> > > Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17: Alon Goldstein, Fine Arts Quartet
Dienstag, 28. September 2021

Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17 - Alon Goldstein, Fine Arts Quartet

Zusammenklang der Gegensätze


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mozarts Klavierkonzerte für Klavier und Quartett: Die Interpreten sind gut aufeinander abgestimmt.

Der Pianist Alon Goldstein und das Fine Art Quartett führen die klanglichen Gegensätze zusammen. Das Fine Art Quartett gehört zu den international erfolgreichsten Streichquartetten unserer Zeit. Der Musiker Alon Goldstein kooperierte mit vielen Orchestern zum Beispiel in Israel und Frankreich. Ebenso ist der Kontrabassist Alexander Bickard als Solist und Mitspieler in der Kammer- und Orchestermusik bekannt. Nicht weniger talentiert waren auch Mozarts Klavierschülerinnen. Das Klavierkonzert Nr. 9 Es-Dur KV 271 'Jeunehomme' und das Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart für Klavierschülerinnen. Das Konzert KV 453 ist erstmals im Jahr 1784 aufgeführt worden.

Das Es-Dur-Konzert erklingt durch den Vortrag des Quartetts sehr sanft, zart und akkurat. Dadurch, dass es hier von keinem Orchester, sondern von einem Streichquartett gespielt wird, wirkt der Klang viel klarer und gemütlicher bei derselben Klangfülle, die man mit einem Orchester vergleichen kann. Das Klavierspiel erklingt sanglich. Jedoch hört man bei dem Pianisten teilweise die ‚Tastenschläge‘ heraus. Das Zusammenspiel des Pianisten mit dem Quartett ist sehr harmonisch. Der Klang beider Akteure ist sehr gut aufeinander abgestimmt. Zum Schluss des 'Allegro' überzieht der Pianist teilweise das ‚Poetische‘ durch ein ausgedehntes Ritardando dort, wo es nicht nötig gewesen wäre. Am Anfang des 'Andantino' ist das Klavierspiel etwas leiser im Zusammenspiel mit dem Quartett, wodurch es für den Hörer schwieriger wahrzunehmen ist – hier könnte das Spiel des Pianisten etwas lauterr sein. In den Solo-Passagen des Solisten ist jeder Ton klar herauszuhören. Manchmal bekommt man als Hörer den Eindruck, dass das Klavierspiel bei langen Passagen auf der Stelle steht, weil Goldstein die innere Dynamik nicht deutlich genug herausarbeitet.

Die Streicher beginnen das Konzert KV 453 sehr homophon. Gleichzeitig werden imitatorische Einsätze exakt ausgeführt. Der Pianist spielt jedoch am Anfang manche Töne nicht durch. Auch in diesem Konzert ist das Zusammenspiel des Klavierspielers mit dem Quartett im Einklang. Fließende Übergänge und die dynamische Entwicklung sind gut gelungen. Im 'Andante' spielt das Solo viel sanglicher und weicher. Doch verliert es durch die getrennte Spielweise ‚non legato‘ an Sanglichkeit. Das „Allegretto“ klingt verspielt. Dadurch kommt der Kontrast der Klanglichkeit des Klaviers und der Streicher besser zum Ausdruck. Bei schnellen Passagen wirkt das Spiel jedes Musikinstruments etwas hektisch. Aber dafür ist der Klang ganz deutlich. Insgesamt bekommt der Hörer eine erzählende Spielweise demonstriert, wodurch er durch das Werk geführt wird.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Mozart: Piano Concertos No. 9 & 17: Alon Goldstein, Fine Arts Quartet

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313416479


Cover vergössern

Mozart, Wolfgang Amadeus


Cover vergössern

Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag Naxos:

blättern

Alle Kritiken von Naxos...

Weitere CD-Besprechungen von Anastasia Eckert:

  • Zur Kritik... Exzellente Spieltechnik: Dinara Klinton überzeugt mit Prokofjews Klaviersonaten. Weiter...
    (Anastasia Eckert, )
  • Zur Kritik... Eine Reise ins Ungewisse: Schuberts Winterreise ist oft eingespielt worden. Deshalb muss die Interpretation überzeugend sein. Aber sie ist mäßig gut. Die Intonation und die Wortausdeutung sind gut herausgearbeitet. Jedoch dominiert eine monotone Klanglichkeit. Weiter...
    (Anastasia Eckert, )
  • Zur Kritik... Ein altes Meisterwerk in neuem Klang: Das Berlage Saxophone Quartet entfaltet Bachs Goldberg-Variationen auf hohem künstlerischen Niveau. Weiter...
    (Anastasia Eckert, )

Alle Kritiken von Anastasia Eckert...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Ausgegraben: Die Wiederveröffentlichung von Aufnahmen aus den 1990er-Jahren schließt eine empfindliche Lücke in der Andriessen-Diskografie. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Mit Charme und Substanz: Pianist Matthias Kirschnereit und das HR-Sinfonieorchester brillieren mit Klavierwerken von Johann Nepomuk Hummel, Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Der wunderbare Klangkosmos des Leo Brouwer: Gitarrenmusik auf höchstem Niveau. Weiter...
    (Michael Pitz-Grewenig, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

RHPP70

Anzeige

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (9/2021) herunterladen (3400 KByte) Class aktuell (3/2021) herunterladen (7642 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Georg Philipp Telemann: Ouverture Suite in A major TWV 55:A4 - Tempo di Giga

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

"Wir gehen auf eine Reise mit dem Publikum, eine Reise in ein phantastisches Land"
Das Klavierduo Silver-Garburg über Leben und Konzertieren im Hier und Heute und eine neue CD mit Werken von Johannes Brahms

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich