> > > Witold Friemann: Works for Clarinet & Piano: Barbara Borowicz, Marek Szlezer
Samstag, 4. Februar 2023

Witold Friemann: Works for Clarinet & Piano - Barbara Borowicz, Marek Szlezer

Vorspiel zu einem Wettbewerb


Label/Verlag: DUX
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Die Kammermusik Witold Friemanns hat viel zu bieten.

2021 wurde durch polnische Stiftung Life and Art die Witold Friemann International Clarinet Competition gegründet, wenige Jahre nachdem die vorliegende CD entstanden war. Friemann (1889–1977) hatte seine Ausbildung (Komposition und Klavier) in Warschau und Leipzig erhalten, und fraglos war Reger für Friemanns unermüdlichen Schaffenseifer zumindest mitverantwortlich (der Booklettext spricht von 1300 Kompositionen für unterschiedlichste Besetzungen). Die späteste Komposition auf der CD, 'Zmierzch jesienny' (Herbstzwielicht) von 1970, trägt die Opuszahl 335. Die drei Klarinettensonaten opp. 155 (1949), 219 (1959) und 222 (1959), deren erste den Titel 'Quasi una sonata' trägt, entstanden gleichwohl frühestens knapp vierzig Jahre nach Friemanns Schülerschaft bei Reger. Außerdem hören wir die Vier Stücke op. 170 und die Suite op. 171 von 1952-53. Von der Harmonik hat sich Friemann von Reger nicht viel weiterentwickelt, und selbst gewisse Phrasen des spätesten Werks scheinen bei aller Individualität auf Reger zurückzublicken. Barbara Borowicz und Marek Szlezer sind Friemanns Musik engagierte Sachwalter, wenn auch das letzte Quäntchen herausgearbeiteter Individualität (noch?) fehlt. Doch ansonsten sind die Einspielungen ohne Fehl, auch in guter (wenn auch nicht optimaler) Aufnahmetechnik.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Witold Friemann: Works for Clarinet & Piano: Barbara Borowicz, Marek Szlezer

Label:
Anzahl Medien:
DUX
1
Medium:
EAN:
CD
5902547015293

Cover vergössern

DUX

Das polnische Label DUX wurde 1992 von Malgorzata Polanska und Lech Tolwinski, beides Absolventen der Toningenieur-Fakultät der Frédéric Chopin Musikakademie in Warschau, gegründet. Hauptanliegen war die Produktion von Aufnahmen mit klassischer Musik, wobei man von Anfang an höchste Ansprüche an künstlerische und technische Standards stellte.Viele Aufnahmen von Dux erlangten sowohl in Polen als auch im Ausland breites Interesse bei Publikum und Kritik, die sich in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen widerspiegelt.

Ein Schwerpunkt des Labels ist natürlich das reiche musikalische Erbe Polens, das weitaus mehr umfasst als Chopin oder Penderecki. Im Katalog finden sich daher neben bekannteren Namen wie Wieniawski, Szymanowski oder Lutoslawski auch zahlreiche hierzulande bislang weniger bekannte oder völlig unbekannte Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart, wie Ignaz Jan Paderewski, der Klaviervirtuose und spätere Premier- und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik oder Stanislaw Moniuszko, ein Zeitgenosse Verdis und Schöpfer der polnischen Nationaloper. Aber auch zahlreiche polnische Künstler, Ensembles und Orchester gilt es bei DUX zu entdecken, darunter international renommierte Namen wie beispielsweise die gefeierte Altistin Ewa Podles.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag DUX:

blättern

Alle Kritiken von DUX...

Weitere CD-Besprechungen von Dr. Jürgen Schaarwächter:

  • Zur Kritik... Nachlese: Orchestrale Brillanz kann interpretatorische Tiefe in diesen Legenden aus dem berühmten finnischen Epos nicht ersetzen. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Verspätete Geburtstagsgabe: Das Jahr 2021 sah eine einigermaßen nachhaltige Auseinandersetzung mit Ruth Gipps. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Klassiker: Cyril Huvé bleibt seiner historisch informierten Perspektive auf Beethoven treu. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
blättern

Alle Kritiken von Dr. Jürgen Schaarwächter...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Seltene Cello-Werke: Bartosz Koziak spielt Musik von Bohuslav Martinu. Weiter...
    (Dr. Jan Kampmeier, )
  • Zur Kritik... Auftakt zu einer Trilogie: 'Christus das Kind' ist eine interessante Ausgrabung, die das Umfeld frühromantischer Oratorienliteratur verdeutlicht bzw. erst ins Blickfeld rückt. Ein 'Aha!'-Effekt stellt sich aber nicht ein. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Suggestive Trauergesänge: Glagolitische Riten beeindruckten Igor Kuljerić seit seiner Jugend. In seiner Totenmesse sprengt er damit den Rahmen. Weiter...
    (Christiane Franke, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

Class aktuell (3/2022) herunterladen (5000 KByte) NOTE 1 - Mitteilungen (2/2023) herunterladen (5000 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Ignaz Joseph Pleyel: String Quartet Ben 341 in C minor - Moderato

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Der Pianist Herbert Schuch im Gespräch mit klassik.com.

"Bei der großen Musik ist es eine Frage auf Leben und Tod."
Der Pianist Herbert Schuch im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich