> > > Like to the Lark: The Swedish Chamber Choir, Simon Phipps
Sonntag, 29. November 2020

Like to the Lark - The Swedish Chamber Choir, Simon Phipps

Empfinden von Jenseitigkeit


Label/Verlag: Chandos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Hauptsächlich englische und schwedische Werke singt auf sehr hohem Niveau der schwedische Kammerchor unter Simon Phipps.

Drei zeitgenössische Werke finden sich auf der neuen Platte des schwedischen Kammerchores. Das längste davon ist allerdings ‚nur‘ eine Bearbeitung eines bekannten Orchesterwerks, nämlich Ralph Vaughan Williams‘ 'The Lark Ascending'. Dieser aufsteigenden Lerche verdankt die neue Platte ihre Existenz. Chorleiter Simon Phipps hatte die Idee einer Bearbeitung für Chor, doch die Umsetzung überließ er dann Paul Drayton. Der ließ die originale Solostimme für Violine unangetastet und ersetzte den Orchester- durch einen Chorsatz. Größtenteils singt der Chor unterschiedliche, lang gehaltene Vokale, doch es gibt auch eine Episode, in der die Stimmen ein Gedicht von George Meredith artikulieren, das Vaughan Williams zu seiner Komposition inspiriert hat. Dieser Abschnitt wirkt überzeugender, der Übergang zwischen beiden Teilen ist allerdings reichlich abrupt. Den Violinpart spielt mit großer Eleganz und Schönheit Jennifer Pike.

Düstere Vorgeschichte

Chorleiter Simon Phipps hat selbst den Begleittext im Beiheft verfasst, und er schreibt dort über diese Neufassung der Lerche: ‚Dieses Empfinden von Jenseitigkeit wählten wir dann als Ausgangspunkt für unsere Auswahl der Musik, die wir für dieses Album aufgenommen haben.‘ Da wären zunächst vier weitere kleine Chöre von Vaughan Williams, die der Lerche vorausgehen, aus dem englischen Repertoire ferner noch Charles Stanfords 'Blue Bird', zu dem Judith Bingham eine düstere ‚Vorgeschichte‘ gedichtet und komponiert hat, ihre 'Drowned Lovers' sind das zweite zeitgenössische Werk der Platte.

Danach präsentiert der Chor Werke aus seiner schwedischen Heimat von Wilhelm Stenhammer, Hugo Alfvén und David Wikander. Dessen 'Kung Liljekonvalje' bezeichnet Simon Phipps in seinem Text als einen ‚Gipfel der schwedischen Chorkunst‘, und jedenfalls bilden diese etwa 15 Minuten mit sehr hübschen und bei uns unbekannten schwedischen Stücken einen sehr reizvollen Block auf der neuen Platte. Es folgt Clytus Gottwalds bekannte Bearbeitung von Gustav Mahlers 'Ich bin der Welt abhanden gekommen' für sechzehnstimmigen Chor. Tatsächlich handelt es sich hier jedoch um eine Bearbeitung der Bearbeitung: Die bei Gottwald eigentlich textierten Chorstimmen singen hier ausschließlich Vokale, und die in den Chor integrierte Solostimme wird aus dem Chorsatz wieder herausgelöst und von der Mezzosopranistin Maria Forsström interpretiert. Nachvollziehbar ist diese Entscheidung nicht: Der Sinn der Sache bleibt unklar, denn das Besondere an Gottwalds Konzept geht so verloren und weitgehend auch die außerordentliche Wirkung seiner Bearbeitung, wenngleich sowohl Chor als auch Solistin ihre Sache sehr gut machen. Äußerst befremdlich ist zudem, dass diese deutliche Abweichung von Gottwalds Fassung im Beiheft nirgends erwähnt wird.

Perfekte Balance

Den Abschluss der Platte bildet schließlich das dritte zeitgenössische Werk, nämlich Ola Gjeilos 'O Magnum Mysterium', das er allerdings anders betitelt hat: 'Serenity'. Erneut ist hier Jennifer Pike als Solistin an der Violine zu hören. Der Chor macht erwartungsgemäß einen sehr guten Eindruck, Intonation und Balance sind perfekt, Konsonanten werden präzise, allerdings äußerst dezent artikuliert, teilweise bis hin zur Unhörbarkeit. Gut gelungen sind Simon Phipps‘ interessante Gedanken zu den einzelnen Werken, die im Beiheft auf Englisch, Französisch und Deutsch abgedruckt sind. Allerdings sind die ausführlichen Künstlerbiographien leider nur auf Englisch enthalten, und auch die Gedichte gibt es nur im Original sowie in englischer Übersetzung.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Like to the Lark: The Swedish Chamber Choir, Simon Phipps

Label:
Anzahl Medien:
Chandos
1
Medium:

CD SACD


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Alfvén, Hugo
Gjeilo, Ola
Mahler, Gustav
Stanford, Sir Charles Villiers
Stenhammar, Wilhelm
Vaughan Williams, Ralph
Wikander, David


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Chandos

Chandos Records was founded in 1979 by Brian Couzens and quickly established itself as one of the world's leading classical labels. Prior to forming the label, Brian Couzens, along with his son Ralph, worked for 8 years running a mobile recording unit recording for major labels (including RCA, Polydor, CFP, etc.) with many of the world's leading artists.
The company has championed rare and neglected repertoire, filling in many gaps in the record catalogues. Initially focussing on British composers (Alwyn, Bax, Bliss, Dyso, Moeran, Rubbra, Walton etc), it subsequently embraced a much wider field. Chandos' diverse catalogue contains over 2000 titles, from early music to contemporary, with composers from around the world. The company's aim is to present an exciting and varied selection of superbly recorded music to as many people as possible.
The following artists are strongly associated with, or exclusive to, the label: Richard Hickox, Matthias Bamert, I Fagiolini, Neeme Järvi, Louis Lortie, Jean-Efflam Bavouzet, Rumon Gamba, James Ehnes, Sir Charles Mackerras, David Parry, Valeri Polyansky, The Purcell Quartet, Gennady Rozhdestvensky, Howard Shelley, Simon Standage, Yan Pascal Tortelier, Vernon Handley, the BBC Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, the City of London Sinfonia and Collegium Muscium 90.
Chandos is universally acclaimed for the excellence of its sound quality and has always been at the forefront of technical innovation. In 1978, Chandos was one of the first to record in 16bit/44.1kHz PCM digital, as well as being one of the first to edit a digital recording completely in the digital domain (Holst: the Planet ? SNO/Gibson). In 1983, Chandos was one of the first to produce and release Compact Discs into the marketplace ? a revolution in the recorded music industry.
Today, Chandos has kept up with technology by recording mostly in 24bit/96kHz PCM but now also in DSD for producing ?surround sound? SACDs. Chandos releases at least five new recordings a month, together with imaginative re-issues of back-catlogue material.
The company has received countless awards, including several Gramophone Awards, notably the 2001 ?Record of the Year? for Richard Hickox?s recording of the original version of Vaughan Williams? A London Symphony; ?Best Choral Recording of 2003? for its recording of an undiscovered mass by Hummel and the ?Best Orchestral Recording? of 2004 for its set of Bax Symphonies. Other highlights include the American Grammy for Britten?s opera Peter Grimes, and most recently (2008), two further Grammy Awards, one for Hansel and Gretel and the other for Grechaninov?s Passion Week. Jean-Efflam Bavouzet?s debut on Chandos was also awarded Record of the Year by Monde de la Musique this year.
Chandos remains an independent, family run company which produces and markets its recordings from its office in Colchester, England, and is distributed worldwide.


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