> > > Schostakowitsch: The Bedbug, Love and Hate: Mannheim Opera Choir, Deutsche Staatsphilharmonie, Mark Fitz-Gerald
Freitag, 10. Juli 2020

Schostakowitsch: The Bedbug, Love and Hate - Mannheim Opera Choir, Deutsche Staatsphilharmonie, Mark Fitz-Gerald

Nie gehörter Schostakowitsch


Label/Verlag: Naxos
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Mark Fitz-Gerald dirigiert zwei bislang nie aufgenommene Partituren von Schostakowitsch, die er teilweise selbst rekonstruiert hat.

Gibt es das? Werke von Schostakowitsch, die 2019 als ‚World Premiere Recording‘ erscheinen? In der Tat: Fans und Sammler dürfen sich freuen über eine neue Naxos-Platte mit nie gehörten Klängen von Schostakowitsch. Nie gehört, es sei denn, man hätte den sowjetischen Film 'Liebe und Hass' von 1935 gesehen, für den Schostakowitschs Partitur op. 38 entstand und in dem sie natürlich auch zu hören ist. Vermutlich in eher rauschender als berauschender Tonqualität. Die Noten allerdings sind nie gedruckt worden und die Originale verschollen, und so hat sich Mark Fitz-Gerald die Mühe gemacht, die Partitur nach dem Gehör neu aufzuschreiben. Anschließend ging er mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ins Aufnahmestudio, und so kann man nun eine halbstündige Filmpartitur des jungen Schostakowitsch das erste Mal in guter Klangqualität hören – in sehr guter sogar, die Toningenieure haben großartige Arbeit geleistet.

Die andere Hälfte der Platte füllt eine Schauspielmusik des erst 23-jährigen Komponisten. Er schrieb sie 1929 als sein op. 29 zu Wladimir Majakowskijs 'Die Bettwanze'. Eine Komödie, wie schon der Titel vermuten lässt, und auch Schostakowitsch zeigt sich hier von seiner humorvollen Seite, schreibt eine Partitur, in der es vor grellen Effekten wimmelt. Humoristische Passagen gibt es zwar auch in der 'Liebe und Hass'-Partitur, doch insgesamt ist diese Musik deutlich ernster und düsterer.

Klanglich äußerst eindrucksvoll

Die neue Platte kommt mit einem für Naxos-Verhältnisse sehr üppigem Beiheft, dessen Texte sind allerdings nur auf Englisch abgedruckt. Mark Fitz-Gerald erläutert in einem kurzen Text seine Arbeit an der Partitur zu 'Liebe und Hass', die 'Bettwanze' und ihre Musik wird ausführlicher dargestellt, und vom Film 'Liebe und Hass' selbst wird quasi jede einzelne Szene detailliert beschrieben, was schon leicht übertrieben wirkt.

Die Eigenheiten Schostakowitschs sind auch in diesen frühen Werken schon klar zu erkennen, insbesondere seine unkonventionelle Instrumentierung. Besonderheiten wie etwa die außerordentlich dominierende Rolle der Bläser und der über weite Strecken völlige Verzicht auf den Einsatz von Violinen gehören dazu, wenngleich die Instrumentierung, wegen der notwendigen Rekonstruktion, sicherlich nicht ganz original ist. Die Aufnahmen sind, wie bereits erwähnt, klanglich äußerst eindrucksvoll, und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz entfesselt wuchtige Klänge, viele der Musiker brillieren in ihren Soli, und sogar der Mannheimer Opernchor hat einige kurze Auftritte, teils auch mit namentlich nicht genannten Chorsolisten.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





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Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



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    Schostakowitsch: The Bedbug, Love and Hate: Mannheim Opera Choir, Deutsche Staatsphilharmonie, Mark Fitz-Gerald

Label:
Anzahl Medien:
Naxos
1
Medium:
EAN:

CD
747313410071


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Schostakowitsch, Dimitri


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Naxos

Als der Unternehmer Klaus Heymann 1982 für seine Frau, die Geigerin Takako Nishizaki in Hongkong das Plattenlabel Marco Polo gründete, war dies der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Fünf Jahre später rief Heymann das Label NAXOS ins Leben, das in der Klassikwelt längst zur festen Größe geworden ist und es bis heute versteht, hohe Qualität zu günstigen Preisen anzubieten. Der einzigartige und sich ständig erweiternde Katalog des Labels umfasst mittlerweile über 8.000 CDs mit mehr als 130.000 Titeln - von Kostbarkeiten der Alten Musik über sämtliche berühmten "Klassiker" bis hin zu Schlüsselwerken des 21. Jahrhunderts. Dabei wird der Klassik-Neuling ebenso fündig wie der Klassikliebhaber oder -sammler. International bekannte Künstler wie das Kodály Quartet, die Geigerin Tianwa Yang, der Pianist Eldar Nebolsin und die Dirigenten Marin Alsop, Antoni Wit, Leonard Slatkin und Jun Märkl werden von NAXOS betreut. Darüber hinaus setzt NAXOS modernste Aufnahmetechniken ein, um höchste Klangqualität bei seinen Produktionen zu erreichen und ist Vorreiter in der Produktion von hochauflösenden Blu-ray Audios - Grund genug für das renommierte britische Fachmagazin "Gramophone", NAXOS zum "Label of the Year" 2005 zu küren. Auch im digitalen Bereich nimmt NAXOS eine Vorreiterrolle ein: Bereits seit 2004 bietet das Label mit der NAXOS MUSIC LIBRARY ein eigenes Streamingportal mit inzwischen über 1 Million Titel an und unterhält mit ClassicsOnline zudem einen eigenen Download-Shop.


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