> > > Tschaikowsky, Peter Ilyich: The Nutcracker: Ensemble Septura, Derek Jacobi
Donnerstag, 1. Oktober 2020

Tschaikowsky, Peter Ilyich: The Nutcracker - Ensemble Septura, Derek Jacobi

Zackiger als die Orchesterversion


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Tschaikowsky 'Der Nussknacker" für Bläserensemble setzt neue Hörakzente.

Septura gilt derzeit als die beste Blechbläser-Gruppe Großbritanniens. Sieben Musiker aus den renommiertesten britischen Orchestern sind unter diesem Label auf Erfolgskurs. Sechs CDs mit Transkriptionen für Blechbläser wurden von der Kritik bereits gefeiert.

Tschaikowskis 'Der Nussknacker' op. 71, von den beiden Septura-Ensemblemitgliedern Posaunist Matthew Knight und Trompeter Simon Cox für Blechbläser arrangiert, zeigt einmal mehr den hervorragenden Klang dieses Septetts und ist eine erfrischend schwungvolle Abwechslung zu den traditionellen Orchesterinterpretationen. Der 'Nussknacker' wurde von Tschaikowski ursprünglich als russisches Ballett in zwei Akten nach Hoffmanns Weihnachtsmärchen 'Nussknacker und Mausekönig' (1816) in der verkindlichten Version von Alexandre Dumas 1892 komponiert. Die Septura-CD enthält alle Tänze des Originals. Nur der 'Chinesische Tanz' fehlt, was nicht verwundert, denn die Flöten bestimmen hier entscheidend die Klangfarben. 

Alle anderen Stücke entwickeln durch die Bläserakustik eine außerordentlich zackige Dynamik und schaffen immer wieder feierlich imposante Momente. Zwischen den einzelnen Tänzen erzählt Schauspieler Derek Jacobi spannend, mit einem ausgezeichnet intonierten britischen Englisch die Geschichte, die Knight nicht nach Pepitas Ballettversion, sondern nach Hoffmanns bzw. Dumas‘ Originaltexten handlungsintensiv neu erstellte. 

Neues Hörerlebnis

Ganz fein dynamisiert, ohne Geschmetter in neuen Klangfarben, doch immer in den gewohnten Harmonien und Rhythmen wird Tschaikowskis Komposition zu einem neuen Hörerlebnis. Wunderbar gelingen die Charakterisierungen der Personen, Tier- und Spielzeugwelt, der liebeswürdige Großvater, Claras sensible Aufgeregtheit, die quirligen Mäuse, Spiel- und exotischen Tanzfiguren, so dass das ganze Ballett Revue passiert. 

Verhalten, doch mit zunehmender Spannung entwickelt sich die 'Schlacht der Mäuse und Lebkuchensoldaten'. Etwas traumatisch dunkel bleibt der 'Schneeflockenwalzer'. Immer wilder und bedrohlicher beschleunigt sich der 'Tanz der Zinnsoldaten'. Die 'Berceuse' verzaubert durch überraschende Toneffekte, die das gemächliche Tempo durchbrechen. Melodisch entfaltet sich der 'Spanische Tanz', mit Kastagnetten wie im Original komplementiert, von kraftvoll schwelender Sehnsucht der 'Arabische Tanz', hurtig fröhlich wie eine Treibjagd der russische. Gewöhnungsbedürftig sind die Walzer, der 'Tanz der Zuckerfee', der 'Pas de Deux'. Ohne Harfe, Saiteninstrumente und Klangspiele fehlt die duftige Leichtigkeit. Ein besonderes Erlebnis ist es sicher, beide Versionen zu vergleichen.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Tschaikowsky, Peter Ilyich: The Nutcracker: Ensemble Septura, Derek Jacobi

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313415779


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Tschaikowsky, Peter


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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