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Dienstag, 27. September 2022

Max Bruch: Klavierwerke - Christof Keymer, Klavier

Angelegentlich


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Max Bruch profiliert sich hier nicht als Klavierkomponist.

Wirklich Substanzvolles für das Soloklavier hat Max Bruch kaum geschaffen; außer den verhältnismäßig konventionellen Klavierstücken opp. 12 und 14 (1861-62) schuf er vor allem Bearbeitungen oder Fassungen von Werken für andere Besetzungen. Diesen Kompositionen – den Schwedischen Tänzen op. 63 wie auch den Klavierauszügen aus Vokalwerken (hier aus ‚Achilleus‘ op. 50 und ‚Die Loreley‘ op. 16) – mangelt es zumeist an musikalischem Gewicht und pianistischer Finesse –, vor allem stellt sich der Eindruck von ‚Hilfsmedien‘ zur Einstudierung einerseits und zum häuslichen Musizieren andererseits ein. Vielleicht am spannendsten ist das Adagio aus dem Violinkonzert g-Moll op. 26, das Christof Keymer nach Bruchs Einspielung auf dem Reproduktionsklavier notiert hat. Bruchs Desinteresse dem Klavier gegenüber spiegelt sich auch in den soliden, wenn auch den Solisten Christof Keymer nicht in die erste Reihe katapultierenden Wiedergaben. Dies mag auch an dem zur Einspielung genutzten Instrument liegen, das über wenig Eigencharakter verfügt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Max Bruch: Klavierwerke: Christof Keymer, Klavier

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203525829

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Bruch, Max


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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