> > > Gioachino Rossini: The Best Overtures: I Virtuosi Italiani, Marc Andrae
Dienstag, 26. Januar 2021

Gioachino Rossini: The Best Overtures - I Virtuosi Italiani, Marc Andrae

Zu kurz gegriffen


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Eine neue CD mit Rossini-Ouvertüren sollte einer essenziellen inneren Notwendigkeit entspringen – die hier nicht ganz nachvollziehbar ist.

Eine neue CD mit Rossini-Ouvertüren sollte einer essenziellen inneren Notwendigkeit entspringen – die große Zahl der auf dem Markt vorhandenen Einspielungen der Ouvertüren wie auch der vollständigen Opern setzt die Standards hoch. So versuchen sich die Virtuosi Italiani neben den üblichen Schlachtrössern durch Stücke zu profilieren, die noch nicht ganz so häufig zu hören waren.

Auf der einen Seite haben wir also ‚Il Turco in Italia‘, ‚La scala di seta‘, ‚Il Signor Bruschino‘, ‚L’Italiana in Algeri‘ und ‚Il barbiere di Siviglia‘, auf der anderen ‚L’equivoci stravagante‘, ‚L’inganno felice‘, ‚Tancredi‘ und ‚Sigismondo‘ (teilweise eine Variante der Ouvertüre zum ‚Turco in Italia‘). Was vom ersten Takt an ohrenfällig ist, ist eine große interpretatorische Frische und klangliche Durchhörbarkeit, mit besonderer Betonung der Bläsersoli; der Streicherkorpus ist hörbar verhältnismäßig klein. Das verleiht der Musik nicht selten fast kammermusikalische Intimität, hebt aber auch Brüche in den Texturen hervor, die bei größeren Besetzungen elegant überspielt werden können. Es werden Details hörbar, die sonst gerne untergehen, die Musik wird schlechterdings auf eine ‚konzertantere‘ Ebene gestellt. Was durchaus als problematisch angesehen werden darf, denn einen theatermäßig-dramatischen Eindruck erhalten wir weder hier noch dort. Rossinis Orchesterkunst wird fast als Selbstzweck ernstgenommen, und gerade die verschobenen Proportionen in der Orchesterbalance werfen die Frage auf, wo denn da in der folgenden Oper die Singstimmen hinpassen würden.

Große Prägnanz

Mit großer Prägnanz wird hier nahezu alles, was im Notentext steht, exekutiert – was aber auf der Strecke bleibt, ist die Doppelbödigkeit, aber auch der große heroische Gestus etwa von ‚Tancredi‘. Wir  hören eher Ouvertüren im italienischen Stil als italienische Opernouvertüren. Leider erläutert der Booklettext auch nicht, warum die CD den ambitionierten Titel 'The Best Overtures' trägt – und dann doch manch wichtiges und gewichtiges Stück weggelassen wurde, bei einer CD-Spieldauer von nur gut 57 Minuten. Für den Anspruch des Labels cpo greift die vorliegenden Produktion, bei allen Meriten, denn doch eindeutig zu kurz. Fast alles haben wir schon früher gehört, und nicht unbedingt schlechter und auch nur teilweise anders. So gehört zum Besten der vorliegenden Produktion – neben der Aufnahmetechnik – schlussendlich etwas überraschend der Booklettext.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Gioachino Rossini: The Best Overtures: I Virtuosi Italiani, Marc Andrae

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:

CD
761203538522


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Rossini, Gioacchino


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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