> > > Tchaikovsky / Borodin: String Quartets No.2: Live recordings
Donnerstag, 28. Januar 2021

Tchaikovsky / Borodin: String Quartets No.2 - Live recordings

Vermählung von Violine und Cello


Label/Verlag: CAvi-music
Detailinformationen zum besprochenen Titel


Streichquartette von Borodin und Tschaikowsky, live aufgezeichnet beim Kammermusikfestival 'Spannungen'.

Das renommierte Kammermusikfestival 'Spannungen' konnte 2020 nicht am angestammten Ort, dem Innogy-Wasserkraftwerk Heimbach, durchgeführt werden, sondern nur als ‚Ghost-Festival‘ via Radio und digital. Der Deutschlandfunk übertrug im August einige der aktuellen Konzerte. Aus 2018 steht aber ein attraktives Tondokument mit den Streichquartetten Nr. 2 D-Dur von Alexander Borodin und ebenfalls dem Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 22 von Peter Tschaikowsky zur Verfügung: eine Co-Produktion von Deutschlandfunk und Avi-Service for music.

Festival-Coach Lars Vogt lädt zum Festival immer befreundete Musiker in die Eifel. Beim Borodin spielen Byol Kang und Anna Reszniak (Violinen), Barbara Buntrock (Viola) sowie Julian Steckel (Violoncello). Diese Aufnahme klingt verführerisch. Schließlich schrieb Alexander Borodin (1833-1887) das Werk für seine Frau Jekaterina. Vollendet ist es am 20. Hochzeitstag des Paares am 10. August 1881. Wunderschön vermählen sich in der Aufnahme Violoncello- und Violinklang. An Frische und Leichtigkeit ist das kaum zu überbieten. Auch das quirlige 'Scherzo' ist fein anzuhören. Hier schwelgen die Geigen noch einmal wohltuend. Im 'Nocturne' singt das Violoncell eine alte Weise. Voll Inbrunst legt sich Julian Steckel ins Zeug. Byol Kang antwortet nicht minder emphatisch. Das ist adrett.

Die Tschaikowski-Formation mit Antje Weithaas als Primaria erreicht nicht ganz die Einheitlichkeit der Borodin-Besetzung. Das liegt auch an einer etwas nachlässigeren Intonations-Hygiene. Byol Kang geigt hier Violine II, Timothy Ridout ist an der Viola, Tanja Tetzlaff am Cello zu hören. Wegen vieler sehr charmanter Abschnitte im 'Scherzo' und natürlich technisch absolut überlegener Spielweise im bezaubernden langsamen Satz darf man dennoch getrost zugreifen.


Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Cover vergrößern

    Tchaikovsky / Borodin: String Quartets No.2: Live recordings

Label:
Anzahl Medien:
CAvi-music
1
Medium:
EAN:
CD
4260085531011

Cover vergössern

Borodin, Alexander
Tschaikowsky, Peter


Cover vergössern

CAvi-music

"Es muss nicht viel sein, wenn's man gut ist" heißt die Devise für das Label, das stets den Künstler in den Vordergrund stellt, das partnerschaftlich Projekte realisiert, das persönliche Wünsche und Ideen der Künstler unterstützt, das sich vorwiegend auf Kammermusik konzentriert, das handverlesen schöne Musik in hervorragender Interpretation anbietet, mit einer Künstlerliste, die sich sehen lassen kann. Eine sehr persönliche Sache, die von Herzen kommt !! Außerdem kommen neben dem Label CAvi-music auch die Labels "SoloVoce" und "CAvi-Autentica" aus dem Hause Avi-Service for music.


Mehr Info...


Cover vergössern
Jetzt kaufen bei...


Weitere Besprechungen zum Label/Verlag CAvi-music:

  • Zur Kritik... Konturiert und entschlossen: Das Monet Quintett spielt auf seiner ersten Platte Werke von Richard Dubugnon, Paul Taffanel, Gustav Holst und Jean Francaix. Weiter...
    (Jan Kampmeier, )
  • Zur Kritik... Absolute Virtuosenmusik: Vladimir Stoupel stellt bei vier russischen Klaviersonaten pianistische Fähigkeiten über expressives Potenzial. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Emotional direkt: Das Cuarteto SolTango landet den nächsten Volltreffer. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
blättern

Alle Kritiken von CAvi-music...

Weitere CD-Besprechungen von Manuel Stangorra:

  • Zur Kritik... Glockenspiel und drohendes Schicksal: Tschechische Kammermusik für Violine und Klavier in einer neuen Aufnahme mit dem Duo Lenka Matějáková (Violine) und Dariya Hrynkiv (Klavier). Ihre Interpretationen sind allerdings noch ausbaufähig. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Von Bach bis Britten: Das Debüt-Album 'Transforming Viola' des ARD-Preisträgers Diyang Mei lässt keine Wünsche offen. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
  • Zur Kritik... Spätwerke für Bratsche: Philosophische Gedankengebäude der Romantik, gepaart mit der Ersteinspielung von Necil Kazim Akses 'Capriccio' für Viola solo. Weiter...
    (Manuel Stangorra, )
blättern

Alle Kritiken von Manuel Stangorra...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Kritik... Elegante Serenata: Hasses 'Enea in Caonia' liegt bei cpo in seiner Ersteinspielung vor: Ein handverlesenes Solisten-Quintett und ein lustvoll agierendes Orchester – das fesselt und macht große Freude. Weiter...
    (Benjamin Künzel, )
  • Zur Kritik... Farbenreich: Eine wichtige Wiederauflage zum Clara-Schumann-Bizentenarium. Weiter...
    (Dr. Jürgen Schaarwächter, )
  • Zur Kritik... Liszts Lieder ohne Worte: Schubert-Liszt in einer virtuosen, aber vor allem melodischen Interpretation: Can Çakmur brilliert mit dem 'Schwanengesang', den Liszt 1840 kongenial für Klavier solo arrangiert hat. Weiter...
    (Dr. Michael Loos, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

Class aktuell (3/2020) herunterladen (2399 KByte) NOTE 1 - Mitteilungen (1/2021) herunterladen (2400 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Wilhelm Kienzl: Piano Trio op.13 in F minor - Allegro moderato

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

"Wir gehen auf eine Reise mit dem Publikum, eine Reise in ein phantastisches Land"
Das Klavierduo Silver-Garburg über Leben und Konzertieren im Hier und Heute und eine neue CD mit Werken von Johannes Brahms

weiter...
Alle Interviews...


Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich