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Samstag, 28. Mai 2022

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Psalmen - Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman

In edlem Klanggewand


Label/Verlag: BR-Klassik
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Der Chor des Bayerischen Rundfunks mit Psalmen von Mendelssohn.

In der Aufzeichnung eines Konzerts aus der Weihnachtszeit 2016 ist bei BR Klassik diese CD mit Chorwerken, genauer gesagt Psalm-Vertonungen von Felix Mendelssohn-Bartholdy erschienen. Aufgeführt hat sie der Chor des Bayerischen Rundfunks unter seinem in jenem Jahr ernannten Leiter Howard Arman zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester. Am Beginn steht der auf Lateinisch gesungene, eher selten zu hörende 115. Psalm 'Non nobis Domine' op. 31. Schon darin erkennt man die Stärken des BR-Chors, präzise Stimmführung und subtile dynamische Nuancen begeistern im klanglich raumgreifenden Zusammen- und Wechselspiel mit dem Orchester. Erhabenes Gewicht legen sie in den gleichnamigen Anfangssatz, nicht nur textlich, auch musikalisch fesselt eine klare Artikulation, beide Ensembles kleiden die melodisch und harmonisch ästhetische Schönheit von Mendelssohns Choralsätzen in ein edles Klanggewand.

Ungleich bekannter ist die Vertonung des 42. Psalms 'Wie der Hirsch schreit'. Mit feinsinnig angelegten Steigerungen erklingt der Eingangschor, in den Rezitativen und Arien stehen exzellente Solisten zur Verfügung, heraus ragen Johanna Winkels geschmeidiger, höhensicherer Sopran und Julian Prégardiens schlank phrasierendes Tenor-Timbre. Polyphone Klarheit herrscht exemplarisch im Schlusschor des 91. Psalms ('Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit'). Mit sanfter Wärme in Luthers vertontem Gebet 'Verleih‘ uns Frieden gnädiglich' klingt die erlesene kirchenmusikalische Kompilation aus.

Thomas  Gehrig Kurzkritik von Thomas Gehrig,


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Felix Mendelssohn-Bartholdy: Psalmen: Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman

Label:
Anzahl Medien:
Veröffentlichung:
Spielzeit:
Aufnahmejahr:
BR-Klassik
1
27.10.2017
059:16
2016
Medium:
EAN:
BestellNr.:
CD
4035719005196
900519

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Mendelssohn Bartholdy, Felix


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"Kaum ein Komponist seiner Epoche war derart verwurzelt in der deutschen und der europäischen Chortradition wie Felix Mendelssohn Bartholdy. Unter dem starken Eindruck der Kunst Johann Sebastian Bachs, die er in der Berliner Singakademie bei Carl Friedrich Zelter kennengelernt hatte, schuf der junge Mann eine Reihe von acht Choralkantaten, zu denen auch „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (1831) gezählt wird – ein kurzes Gebet nach Worten Martin Luthers für Chor und Orchester, das den Text, nicht aber die Melodie des bekannten Chorals aufgreift. Bekannter noch wurden Mendelssohns fünf breit angelegte und großbesetzte Psalmenvertonungen, von denen hier drei erklingen: Das erste Stück dieser Gruppe ist der mehrteilige 115. Psalm „Non nobis Domine“ („Nicht unserm Namen, Herr“, in lateinischer Sprache gesungen) für Soli, Chor und Orchester op. 31 (1829/30), der vermutlich bereits während des ersten Englandaufenthalts begonnen wurde und die Faszination Mendelssohns durch Händels Musik belegt. Den deutschen Text dichtete er 1835 für die Erstveröffentlichung hinzu. „Wie der Hirsch schreit“, eine mehrteilige, kantatenartige Vertonung des 42. Psalms für Sopran, Chor und Orchester op. 42 (1837/38), erachtete Mendelssohn selbst als sein bestes Werk dieser Gruppe – es wurde auch von Robert Schumann hochgelobt und ist bis heute eines der bekanntesten Chorwerke des Komponisten. Für den neu zusammengestellten Berliner Domchor schrieb er 1843/44 unter anderem eine Vertonung des 98. Psalms „Singet dem Herrn ein neues Lied“ für Soli, Chor und Orchester op. 91 und auf Anfragen aus London schuf er die „Hymn“ „Hear my Prayer“ („Hör mein Bitten“, in englischer Sprache gesungen) nach dem 55. Psalm für Sopran, Chor und Orgel (1844/1847), die er später orchestrierte und mit englischem und deutschem Text veröffentlichte. Die Orgelfassung wurde in London, die Orchesterfassung in Dublin uraufgeführt; das Stück, das die englische Tradition des Vers-Anthems aufgreift, war im viktorianischen England eine seiner bekanntesten geistlichen Kompositionen. In der Aufzeichnung eines Konzerts vom 17. Dezember 2016 aus dem Münchner Prinzregententheater ist der immer wieder hochgelobte Chor des Bayerischen Rundfunks zu erleben, unterstützt von den Solisten Johanna Winkel, Julian Prégardien und Krešimir Stražanac sowie dem Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Howard Arman. Johanna Winkel, Sopran Julian Prégardien, Tenor Krešimir Stražanac, Bassbariton Chor des Bayerischen Rundfunks mit Solisten Münchner Rundfunkorchester Howard Arman, Leitung "


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BR-Klassik

Herausragende Musikaufnahmen der drei Klangkörper des Bayerischen Rundfunks werden unter einer gemeinsamen Marke den Musikfreunden angeboten. Das Label heißt BR-KLASSIK. Zum Start sind acht Tonträger sowie eine DVD am 18. September 2009 veröffentlicht worden. Mittlerweile umfasst der gesamte Katalog über 150 Aufnahmen.

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks genießen sowohl in der Region als auch international einen außergewöhnlichen Ruf in Bezug auf Qualität, künstlerische Kreativität und die Vermittlung von klassischer Musik. Im Konzertsaal und in Hörfunk- und Fernsehübertragungen sind die drei Klangkörper regelmäßig zu hören. Herausragende Konzerte, besonders gelungene Interpretationen und selten zu hörende Werke werden nun unter der gemeinsamen Marke BR-KLASSIK auf dem hauseigenen Label dokumentiert.

Das CD-Label BR-KLASSIK ist organisatorisch bei der BRmedia Service GmbH angesiedelt, dem für die Zweitverwertungen zuständigen Tochterunternehmen des Bayerischen Rundfunks, und wird von Stefan Piendl als Label-Manager geleitet. Mit ihm konnte der Bayerische Rundfunk einen erfolgreichen, externen Experten mit umfassender, internationaler Erfahrung für die Mitwirkung an seinem neuen Label BR-KLASSIK gewinnen.

In der Reihe BR-KLASSIK ARCHIVE bringt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks historische Aufnahmen des Labels zu Gehör. Z.B. war an zwei denkwürdigen Konzertabenden die Pianistin Martha Argerich zu Gast, 1973 unter Leitung von Eugen Jochum mit Mozarts Klavierkonzert KV 456 sowie zehn Jahre später mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 unter Seiji Ozawa.

Im Vertrieb werden die Neuerscheinungen von BR-KLASSIK weltweit durch NAXOS betreut. Damit ist eine bestmögliche Präsenz auf allen wichtigen internationalen Märkten gewährleistet. Zu einer modernen Vertriebsstruktur gehört selbstverständlich auch die Möglichkeit des digitalen Downloads über Musikportale wie iTunes, Spotify u.a.. Auch dieser Vertriebsweg wird über die Firma NAXOS erschlossen. Die Naxos Music Library präsentiert zudem für Universitäten und öffentliche Bibliotheken via Internet einen ständig wachsenden Katalog mit Tausenden von Titeln weltweit führender Labels. Studenten, Lehrpersonal und andere Benutzer können sich jederzeit einloggen und in der Bibliothek, im Hörsaal, im Studentenwohnheim, im Büro oder zu Hause das komplette Repertoire abrufen - auch die Aufnahmen von BR-KLASSIK.


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