> > > Ludwig van Beethoven: Violin Concerto, Violin Romance: Lena Neudauer, Cappella Aquileia, Marcus Bosch
Samstag, 21. Mai 2022

Ludwig van Beethoven: Violin Concerto, Violin Romance - Lena Neudauer, Cappella Aquileia, Marcus Bosch

Frühlingsbrise


Label/Verlag: cpo
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Beethovens Violinkonzert und Violinromanzen in frischem schlanken Klang.

Die große Frische, die auch Marcus Boschs andere Beethoven-Einspielungen auszeichnet, ist auch im vorliegenden Fall ein besonderer Pluspunkt. Die Cappella Aquileia arbeitet unter seiner Leitung die Architektur der Musik vorbildlich heraus, wenn auch manche Klangfarbe mehr an Dvořák denn an Beethoven gemahnt, manche Feinheit der Orchestrierung nicht realisiert werden kann. Lena Neudauer steuert einen schlanken, unprätentiösen Solopart bei, der nicht virtuos auftrumpft, sondern sich bei Bedarf auch als 'Begleitung zum Orchester' versteht. Hierdurch stimmen nun wieder die Proportionen zwischen Solo und Orchester, auch zwischen den einzelnen Teilen des Werks. Bei den beiden Violinromanzen ist gerade der unverstellte Zugang der Solistin, ihre nachgerade zwangsläufige Phrasierung und ihre 'unkünstliche' Perspektive besondere Aktivposten, die die CD aus den üblichen Veröffentlichungen der Werke hervorhebt. Nur ist sie leider etwas kurz geraten - gerade mit Blick auf den Booklettext, der behauptet, hiermit handele es sich um Beethovens komplette Violinkonzertmusik, auch wenn dies nicht korrekt ist (es gibt noch das sehr selten gespielte unvollständige Violinkonzert WoO 5).


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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Ludwig van Beethoven: Violin Concerto, Violin Romance: Lena Neudauer, Cappella Aquileia, Marcus Bosch

Label:
Anzahl Medien:
cpo
1
Medium:
EAN:
CD
761203755929

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Beethoven, Ludwig van


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Dirigent(en):Bosch, Marcus
Orchester/Ensemble:Capella Aquileia
Interpret(en):Neudauer, Lena


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cpo

Wohl kaum ein zweites Label hat in letzter Zeit soviel internationale Aufmerksamkeit erregt wie cpo. Die Fachwelt rühmt einhellig eine überzeugende Repertoirekonzeption, die auf hohem künstlerischen Niveau verwirklicht wird und in den Booklets eine geradezu beispielhafte Dokumentation erfährt. Der Höhepunkt dieser allgemeinen Anerkennung war sicherlich die Verleihung des "Cannes Classical Award" für das beste Label (weltweit!) auf der MIDEM im Januar 1995 und gerade wurde cpo der niedersächsische Musikpreis 2003 in "Würdigung der schöpferischen Leistungen" zuerkannt.
Besonders stolz macht uns dabei, daß cpo - 1986 gegründet - in Rekordzeit in die Spitze vorgestoßen ist. Das Geheimnis dieses Erfolges ist einfach erklärt, wenn auch schwierig umzusetzen: cpo sucht niemals den Kampf mit den Branchenriesen, sondern füllt mit Geschick die Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden, weil sie dort keine Geschäfte wittern. Und aus mancher Nische wurde nach einhelliger Ansicht der Fachwelt mittlerweile ein wahres Schmuckkästchen.
Am Anfang einer Repertoire-Entscheidung steht bei uns noch ganz altmodisch das Partituren-lesen, denn nicht alles, was noch unentdeckt ist, muß auch auf die Silberscheibe gebannt werden. Andererseits gibt es - von der Renaissance bis zur Moderne - noch sehr viele wahre musikalische Schätze zu heben, die oft näher liegen, als man meint. Unsere großen Werk-Editionen von Pfitzner, Korngold, Hindemith oder Pettersson sind nicht umsonst gerühmt worden. In diesem Sinne werden wir fortfahren.
Letztendlich ist unser künstlerisches Credo ganz einfach: Wir machen die CDs, die wir schon immer selbst haben wollten. Seien Sie herzlich zu dieser abenteuerlichen Entdeckungsfahrt eingeladen!


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