> > > Boston Symphony Commissions: Robert Sheena, Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons
Dienstag, 31. März 2020

Boston Symphony Commissions - Robert Sheena, Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons

Orchestral virtuos


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Das Boston Symphony Orchestra spielt Auftragskompositionen von unterschiedlich starker Inspiration.

Für Interpretationen zeitgenössischer Musik war das Boston Symphony Orchestra in den vergangenen Jahrzehnten eher weniger im internationalen Bewusstsein präsent – der Fokus lag zumeist eher auf dem Standardrepertoire, mit besonderem Schwerpunkt auf dem interpretatorischen Erbe der Vergangenheit. Dass aber auch Repertoire-Nischen erkundet und die zeitgenössische Musik gepflegt wurden und werden, geriet dagegen in Vergessenheit (obschon Koussevitzky, Munch und Ozawa sich alle in ihrer Art um die Auseinandersetzung mit der Musik ihrer Zeit verdient gemacht haben).

Die vier hier vorgelegten Kompositionen entstanden allesamt als Auftragsarbeiten des Orchesters und erlebten in der Saison 2016/17 ihre Uraufführungen. All diese Kompositionen sind keineswegs in einem modernistisch-avantgardistischen Ton gehalten, sondern lassen dem Orchester vielmehr vielfältige Möglichkeiten, in ‚altmodischer Weise‘ (d. h. verschiedenen Anklängen an die Musik des 20. Jahrhunderts) die hohe Virtuosität des Orchesters und seiner einzelnen Musiker zu beweisen. Eric Nathans 'the space of a door' ist eine orchestrale Tour de Force, während George Tsontakis‘ 'Sonnets' für Englischhorn und Orchester eine konzertante Suite mit reichen Entfaltungsmöglichkeiten für den Solisten Robert Sheena wie das Orchester darstellt. Unterschiedlichste Stimmungen werden evoziert, aber die Musik selbst erreicht selten eine Art existenzielle Tiefe – am stärksten vielleicht im letzten Satz von Tsontakis‘ Komposition.

Timo Andres‘ 'Everything Happens So Much' (inspiriert durch einen Twitter-Eintrag) ist ein spielerisches 'Variatives Konzert für Orchester'. Zwar ebenfalls grundsätzlich tonal gebunden und auch gewissermaßen deskriptiv (und mit starkem Fokus auf den Holzbläsern des Orchesters) ist Sean Shepherds 'Express Abstractionism', eine von fünf abstrakten Malern ausgehende viersätzige Komposition, die in unterschiedlicher Weise Formen, Farben und Strukturen erkundet und nicht zuletzt dadurch wohl die interessanteste Komposition der CD ist. Hier geht es nicht nur um die Erfüllung einer Konvention, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart; dieser metatheoretische Aspekt gerät aber in keinster Weise trocken, sondern voller Wärme und Farbe – nicht zuletzt auch durch die herausragenden Leistungen des Orchesters und seines Leiters Andris Nelsons. Dass die Produktion dennoch keine Pflicht in jedem CD-Regal sein kann, liegt an den immer wieder eklektischen Eigenschaften der Kompositionen – so perfekt sie hier dargeboten werden mögen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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    Boston Symphony Commissions: Robert Sheena, Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
636943987421


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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