> > > Werke von Laks, Rozsa, Orban, Kilar: Erdody Chamber Orchestra, Zsolt Szefcsik
Donnerstag, 16. September 2021

Werke von Laks, Rozsa, Orban, Kilar - Erdody Chamber Orchestra, Zsolt Szefcsik

Profilierter Streicherklang


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ein von der Kompositionsqualität unausgewogenes Programm bietet zwei beachtliche Kompositionen für Streichorchester aus den Jahren 1936-1943.

Bei einer Einspielung von Musik für Streichorchester ist kaum etwas schlimmer als ein unprofilierter Streicherklang. Wenn die Musik perfekt musiziert ohne Ecken und Kanten präsentiert wird, kann das leicht in Langeweile ausarten. Das Erdödy Chamber Orchestra unter Zsolt Szefcsik kann fraglos mit klarem Profil aufwarten, und der vorzügliche SACD-Klang ‚vergrößert‘ diesen Klang fast ins Symphonische, ohne die Differenziertheit einzubüßen. Dass nur gelegentlich einzelne solistische Beiträge nicht ganz diesem Niveau entsprechen (etwa gleich im Kopfsatz der Sinfonietta von Szymon Laks aus dem Jahr 1936 das Cellosolo), ist bedauerlich, beeinträchtigt den Gesamteindruck aber kaum.

Der Orchesterklang ist warm und dynamisch und farblich fein ausdifferenziert, gleichzeitig gut balanciert und doch raumgreifend, von großem Stimmungsspektrum. Eine große Beethoven-Geste eröffnet Miklós Rózsas Concerto für Streichorchester op. 17 von 1943 – weit entfernt von leichtgewichtiger Filmmusikkost, für die Rózsa dem Publikum natürlich viel besser bekannt ist. Von geringerem musikalischen Anspruch sind György Orbáns dreisätzige Suite 'Sopra canti diversi' von 2014 und erst recht das der Minimal Music verbundene 'Orawa' (1986) von Wojciech Kilar; schade, dass die beiden früheren Werke durch die später entstandenen Beiträge in ihrer Wirkung etwas beeinträchtigt werden.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Werke von Laks, Rozsa, Orban, Kilar: Erdody Chamber Orchestra, Zsolt Szefcsik

Label:
Anzahl Medien:
DUX
1
Medium:
EAN:
CD
5902547015996

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DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


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