> > > Saint-Saens: Ascanio - Ballet: Malmö Symphony Orchestra, Jun Märkl
Samstag, 11. Juli 2020

Saint-Saens: Ascanio - Ballet - Malmö Symphony Orchestra, Jun Märkl

Geniale Stimmungsbilder


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Ob 'Ascanio', 'Les Barbares' oder 'Andromaque' – auch in seinen wenig bekannten Werken für Ballett und Musiktheater war Camille Saint-Saëns ein herausragender Komponist, wie Jun Märkl und das Symphonieorchester Malmö mit dieser CD belegen.

Kaum ein Dirigent hat sich in den letzten Jahren so für das Orchesterwerk von Camille Saint-Saëns eingesetzt wie Jun Märkl. Unter anderem mit dem Orchestre National de Lille und dem Baskischen Nationalorchester hat er sich den Kompositionen gewidmet, die (vor allem hierzulande) kaum einmal zu hören sind: Tondichtungen, kürzere Konzertstücke und – wie auf der vorliegenden CD – Auszüge aus Balletten und Opern. Jenseits von 'Samson und Dalila' hatte es der Opernkomponist Saint-Saëns immer schwer; hier mag auch schon zu Lebzeiten der Versuch eine Rolle gespielt haben, Auszüge aus Opern für Symphonieorchester zu erstellen, um diese Musik öfter zur Aufführung zu bringen. Ähnliches gilt für die Ballettmusik des Franzosen, denn auch 'Ascanio', dessen Musik einen Schwerpunkt dieser CD mit dem Symphonieorchester Malmö bildet, darf als echte Rarität gelten. Ohne Frage handelt es sich hier also um eine Einspielung mit hohem Repertoirewert, doch wie schlagen sich Märkl und die Musiker aus Malmö musikalisch?

Neben den Sätzen aus dem dritten Akt von 'Ascanio' befinden sich mehrere Ouvertüren auf dieser Silberplatte, darunter das ausgedehnte Vorspiel zur Tragédie lyrique 'Les Barbares'. Alle Werke zeigen den Komponisten als raffinierten Instrumentator, der innerhalb weniger Takte geniale Stimmungsbilder entwirft. Märkl ist ein kongenialer Interpret dieser Bilder, deren teilweise vertrackte Solopassagen (beispielsweise für die Flöte in 'Ascanio') ebenso gut zur Entfaltung kommen wie rauschende Tutti-Abschnitte. Auch wenn durch die Tatsache, dass es sich um Auszüge bzw. Einzelstücke handelt, kein großer dramatischer Bogen möglich ist – wie etwa in der dritten Symphonie – entsteht so doch ein erstklassiger Eindruck, der durch ein klares und trennscharfes Klangbild noch untermauert wird. Die Musiker aus Malmö werden als exzellenter Klangkörper präsentiert, keine Gruppe ragt unangemessen aus dem Gesamtklang heraus. Das ist unstrittig ein Verdienst des Dirigenten, aber wohl ebenso ein Ergebnis der virtuosen Disposition von Saint-Saëns.

Qualität und Wirkungskraft

Einige kleiner Werke dieser Zusammenstellung, etwa die beiden Stücke aus 'Andromaque', darf man sicherlich als weniger gelungen bezeichnen, doch bedeutet ‚weniger gelungen‘ bei dem französischen Multitalent immer noch deutlich besser als bei so manchem anderen Tondichter. Der Franzose hat mit seinen besten Werken – der genannten dritten Symphonie etwa, dem dritten Violinkonzert oder den Klavierkonzerten – die Messlatte eben sehr hoch gesetzt. Dass sich die Kenntnisnahme auch der übrigen Stücke lohnt, belegen Märkl und das Symphonieorchester Malmö mit dieser CD auf beeindruckende Weise. Der Dirigent gesellt sich damit allmählich in die erste Reihe der Saint-Saëns-Interpreten, die höchst klangvolle Namen beinhaltet – wie etwa Neeme Järvi, Thierry Fischer oder Marc Soustrout, um nur einige zu nennen. In dieser Reihe befinden sich nach wie vor auffällig wenige deutsche Dirigenten, was angesichts der offensichtlichen Qualität und Wirkungskraft der Werke überraschen muss.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Saint-Saens: Ascanio - Ballet: Malmö Symphony Orchestra, Jun Märkl

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313403370


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Saint-Saens, Camille


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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