> > > Tchaikovsky: Sacred Choral Works: Latvian Radio Choir, Sigvards Kjava
Samstag, 25. September 2021

Tchaikovsky: Sacred Choral Works - Latvian Radio Choir, Sigvards Kjava

Andächtige Stimmung


Label/Verlag: Ondine
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der Lettische Radiochor singt, geleitet von Sigvards Klava, die 'Nachtvesper' op. 52 von Tschaikowsky sowie vier kleine Zugaben.

Vor einem Jahr veröffentlichte das Label Ondine eine Platte mit dem Lettischen Radiochor unter Sigvards Klava und geistlicher Chormusik von Pjotr Tschaikowskij. Nun kommt die Fortsetzung, bei der die 'Nachtvesper' op. 52 im Mittelpunkt steht. Die Platte ähnelt ihrer Vorgängerin auf verblüffende Weise. Zu erwarten war der wiederum ausgesprochen angenehme Chorklang, bei dem die Intonation und die Balance keinerlei Schwächen zeigen. Wiederum gestaltet Sigvards Klava zudem elegant, wählt flüssige Tempi und meidet allzu starke Extreme. Außerdem sind auch hier wieder einige kleinere Chöre dem Hauptwerk an die Seite gestellt. Und wiederum ist dieses Hauptwerk nicht komplett aufgenommen, ohne dass dies irgendwo erwähnt würde.

Andächtige Stimmung

Tschaikowskij hat in seiner 'Nachtvesper' die zugrundeliegenden Themen der orthodoxen Liturgie sehr vorsichtig verarbeitet, in meist sehr schlichtem vierstimmigen Satz, der nur selten breiter aufgefächert wird. Auch die dynamischen Vorgaben sind vergleichsweise dezent. Somit liegt hier ein Werk vor, das alles andere als typisch für Tschaikowskijs Stil ist. Das Ganze wirkt allerdings in dieser sanften Schlichtheit, zumal wenn sie durch die Interpretation besonders betont und klanglich so perfekt aufgezeichnet wird, fast überirdisch schön. Beispielhaft wäre etwa der Beginn des vierten Satzes zu nennen. Auf jeden Fall vermittelt sich die andächtige Stimmung über die Dauer von knapp 45 Minuten sehr eindrucksvoll.

Einen ziemlichen Kontrast bilden die vier kleinen Zugaben, deren Stil sich deutlich von dem der liturgischen Gesänge unterscheidet. Grundsätzlich könnte man gegen die Interpretationen dieser Platte einwenden, dass sie kaum dem entsprechen, was man bei russischer Chormusik erwarten würde. Allzu glatt wirkt der Ansatz zuweilen, denn plötzliche Akzente, starke Agogik sowie rasche dynamische Wechsel und die damit verbundene betont ausgeprägte Expressivität, wie sie russische Interpreten häufig bevorzugen, gibt es hier nicht. Die Begleittexte im Beiheft gibt es leider nur auf Englisch.

Interpretation:
Klangqualität:
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Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tchaikovsky: Sacred Choral Works: Latvian Radio Choir, Sigvards Kjava

Label:
Anzahl Medien:
Ondine
1
Medium:
EAN:

CD
761195135228


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Tschaikowsky, Peter


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Ondine

The roots of Ondine date back to 1985 when founder Reijo Kiilunen released the very first Ondine album under the auspices of the renowned Finnish Kuhmo Chamber Music Festival. The label's initial mission was to produce one live album at the Festival each season. The fourth album, however, featured Einojuhani Rautavaara's opera Thomas (ODE 704-2), raising major international attention and opening the ground for overseas distribution. Kiilunen, who was running the Festival's concert agency and had begun the recording activity part-time, soon decided to devote himself fully to the development of this new business, producing and editing the first 50 releases himself. Since 2009 the company has been a part of the Naxos Group.

Today Ondine's extensive catalogue includes nearly 600 recordings of artists and ensembles such as conductor and pianist Christoph Eschenbach, conductors Vladimir Ashkenazy, Vasily Petrenko, Mikhail Pletnev, Esa-Pekka Salonen, Hannu Lintu, Jukka-Pekka Saraste, Sakari Oramo, Leif Segerstam and John Storgårds, orchestras such as The Philadelphia Orchestra, Orchestre de Paris, London Sinfonietta, Bavarian Radio Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Russian National Orchestra, Czech Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic and Tampere Philharmonic, sopranos Soile Isokoski and Karita Mattila, baritone Dmitri Hvorostovsky and Gerald Finley, violinist Christian Tetzlaff, violist David Aaron Carpenter, cellist Truls Mørk and pianist Olli Mustonen.

The label has also had a long and fruitful association with Finnish composers Einojuhani Rautavaara, Magnus Lindberg and Kaija Saariaho, having recorded the premieres of many of their works and garnering many awards along the way.


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