> > > G. Bacewicz: Chamber music: Jaga Klimaszewska, Mateusz Rettner
Dienstag, 9. August 2022

G. Bacewicz: Chamber music - Jaga Klimaszewska, Mateusz Rettner

Weder Fisch noch Fleisch


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Diese Bacewicz-CD überzeugt vom Programmkonzept her nicht.

An Einspielungen der Violinsonaten von Grażyna Bacewicz herrscht auf dem Tonträgermarkt wahrlich kein Mangel, besonders die (auch hier dargebotenen) Sonaten Nr. 3–5 (1947, 1949 & 1951) wurden häufig vorgelegt. 1932 hatte Bacewicz in den Fächern Violine und Komposition ihr Studium abgeschlossen, und ihre kompositorische Auseinandersetzung mit dem Instrument trug zahlreiche Früchte. Mit der Konkurrenzeinspielung von Piotr Plawner und Ewa Kupiec (Hänssler, derzeit vergriffen) können Jaga Klimaszewska und Mateusz Rettner nicht mithalten – weit geringer ist die Bandbreite der Klangfarben, die Souveränität des interpretatorischen Ausdrucks trotz völliger Hingabe an die Musik. Auch bleibt unverständlich, warum die Erste Klaviersonate, jüngst auch anderswo bei DUX erschienen, auch hier vorgelegt wurde – nur um sich gegen andere Violinkammermusik-CDs abzusetzen? Gäbe es keine anderen Einspielungen, Klimaszewskas und Rettners Einsatz wäre besonders zu würdigen. Doch der Markt ist bereits besetzt.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    G. Bacewicz: Chamber music: Jaga Klimaszewska, Mateusz Rettner

Label:
Anzahl Medien:
DUX
1
Medium:
EAN:
CD
5902547015613

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Bacewicz, Grazyna


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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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