> > > Georg Friedrich Händel: Concerti grossi op.6, 7-12: Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Georg Friedrich Händel: Concerti grossi op.6, 7-12 - Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck

Concerti grossi, zweiter Teil


Label/Verlag: Pentatone Classics
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Akademie für Alte Musik komplettiert ihre Version von Händels op. 6 nobel und geschmackvoll: Mit diesem Set von Concerti grossi macht ganz sicher niemand etwas falsch.

Concerti grossi, die der Musikwissenschaftler Rudolf Eller als auskomponierte Triosonaten bezeichnet hat, sind eine für die Zeit des späten Barock ungemein typische und für Instrumentalisten jener wie heutiger Zeiten hochattraktive Form – gibt sie doch der Idee instrumentaler Repräsentanz entsprechend dem Konzept des italienischen Concerto Raum, bezieht gleichzeitig die kompaktere Grundidee einer Sinfonia ein und trägt überdies den kammermusikalischen Kern der Sonate in sich. Georg Friedrich Händel war – in der Nachfolge von und auch in Konkurrenz zu Arcangelo Corelli – einer der Großmeister dieser Gattung. Vor wenigen Monaten hatte die Akademie für Alte Musik beim Label Pentatone die ersten sechs Concerti des op. 6 veröffentlicht; jetzt ist die zweite Hälfte in identischer Ausstattung zu hören. Händel hat diese Werke konzentriert binnen vier Wochen im Herbst 1739 komponiert, in enger Zusammenarbeit mit seinem Verleger Walsh, der wie Händel wusste, wonach das Londoner Publikum verlangte und was sich gut verkaufte. Händel ist in diesen Werken unverkennbar er selbst, mit einem in sich stabilen, gefestigten Idiom: eine bemerkenswerte Künstlerpersönlichkeit von großer Kraft und Konsistenz.

Edel und kultiviert

Wie schon im ersten Teil nimmt die Akademie für Alte Musik mit ihrem ersten Geiger Bernhard Forck an der Spitze mit einem edel gerundeten Ensembleklang für sich ein. Ideal geformte, gleichwohl lebendig pulsierende Streicherregister sind zu hören, ein vor allem kultivierter Händel-Ansatz prägt die Szene. Hinzu treten rhythmische Akzente, aber auch die in nobler Geste. Manches Allegro wird mit pfeffriger Attitüde angepackt; seelenvolle Adagio-Kunst scheint dem Ensemble besonders am Herzen zu liegen – edelsüße Linien werden vielfach vom Basso continuo strukturklar getragen. Vielleicht – das wäre ein Einwand an höchstem interpretatorischen Niveau – gerät mancher Satz in seiner Gesamtwirkung eine Spur zu gediegen. Doch nimmt dann wieder die vielfach schattierende, Wirkungen klug kalkulierende dynamische Kunst des Ensembles für den Vortrag ein, überzeugt das differenzierte Tableau der Tempi, zeigt die geradezu plastisch-griffig gelingende Intonation, welches Händel-Glück da offeriert wird. Dazu macht die artikulatorische Arbeit insgesamt den Eindruck von Luzidität und Transparenz. Das wird maßgeblich vom kongenialen Klangbild unterstützt, das klar gegliedert ist, plastische Klanggestalten hörbar macht, die Register glücklich präsentiert, mit ernsthafter Konzentration.

Die Akademie für Alte Musik komplettiert ihre Version von Händels op. 6 nobel und geschmackvoll: Mit diesem Set von Concerti grossi macht ganz sicher niemand etwas falsch.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Georg Friedrich Händel: Concerti grossi op.6, 7-12: Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck

Label:
Anzahl Medien:
Pentatone Classics
1
Medium:
EAN:

CD
827949073861


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Händel, Georg Friedrich


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Pentatone Classics

PentaTone wurde im Jahr 2001 von drei ehemaligen Leitenden Angestellten der Philips Classics zusammen mit Polyhymnia International (dem ehemaligen Philips Classics-Aufnahmezentrum) ins Leben gerufen.
Die Gründer von PentaTone sind überzeugt, dass der 5-Kanal Surround-Sound allmählich den heute noch gängigen Stereo-Sound ersetzen wird, vor allem weil er die Hörerfahrung immens bereichert. Die Einführung der Super Audio-CD (SA-CD) durch Sony und Philips hat es dem Hörer ermöglicht, sich den Konzertsaal direkt ins eigene Wohnzimmer zu holen. Die SA-CD hat im Vergleich zur CD eine weitaus höhere Speicherkapazität und sie kann 5-Kanal-Informationen in hoher Auflösung aufnehmen. Deshalb bietet die SA-CD einen hochwertigen Surround Sound.
Alle PentaTone-Aufnahmen erscheinen auf sog. hybriden SA-CDs, die zwei miteinander verbundene Schichten haben. Die erste enthält das normale CD-Signal, während auf der zweiten das Surround-Sound-Signal abliegt. Diese hybriden Tonträger können mit Stereo-Effekt auf jedem normalen CD-Spieler abgespielt werden. Um den Surround Sound-Effekt zu erzielen, benötigt man einen SA-CD-Spieler.
PentaTone baut seit einigen Jahren mit den hervorragenden Aufnahmen von Polyhymnia International einen neuen Klassikkatalog auf, der die berühmtesten Werke der Musikgeschichte enthält, interpretiert von absoluten Weltklasseinterpreten. So wurden Symphonie-Zyklen von Beethoven, Bruckner, Schostakowitsch und Schumann begonnen. Ein Brahms-Zyklus mit Marek Janowski am Pult des Pittsburgh Symphony Orchestra ist bereits erschienen. Sämtliche Werke für Violine und Orchester von Mozart wurden mit Julia Fischer aufgenommen, dem "Gramophone Artist of the Year 2007". In seiner kurzen Geschichte hat PentaTone bereits zahlreiche renommierte Preise gewonnen, darunter einen Grammy, einen Gramophone Award, einen Preis der deutschen Schallplattenkritik, zwei Echos, zwei Diapason d'Ors de l'année und einen CHOC de l'année.
Neben den Neuaufnahmen veröffentlicht PentaTone auch historische Surround Sound-Aufnahmen auf SA-CD. Dafür hat PentaTone sämtliche, zwischen 1970 und 1980 von Philips Classics im Quadrophonie-Verfahren entstandenen Aufnahmen für die Herausgabe auf SA-CD lizenziert. Auf diesen Einspielungen sind die legendären Philips Classics-Künstler jener Epoche zu hören. Mit dem heutigen SA-CD-System kommen diese spektakulären und hochwertigen 4-Kanal-Aufnahmen so zur Geltung, wie man es ursprünglich geplant hatte. Die Serie trägt den Titel "RQR" (Remastered Quadrophonic Recordings).


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