> > > Orlando: amore. gelosia. follia.: Filippo Mineccia, The New Baroque Times
Montag, 8. August 2022

Orlando: amore. gelosia. follia. - Filippo Mineccia, The New Baroque Times

Der rasende Countertenor


Label/Verlag: Glossa
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ein Konzeptalbum um Ariosts Dichtung 'Orlando furioso', die so viele Barockkomponisten inspiriert hat.

Filippo Mineccia und The New Baroque Times erkunden auf knappem Raum ein ungeahnt weites Spektrum. Neben allfälligen Beiträgen von Vivaldi und Händel hören wir hier Auszüge aus Opern von Agostino Steffani, Nicola Antonio Porpora, Giovanni Battista Mele, Georg Christoph Wagenseil und Giuseppe Millico (?), schlagen mithin den Bogen von Beiträgen des späten 17. bis zum späten 18. Jahrhundert. Die Entwicklung der musikalischen Charakterisierung über die Jahrzehnte ist als ausgesprochen spannend zu bezeichnen. Mineccias Countertenor ähnelt eher Fagioli als Jaroussky, mit etwas zu geringer Kontrolle über Haltetöne, was aber dem musikalischen Effekt keinen Abbruch tut. Man wäre interessiert, gerade von Wagenseil und Millico (der die hier vorgestellte Pastoralkantate möglicherweise zusammen mit Cimarosa geschaffen hat) mehr zu hören, und auch Steffani und Porpora erweisen sich als Meister, deren Erkundung noch am Anfang steht.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Orlando: amore. gelosia. follia.: Filippo Mineccia, The New Baroque Times

Label:
Anzahl Medien:
Glossa
1
Medium:
EAN:
CD
8424562235236

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Händel, Georg Friedrich
Porpora, Nicola
Steffani, Agostino
Vivaldi, Antonio
Wagenseil, Georg Christoph


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Glossa

Spaniens renommiertestes Klassiklabel wurde 1992 von Carlos Céster und den Brüdern José Miguel und Emilio Moreno gegründet. Sein "Hauptquartier" hat es in San Lorenzo del Escorial in den Bergen nahe Madrid. Zahlreiche herausragende Künstler und Ensembles aus dem Bereich der Alten Musik (z.B. Frans Brüggen und das Orchestra of the 18th Century, La Venexiana, Paolo Pandolfo, Hervé Niquet und sein Concert Spirituel u.v.a.) finden sich im Katalog des Labels. Doch machte GLOSSA von Anfang an auch wegen der innovativen Gestaltung und Produktionsverfahren von sich reden. Zu nennen wären hier die Einführung des Digipacks auf dem Klassikmarkt und dessen konsequente Verwendung, der Einsatz von Multimedia Tracks oder die Platinum-Serie mit ihrem avantgardistischen Design. Innerhalb der vergangenen knapp zwei Jahrzehnte konnte GLOSSA so zu einem der interessantesten Klassiklabels auf dem Markt avancieren. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt auch dem Spiritus rector und Gesicht des Labels, Carlos Céster.


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