> > > Alexander Kastalsky: Requiem: Orchestra of St. Luke's, Leonard Slatkin
Samstag, 25. Juni 2022

Alexander Kastalsky: Requiem - Orchestra of St. Luke's, Leonard Slatkin

Brüder im Tod


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Leonard Slatkin dirigiert eine denkwürdige Aufführung des Requiems von Alexander Kastalsky, das an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert

Musik kann nicht nur im Leben völkerverbindend sein, sondern auch nach dem Tod. Das jedenfalls ist das Anliegen des „Requiems“ von Alexander Kastalsky. Der 1856 geborene Schüler von Tschaikowsky, dessen Schaffen vorwiegend geistliche Werke umfasst, komponierte zwischen 1915 und 1917 zum Gedenken an alle im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten einen mehrsprachigen Klagegesang in siebzehn Teilen. Er setzt sich aus verschiedenen liturgischen Chören zusammen, entsprechend orthodoxer, römisch-katholischer und anglikanischer Traditionen. Sie erheben sich über einem mit Totenglocken, Orgel und Blechbläsern illustrativ instrumentierten Orchesterteppich. Besonders eindrucksvoll: die Hymne „Rock of Ages“, der Chopins Trauermarsch verarbeitet.

Die CD-Veröffentlichung hält eine mitgeschnittene Aufführung in der Washington National Cathedral fest, die 2018 in Erinnerung an den 100. Jahrestag des Waffenstillstands stattfand. Mit Inbrunst engagieren sich vier Chöre, die Sopranistin Anna Dennis, der Bassbariton Joseph Beutel und das Orchestra of St. Luke’s für die Totenmesse. Der Dirigent Leonard Slatkin koordiniert souverän das große Ensemble, strukturiert umsichtig und sorgt für einen nicht nachlassenden Spannungsbogen der vorwiegend getragenen Sätze, die in einem monumentalen Finale kulminieren. Kastalskys „Requiem“ ist nicht nur großartige Musik, sondern ein bewegender Aufruf gegen Krieg.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Alexander Kastalsky: Requiem: Orchestra of St. Luke's, Leonard Slatkin

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
747313424573

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Kastalsky, Alexander


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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