> > > Nicolo Paganini: Quartet No.3, Tre duetti: Gabriele Pieranunzi, Fabrizio Falasca, Francesco Fiore, Alessandra Leardini, Paolo Carlini
Freitag, 31. März 2023

Nicolo Paganini: Quartet No.3, Tre duetti - Gabriele Pieranunzi, Fabrizio Falasca, Francesco Fiore, Alessandra Leardini, Paolo Carlini

Vergnügliches Musizieren


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Paganini genoss das kammermusikalische Miteinander. Dafür komponierte er Streichquartette und herrliche Duetti für eine Ausnahmebesetzung.

Als „Teufelsgeiger“ ging Nicolò Paganini in die Geschichte ein. Dass er das Streichquartettspielen mit Vertrauten genoss und dafür komponierte, wissen nur wenige. Thematisch und motivisch von großen Vorbildern abgehört und abgeschaut erfordern seine drei Streichquartette die Brillanz der ersten Violine, während zweite Violine, Viola und Cello die Konstanten aus Rhythmus und harmonischer Klanggrundierung ebenso beherrschen müssen wie das kurzzeitig aufblitzende solistische Spiel. Stilistisch sind diese Werke nur bedingt einzuordnen. So kann man sie getrost als geistreich bezeichnen. Sind sie doch ein Abbild ihrer Entstehungszeit um 1815, in welcher Paganini alles, was zum Klingen gebracht wurde und ihm gefiel, in neue Formen goss. Dazu bediente er sich auch ungewöhnlicher Besetzungen wie bei seinen Duetti für Violine und Fagott.

Tre Duetti und das Quartett Nr. 3 haben fünf exzellente italienische Instrumentalvirtuosen eingespielt. Gabriele Pieranunzi (1. Violine), Fabrizio Falasca (2. Violine), Francesco Fiore (Viola) und Alessandra Leardini (Cello) sind solistisch und als Konzertmeister renommierter Orchester international gefragt. Ihr Zusammenspiel lässt alle Suche nach analytischer Tiefensicht vergessen. Hier sprüht der Funke Gleichberechtigter, die sich auf Kantabilität verständigen und auf ein Höchstmaß an Durchlässigkeit, damit auch jegliche Finesse hörbar wird.

In vielfacher Hinsicht einzigartig erklingen die „Tre Duetti“ mit Gabriele Pieranunzi und dem Fagottisten Paolo Carlini. Paganini überschrieb sie mit „Opera prima“. Die Kantabilität der virtuosen Partien erinnern tatsächlich an Arien in Opern von Rossini oder Donizetti. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen dokumentiert höchste Freude am gemeinsamen Musizieren. Begleitend dazu bietet das Booklet wissenschaftlich fundierte und allgemein verständlich formulierte Beschreibungen der aufgeführten Werke.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Nicolo Paganini: Quartet No.3, Tre duetti: Gabriele Pieranunzi, Fabrizio Falasca, Francesco Fiore, Alessandra Leardini, Paolo Carlini

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203531028

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Paganini, Niccolò
 - Quartet No.3 in a minor - Largo. Allegro
 - Quartet No.3 in a minor - Minuetto. Andantino. Trio
 - Quartet No.3 in a minor - Andante con Variazioni
 - Quartet No.3 in a minor - Finale. Presto
 - Duetto concertante No.1 -
 - Duetto concertante No.1 -
 - Duetto concertante No.2 -
 - Duetto concertante No.2 -
 - Duetto concertante No.3 -
 - Duetto concertante No.3 -
 - Duetto concertante No.3 -


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Interpret(en):Carlini, Paolo
Pieranunzi, Gabriele
Falasca, Fabrizio
Fiore, Francesco
Leardini, Alessandra


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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