> > > Ivan Zajc: Nikola Subic Zrinjski: Rijeka Symphony Orchestra, Rijeka Oper Choir, Ville Matvejeff
Mittwoch, 20. Januar 2021

Ivan Zajc: Nikola Subic Zrinjski - Rijeka Symphony Orchestra, Rijeka Oper Choir, Ville Matvejeff

Kroatische Musiktragödie


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die kroatische Nationaloper 'Nikola Subic-Zrinjski' entfaltet auch außerhalb des Landes ihre musikalische Wirkung.

Opern aus dem ehemaligen Jugoslawien sind in der hiesigen Theaterlandschaft ein weißer Fleck. Da macht auch die kroatische Nationaloper 'Nikola Šubić-Zrinjski' keine Ausnahme. Sie stammt von Ivan Zajc (1832-1914), einem der populärsten und produktivsten Komponisten des Landes. Sein Musikstudium absolvierte er in Mailand und nach einem kurzen Intermezzo in seiner Geburtsstadt Rijeka zog er nach Wien, wo er mit Operetten reüssierte. 1869 kehrte er in die Heimat zurück, verschrieb sich ihrem musikalischen Aufbau und schuf daneben ein Riesenwerk an Vokal- und Orchestermusik, darunter Opern mit vorwiegend patriotischem Hintergrund.

Die bekannteste ist 'Nikola Šubić-Zrinjski', die 1876 in Zagreb uraufgeführt wurde. Sie erzählt von der historischen Belagerung der Festung Szigetvár durch die Osmanen unter ihrem Herrscher Süleyman der Prächtige. Dagegen leistet der Titelheld, ein kroatisch-ungarischer Adliger, mit seinen Getreuen erbitterten Widerstand. Als der Untergang unvermeidlich ist, bittet seine Tochter Jelena ihren Geliebten, sie zu erstechen, um der Schändung durch die Feinde zu entgehen. Mit der Zerstörung der Festung endet das Werk. Die Partitur greift speziell in den Arien und Duetten Einflüsse der italienischen Opernromantik auf und mixt sie mit nationalem Musikgut, das die Chöre und Märsche bestimmt, aber auch Jelenas Traumarie, die sich auf ein Volkslied bezieht.

Kraft und Leidenschaft

In Kroatien gehört 'Nikola Šubić-Zrinjski' zum Standardrepertoire und es gibt auch mehrere Aufnahmen. Die aktuelle – bedauerlicherweise gekürzt und ohne Balletteinlage – basiert auf einer Aufführungsserie von 2018 aus dem kroatischen Nationaltheater Rijeka, das den Namen des Komponisten trägt. Sie steht unter der Leitung des finnischen Dirigenten Ville Matvejeff, der die Kraft und Leidenschaft der Musiktragödie voll auskostet. Mit Herzblut dabei ist das gesamte Ensemble und der Opernchor, der bei den schneidig vorgetragenen Hymnen ganz in seinem Element ist. Für die Titelpartie bringt Robert Kolar einen nobel phrasierenden Bariton und eine würdevolle Gestaltung mit. Kristina Kolar stattet seine Ehefrau Eva mit warm strömendem, dunkel timbriertem Sopran aus. Er bildet einen schönen Kontrast zur mädchenhaft reinen, in den Höhen leuchtenden und die Ensembles überstrahlenden Stimme von Anamarija Knego als Tochter Jelena. Aljaž Farasin behauptet sich als Geliebter mit heldischem Tenor.

Das Booklet enthält einen informativen Aufsatz und die Sängerbiographien in Deutsch, das Libretto ist in Kroatisch und in englischer Übersetzung abgedruckt. Der Mitschnitt fängt die Aufführung ohne störende Nebengeräusche ein und ist ein wichtiges Tondokument einer hierzulande unterrepräsentierten Opernnation.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Ivan Zajc: Nikola Subic Zrinjski: Rijeka Symphony Orchestra, Rijeka Oper Choir, Ville Matvejeff

Label:
Anzahl Medien:
cpo
2
Medium:
EAN:

CD
761203533527


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Zajc, Ivan
 - Nikola Subic Zrinjski - Ouverture
 - Nikola Subic Zrinjski -
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Dirigent(en):Matvejeff, Ville
Orchester/Ensemble:Rijeka Opera Symphony Orchestra
Interpret(en):Farasin, Aljaz


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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