimiert, aber ausreichend.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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    Sullivan: Ballet Music: RTE Concert Orchestra, Andrew Penny

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313518029


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Sullivan, Arthur


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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