> > > Philip Glass: Violin concerto No.2, American Four Seasons: Berner Kammerorchester, Philippe Bach
Sonntag, 14. August 2022

Philip Glass: Violin concerto No.2, American Four Seasons - Berner Kammerorchester, Philippe Bach

Glass für Genießer


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die vorliegende Einspielung begeistert durch intensives Musizieren.

Wo ist der Ort der modernen Musik, wenn jeder Stil gleichermaßen Gültigkeit für sich beanspruchen kann? Der amerikanische Komponist Philip Glass spürt vielleicht dieses Dilemma, sucht er doch immer Bezüge zur Historie. Vielleicht im Sinne des mittelalterlichen Philosophen Abaelard: ‚Wahrheit wird durch Infragestellung erzeugt und durch Disputation gepflegt‘. Bei seinem zweiten Violinkonzert aus dem Jahre 2009 ist der Bezug zu Vivaldi deutlich, bezeichnet Glass es doch als 'American Four Seasons'. Musikalisch lässt der Komponist jedoch die Hörer im Unklaren, da ein musikalischer Bezug nur mit Mühe zu erkennen ist und auch programmatische Überschriften fehlen.

Wie dem auch sei, hier liegt mal wieder ein typischer Glass vor, so wie seine Liebhaber es mögen, virtuos in den schnellen Sätzen, etwas monoton-grüblerisch in den langsamen Sätzen. Philippe Bach hat sein Berner Kammerorchester glänzend vorbereitet. Piotr Plawner ist ein solider Violinist, der den durchaus schwierigen Notentext sicher beherrscht und so die Verschiebung des Rhythmischen und die stellenweise technisch anspruchsvolle Mehrstimmigkeit glänzend realisiert. Bei ihm bekommen auch die langsamen Sätze eine gewisse Ausdruckstiefe. Das gilt vor allem für die kompositorisch erstaunlich tiefgründige Sonate für Violine und Klavier (2008), wo ihm Gerado Vial am Klavier ein kongenialer Partner ist.


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Philip Glass: Violin concerto No.2, American Four Seasons: Berner Kammerorchester, Philippe Bach

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:
CD
636943986523

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Glass, Philip


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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